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"Der SAP Solution Manager ist unter Wert verkauft worden"

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Für viele Firmen steht der Umstieg auf SAP S/4Hana auf der Agenda. Im Interview erklärt Jens Engehausen, Managing Director SNP Schweiz, warum der Umstieg nicht einfach nur ein Update ist und die Strategie parallel zur Umstellung angepasst werden sollte.

Jens Engehausen, Managing Director, SNP Schweiz. (Source: zVg)
Jens Engehausen, Managing Director, SNP Schweiz. (Source: zVg)

Warum ist der Wechsel auf SAP S/4Hana kein einfaches ­System-Update?

Jens Engehausen: Bei SAP S/4Hana handelt es sich um eine neue technologische Architektur auf Basis von SAP Hana. In den einzelnen Modulen werden nicht nur neue Funktionalitäten umgesetzt, die teilweise Eigenentwicklungen aus der Vergangenheit obsolet machen, sondern auch Tabellenstrukturen vereinfacht. Durch die In-Memory-Technologie stehen dem Business weitere Möglichkeiten zur Verfügung, die neue Geschäftsmodelle erst realisierbar machen. Somit ist der Umstieg auf das neue Produkt für SAP-Kunden mehr als nur ein Release-Wechsel. Der Umstieg bedarf intensiver Überlegungen und beansprucht entsprechend Zeit. Insbesondere ist mehr als in der Vergangenheit eine enge Zusammenarbeit zwischen der IT und den Geschäftsbereichen vonnöten.

Der SAP Solution Manager kann Unternehmen bei der ­Migration unterstützen. Ist das bei Unternehmen bekannt?

Der SAP Solution Manager ist in der Vergangenheit unter Wert verkauft worden. Mit dem Solution Manager 7.2 ist die Integration von IT- und Geschäftsprozessen Wirklichkeit geworden. Add-ons von Drittanbietern, die in der Vergangenheit eingesetzt wurden, sollten daher überprüft und der Einsatz der Standardfunktionalitäten im Solution Manager überdacht werden.

Worin liegt dieses Missverständnis Ihrer Meinung nach?

Meines Erachtens liegt es in der traditionell strikten Trennung der Bereiche IT und Business und der daraus resultierenden unterschiedlichen Zielsetzungen beider Bereiche. Zudem muss die Ausrichtung und Funktionalität des Solution Manager 7.2 im S/4Hana-­Umfeld von den Unternehmen neu bewertet werden, um einen möglichst hohen Nutzen beim Einsatz zu erzielen.

Mit der Migration auf SAP S/4Hana soll auch die IT-Strategie angepasst werden. Wie?

Unserer Überzeugung nach sollten Firmen den Umstieg nicht als reines IT-Projekt planen und durchführen. Durch die neue Produktgeneration von SAP eröffnen sich Möglichkeiten, bestehende Geschäftsprozesse weiterzuentwickeln, neue Geschäftsmodelle zu realisieren und das Unternehmen auf die neuen Anforderungen des Marktes auszurichten. Damit dies gelingt, sind auch jene Organisationseinheiten in das Projekt zu involvieren, um deren Prozesse es geht. Innovation lässt sich nicht über eine Software installieren, sondern entsteht durch interdisziplinäre Zusammen­arbeit und die Bereitschaft zur Veränderung. Ein geschäftsbereichsübergreifendes Verständnis von den neuen Möglichkeiten der Systeme und das Commitment des gesamten Managements sind wesentliche Erfolgsfaktoren für ein solch grosses Vorhaben.

Warum sind Unternehmen bei der Migration auf S/4Hana ­immer noch so zurückhaltend?

Die Migration ist ohne Frage ein anspruchsvolles Vorhaben, das vor allem mit technologischen und organisatorischen Veränderungen einhergeht. Die Organisation, die IT-Landschaft und auch die externen Marktanforderungen müssen dabei zwingend berücksichtigt werden. Dieser Komplexität versuchen sich einige Unternehmen noch zu entziehen. Ich empfehle eine frühzeitige, konstruk­tive Auseinandersetzung mit dem Thema «Migration», denn für jedes Unternehmen entstehen dabei auch neue Chancen.

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