Magnetisches System der Universität Kiel

Neuer Sensor soll Herzströme kontaktlos messen

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Die Universität Kiel hat ein neues Sensorsystem entwickelt, das Herz- und Hirnströme des Körpers kontaktlos scannt und analysiert. Es soll vor allem bei Notfällen und Langzeituntersuchungen helfen.

Ein neues Sensorsystem soll die biometrischen Signale des Körpers nicht nur scannen, sondern auch analysieren – und das ohne Hautkontakt. Entwickelt wurde der Sensor an der Christian-Alberchts-Universität zu Kiel, wie heise.de berichtet. Dabei helfe ein magnetisches Material, das je nach Magnetfeld weicher werde.

Eine Analyse ohne Körperkontakt sei vor allem bei Notfällen und Langzeituntersuchungen wertvoll, heisst es in einer Mitteilung der Universität. Bei einem Verdacht auf Herzanfall etwa müsse eine Analyse besonders schnell gehen. Bei einem Elektrokardiogramm (EKG) dauerten die Aufzeichnungen der Herzströme langsamer.

Magnetische Diagnostik hätte gegenüber anderen Verfahren einige Vorteile, schreibt die Uni Konstanz. Im Vergleich zu elektrischen Signalen würden magnetische überall gleich weitergegeben. "So werden genauere Messungen mit einer besseren Ortsauflösung möglich", schreibt Professor Eckhard Quandt, Sprecher des Sonderforschungsbereiches 1261.

Der grosse Nachteil sei hingegen, dass die magnetische Messung störungsanfällig sei. Schon das Magnetfeld der Erde könne die Sensoren durcheinander bringen. Bis sie reif für die Praxis seien, müssten die Sensoren noch kleiner und empfindlicher werden.

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DPF8_81863

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