Prognose von Gartner

Diese Trends treiben Data Analytics voran

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: Joël Orizet

Verantwortungsvolle KI, Echtzeit-Analysen von Geschäftsabläufen und Datenmarktplätze: Gartner hat die wichtigsten Trends rund um Data Analytics und künstliche Intelligenz identifiziert. Ein Geschäftsfeld, in dem mehr und mehr Projekte von der Pilotphase in den Regelbetrieb übergehen.

(Source: Unsplash)
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Daten, Analytics und künstliche Intelligenz gelten als vielversprechende Antworten auf die Coronakrise. Nach Ansicht von Gartner setzen Unternehmen viel daran, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie durch Informationstechnologien besser abzuschätzen – und sich vor den Konsequenzen zu schützen. Das sind die wichtigsten Trends, die den Marktforschern zufolge dafür sorgen, dass Unternehmen ihre Daten besser nutzen können:

Eine effizientere und verantwortungsvolle KI

Bis Ende 2024 führen 75 Prozent der Unternehmen ihre KI-Projekte von der Pilotphase in den Regelbetrieb über. Dies, so die Prognose von Gartner, werde den Datenverkehr um den Faktor 5 ansteigen lassen. Bis dahin verbreiten sich neue Formen des maschinellen Lernens wie beispielsweise Reinforcement Learning und verteiltes Lernen. Derweil gewinnen Ansätze zur Entwicklung einer ethischen und verantwortungsvollen künstlichen Intelligenz an Bedeutung – mit dem Ziel, Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Niedergang der Dashboards

Die Nutzung klassischer Business-Intelligence-Dashboards nimmt ab. Stattdessen setzen sich Tools durch, die Daten automatisiert analysieren, in dynamischer Form präsentieren und in den entsprechenden Business-Kontext setzen. Solche fortgeschrittenen Analyse-Tools könnten denn auch Abfragen per Spracheingabe verarbeiten, was den Zugang zu datenbasierten Erkenntnissen allen Mitarbeitenden eröffnen soll.

Digitale Entscheidungsintelligenz

Gartner geht davon aus, dass bis 2023 über ein Drittel der grossen Unternehmen Analysten beschäftigen, die mittels KI-Systemen daran arbeiten, mögliche Folgen von Geschäftsentscheidungen vorherzubestimmen, grafisch darzustellen und laufend zu überwachen. Allerdings stellen die meisten KI-Systeme weiterhin eine Art Black Box dar: Auch für Analysten ist es schwer zu durchschauen, wie diese Systeme genau arbeiten und auf welcher Grundlage sich dessen Empfehlungen stützen.

Verbesserte Datenverwaltung

Augmented Data Management soll aktive Metadaten verwalten, um Datenarchitekturen zu vereinfachen und zu konsolidieren. Solche Datenverwaltungslösungen können grosse Stichproben von Betriebsdaten untersuchen und arbeiten weitgehend automatisiert.

Die Cloud wird zum Selbstläufer

Bis 2022 wird gemäss Gartner die Public Cloud für 90 Prozent der Innovationen in Sachen Datenanalysen unverzichtbar sein. Datenanalyse-Managern sollten jene Workloads priorisieren, welche die Möglichkeiten der Cloud nutzen können, und sich beim Umstieg auf die Cloud auf die Kostenoptimierung zu konzentrieren, raten die Analysten von Gartner.

Daten-Marktplätze

Bis 2022 werden 35 Prozent der grossen Organisationen Daten über Datenmarktplätze entweder kaufen oder verkaufen. Zum Vergleich: 2020 tut dies gemäss den Marktforschern bereits jede vierte Organisation. Gartner weist darauf hin, dass mit solchen Marktplätzen und Datenaustauschplattformen Skaleneffekte erzielt werden können, um die Datenkosten für Dritte auf Dauer zu senken.

Die Antriebsfaktoren und Kernmotivation vieler Unternehmen mit Blick auf die Digitalisierung sind weitgehend deckungsgleich. Sie drehen sich immer um Vereinfachung und Automatisierung der Geschäfts- und Entscheidungsfindungsprozesse, Effizienzsteigerung, Verkürzung der Reaktions- und Durchlaufzeiten, Individualisierung der Kundenbeziehungen und Steigerung der Innovationskraft, wie Phillipp Ziegler von MSM Research in einem Fachbeitrag schreibt. Für 2020 rechnet er mit einem Anstieg der Ausgaben für KI auf insgesamt 340 Millionen Franken. Darin inbegriffen sind Hardware, Apps, Customizing, Connectivity, Security, Analytics, Beratung, Schulung, Integrationsservices, Betrieb, Plattformen und Business-Services.

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