Fallstricke vermeiden

Datenmanagement in der Cloud: So wird es gemacht

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von Ivan Cioffi, Teamlead Systems Engineers Switzerland, Veeam Software Group

Die Cloud bietet Flexibilität und schnellere Dienste. Das birgt auch Risiken. Unternehmen sollten darum Cloud-Strategie und Datensicherheit enger verzahnen. Je früher sie das Datenmanagement plattformübergreifend organisieren, desto besser können sie die Vorteile einer hybriden Multi-Cloud-Umgebung nutzen.

Ivan Cioffi, Teamlead Systems Engineers Switzerland, Veeam Software Group. (Source. zVg)
Ivan Cioffi, Teamlead Systems Engineers Switzerland, Veeam Software Group. (Source. zVg)

Die Frage "Cloud oder nicht?" stellt sich für die Firmen nicht mehr. Die Cloud eröffnet Flexibilität. Unternehmen können mit geringen Anfangsinvestitionen innovative Projekte starten. Gerade im Kundendialog und Vertrieb sind viele schnell auf den Cloud-Zug gesprungen, nicht zuletzt auch, um langwierige IT-Projekte zu umgehen. Unkompliziert und kostengünstig ist auch oft das Argument für KMUs. Sie hoffen, damit schnell in den Genuss neuer Technologien zu kommen.

Bei aller Flexibilität birgt die Cloud auch Fallstricke, so etwa in der Datensicherung: Gerade bei populären Public-Cloud-Anwendungen wägen sich viele Firmen in Sicherheit, dass sie sich nicht um Back-up und Schutz ihrer Daten kümmern müssen. Ein gefährlicher Irrtum.

Die Cloud als Chance

Ohne Cloud ist die Digitalisierung kaum umzusetzen. Von zentraler Bedeutung ist daher eine Cloud-Strategie. Denn Multi-Cloud-Umgebungen werden immer mehr zum Standard. Das bedeutet vorerst mehr Komplexität. Schliesslich bleiben die Firmen weiterhin für ihre Daten verantwortlich, egal wo sie lagern. IT-Organisationen müssen daher ihre Cloud-Strategie, ihr Datenmanagement und ihre Sicherungsmechanismen eng verzahnen. Sonst sind sie kaum in der Lage, Datenströme effizient und zielgerichtet zu steuern. Das Datenmanagement ist plattformübergreifend zu organisieren, zu konsolidieren und zu automatisieren.

Auf Basis einer einheitlichen Plattform haben Unternehmen die Chance, auch in komplexen Multi-Cloud-Umgebungen ein durchgängiges Datenmanagement zu etablieren. Werden Daten und Workloads zeitnah und automatisiert gesichert, sind sie bei Ausfällen oder Diebstahl schnell wiederhergestellt. Zentralisieren Unternehmen ihre Prozesse rund um die Datensicherung, behalten sie den Überblick und erkennen Leistungsprobleme frühzeitig. Die Cloud eignet sich zudem für die effiziente Datensicherung. Das gilt für Backup-as-a-Service (BaaS) und Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS) ebenso wie für die Langzeitdatenspeicherung bei Hyperscalern.

Auf Basis eines zentralisierten Datenmanagements sind Firmen in der Lage, ihre Datenströme zu orchestrieren. Workloads können sie bedarfsgerecht verschieben und zwischen Betriebsplattformen wechseln, ob On-Premises oder Cloud. Das steigert sogar die Business Continuity.

Was gibt es sonst noch zu beachten beim Cloud Data Management? Glenfis-Gründer Martin Andenmatten gibt im Interview Auskunft zu Back-ups, Plattformen und Governance.

Effizientes Multi-Cloud-Datenmanagement

In Zukunft unterstützen maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz ein automatisiertes Datenmanagement, indem sich Daten autonom verwalten. Durch die Kombination aus Datenanalysen sowie der Bewertung von Verhaltensmustern und Ereignissen lernen Daten, sich automatisch an den Speicherort zu bewegen, an dem sie für Geschäftsabläufe benötigt werden. Bei Störungen oder Angriffen können sie sich sogar autonom absichern und sich umgehend selbst wiederherstellen.

Abgesehen von der Sicherheit steht aber auch die Verfügbarkeit im Zentrum, denn Kunden erwarten, dass sie jederzeit sicheren Zugang zu "ihren" Daten und Anwendungen haben. Automatisiertes Datenmanagement hilft bei der Integration neuer Cloud-Services und verringert die Komplexität im Tagesgeschäft. Wer Daten schnell und bedarfsgerecht bereitstellen kann, unterstützt die Wertschöpfung und schafft für das eigene Unternehmen Wettbewerbsvorteile.

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