Swisscable: Keine Gleichberechtigung im Schweizer Kabelnetz
In der Breitbandversorgung liegt die Schweiz auf dem ersten Platz aller OECD-Länder. Laut Swisscable ist dies vor allem den Kabelnetzen zu verdanken. Daher sei es unverständlich, dass Swisscable keinen Zugang auf die Sportinhalte von Cinetrade/Teleclub erhält.
Die Schweiz hat die beste Breitbandversorgung aller OECD-Länder, wie Martin Dumermuth, Direktor des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), an der Generalversammlung von Swisscable zeigte. Auf Platz 2 und 3 folgen die Niederlande und Dänemark.
Laut Filippo Leutenegger, Präsident von Swisscable, ist dies den Kabelnetzen zu verdanken. "Mit ihrer breiten Abdeckung und ihren superschnellen Internetangeboten sorgen sie für Wettbewerb. Aus volkswirtschaftlicher Sicht kann dies nicht hoch genug bewertet werden", so Leutenegger.
Kein gleichberechtigter Zugang zu Sportinhalten
Verärgert zeigt sich Leutenegger jedoch über den Zugang zu den Live-Sportinhalten von Cinetrade/Teleclub. Das Unternehmen sei nicht bereit, mit Swisscable über die Verbreitung von Live-Sport on Demand via Kabelnetze zu verhandeln, obwohl es dadurch eine höhere Reichweite erzielen könne.
Swisscable vermutet dahinter den Einfluss der Swisscom, die zu 49 Prozent an Cinetrade/Teleclub beteiligt ist und der Konkurrenz im Digital-TV-Wettbewerb schaden möchte, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Fall wird laut Swisscable schon seit längerem von der Wettbewerbskommission (Weko) bearbeitet.
Laut Josef Huber, Pressesprecher bei Swisscom, wurde der Zugang zu den Live-Sportinhalten on Demand von Cinegate/Teleclub in einer Auktion im Jahre 2011 geregelt. Diese habe zu Wettbewerbsbedingungen stattgefunden. Zudem seien Live-Sportinhalte auch über Free-TV und Kabelnetze verfügbar, nur nicht eben on Demand. Cinetrade/Teleclub hat bisher auf Anfrage der Redaktion zu den Vorwürfen nicht geäussert.
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