Swisscom büsst an Umsatz ein
Swisscom hat im ersten Quartal weniger umgesetzt aber mehr Gewinn erzielt. Dem Telko macht der Rückgang bei der Festnetztelefonie und im Grosskundengeschäft zu schaffen.
Swisscom hat im ersten Quartal weniger umgesetzt. Wie der Telko mitteilt, sank der Umsatz in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 37 Millionen Franken oder 1,9 Prozent auf 2,83 Milliarden Franken.
Zu schaffen macht Swisscom das Kerngeschäft in der Schweiz. Unter anderem weil weniger über das Festnetz telefoniert wird, sank Swisscoms Umsatz im hiesigen Kerngeschäft um 26 Millionen Franken oder 2,7 Prozent. So nahm die Zahl der Breitbandanschlüsse um 0,2 Prozent, die Zahl der Festnetztelefonie-Anschlüsse um 3 Prozent ab.
"Hoher Preisdruck bei Telekomdiensten"
Die Anzahl Kunden mit Bündelverträgen (Festnetz, Breitband und TV) stieg im Jahresvergleich um 18,6 Prozent auf 1,7 Millionen. Auch der Bestand an Swisscom TV-Anschlüssen stieg um 8,7 Prozent auf 1,44 Millionen Kunden. Im Mobilfunkmarkt konnte Swisscom mit Postpaid-Angeboten um 0,2 Prozent zulegen, die Anzahl der Prepaid-Kunden war aber um 1 Prozent rückläufig.
Zum Umsatzrückgang trug auch der Bereich Enterprise Customers bei. Laut Swisscom sank der Umsatz in diesem Segment vor allem aufgrund des anhaltend hohen Preisdrucks bei den Telekomdiensten um 3,8 Prozent auf 586 Millionen Franken.
Stellenabbau forciert
Der Reingewinn von Swisscom stieg hingegen um 2,5 Prozent auf CHF 373 Millionen Franken. Dennoch reduzierte der Telko seinen Mitarbeiterbestand "als Folge des rückläufigen Kerngeschäfts" um 680 Stellen im Vergleich zu März 2016, davon baute Swisscom 92 Stellen im ersten Quartal 2017 ab.
Swisscom-CEO Urs Schaeppi erwartet auch im weiteren Verlauf des Jahres ein "anspruchsvolles Umfeld". Schaeppi sagt aber auch: "Wir sind auf Kurs und für die zukünftige Entwicklung gut aufgestellt."
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