Digital Signage Special 2015

Wondersign: "2015 wird für uns das Jahr der starken internationalen Partnerschaften"

Uhr | Aktualisiert
von George Sarpong

Wie wird sich die Digital-Signage-Branche in der Schweiz 2015 entwickeln? Andy Reinhard, CEO von Wondersign, liefert Antworten.

Andy Reinhard, CEO von Wondersign (Quelle: Wondersign)
Andy Reinhard, CEO von Wondersign (Quelle: Wondersign)

Wie wird sich der Digital-Signage-Markt in der Schweiz im Jahr 2015 aus Ihrer Sicht entwickeln?

Der Detailhandel kämpft mit allen Mitteln um Kundschaft – das sorgt für eine erhöhte Nachfrage nach neuen Technologien und wird sich in zahlreichen neuen Installationen zeigen. Bildungseinrichtungen, Spitäler und die öffentliche Hand beginnen, ihr Publikum mit grossflächigeren Digital Signage-Netzwerken zu unterhalten und informieren und adaptieren damit erfolgreiche Modelle aus dem Ausland.

Was müssen Fachhändler und Integratoren beachten, die im Digital-Signage-Markt erfolgreich sein wollen?

Die Kunst ist, die Balance zu finden. Die Branche hat unzählige Plattformen, Lösungen, Systeme und Technologien zu bieten – echte Standards gibt es aber bis heute keine. Damit fehlen den Kunden auch Orientierungshilfen. Es ist also eine Gratwanderung, einem Kunden nur das zu verkaufen, was dieser auch wirklich braucht. Alles andere überfordert nur und sorgt im Endeffekt für ein negatives Kundenerlebnis.

Was raten Sie Kunden, die sich mit dem Thema Digital-Signage beschäftigen?

Fragen Sie sich selbst ganz kritisch, was der Nutzen ist. Die Digital Signage Industrie wird nach wie vor stark von Hardware getrieben. Alteingesessene Audio/Video Händler haben ein grosses Interesse, möglichst viel und möglichst komplexe Hardware zu verkaufen. Das Resultat sind Installationen, bei denen man sich erst Gedanken zum Inhalt und zum Nutzen des Bildschirms macht, wenn er bereits an der Wand hängt. Das führt dann in der Regel zu überladenen Screens, die Newsticker, Wettervorhersagen, Staumeldungen und anderen generischen Inhalt anzeigen. Das ist eine verpasste Chance. Das Gegenteil sollte nämlich der Fall sein – die Frage muss lauten: Was ist der Zweck des Bildschirms? Daraus abgeleitet ist der Inhalt dann meist eine Selbstverständlichkeit. Ein Marketing Screen, der ein statisches Plakat ablöst, regelmässiges Aktualisieren vereinfacht und somit Kosten spart, ergibt Sinn! Dieser Bildschirm soll Aktionen, hoch-margige Produkte und Promotionen anzeigen. Dort einen Newsticker und Staumeldungen draufzupacken ist kontraproduktiv.

Welche Highlights im Bereich Digital-Signage haben Sie für das Jahr 2015 geplant?

Wir werden weiterhin agile und kosteneffiziente Lösungen aus der Cloud anbieten. 2015 wird für uns das Jahr der starken internationalen Partnerschaften, sowohl für innovative und solide Hardware als auch für attraktiven Content. Wondersign ermöglicht dank intuitiv bedienbarer Benutzeroberfläche insbesondere auch neue, partizipative Digital Signage Modelle, bei denen mehrere Abteilungen einer Organisation mit kürzester Lernkurve gemeinsam kommunizieren können.

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