Bechtle hat ein fettes Jahr hinter sich
Der Bechtle-Konzern wächst und wächst und wächst. Der Umsatz stieg knapp 10 Prozent, der Gewinn rund 22 Prozent. Wie das Geschäft in der Schweiz lief, teilt Bechtle nicht jedem mit.
Bechtle hat sich im Jahr 2015 der 3-Milliarden-Umsatzmarke genähert. Über den ganzen Konzern und alle Niederlassungen verteilt setzte Bechtle 2,8 Milliarden Euro um. Knapp 10 Prozent mehr als 2014, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht.
Mehr als die Hälfte davon erwirtschaftete Bechtle mit seinen IT-Systemhäusern und Managed Services. Der Umsatz der Sparte stieg um 9,4 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.
Höherer Gewinn durch Verkäufe von Coma und Gate
Der IT-Onlinehandel bescherte Bechtle 941 Millionen Euro Umsatz. Plus 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Gewinn des Konzerns sprang um knapp 22 Prozent auf 92,8 Millionen Euro. Hier spielten gemäss Geschäftsbericht unter anderem die Verkäufe zweier Firmen in der Schweiz eine Rolle. 2015 veräusserte Bechtle Coma Services und Gate. Insgesamt belaufe sich der Einmaleffekt der Verkäufe auf 3 Millionen Euro, heisst es im Bericht.
Schweizer Umsatz tiefer als im Vorjahr
Konkrete Zahlen zum Umsatz in der Schweiz nennt Bechtle im Geschäftsbericht keine. Eine Anfrage dazu blieb bislang unbeantwortet. Der Konzern kommunizierte sie allerdings gegenüber "Inside-Channels.ch". Demnach setzte Bechtle Schweiz im vergangenen Jahr 296 Millionen Euro um. Das seien zwei Millionen weniger als 2014, schreibt das Portal.
Das passt zur Markteinschätzung im Geschäftsbericht. Da schreibt Bechtle, dass der Schweizer IT-Markt 2015 hinter den Erwartungen zurück blieb.
Der hiesige Markt habe zwar insgesamt um 2,8 Prozent zugelegt, die Hardwareumsätze seien aber zum dritten Mal in Folge rückläufig gewesen. Minus 3,1 Prozent nennt Bechtle. Die Umsätze aus Services hätten in der Schweiz jedoch um 2,7 Prozent und die aus Softwareverkäufen um 6,4 Prozent zugelegt.
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