Spam macht 2025 fast die Hälfte des E-Mail-Verkehrs aus
Im Jahr 2025 war fast jede zweite E-Mail eine Spam-Nachricht. Kaspersky verzeichnete im vergangenen Jahr eine Zunahme schädlicher oder unerwünschter E-Mails um 15 Prozent. Die aktuellen Trends der Spam-Betrüger umfassen unter anderem die Kombination verschiedener Kommunikationskanäle, Umgehungstechniken und den Missbrauch von Plattformen.
Spam-Nachrichten haben im vergangenen Jahr 45 Prozent des globalen E-Mail-Verkehrs ausgemacht. Zu diesem Schluss kommt Kaspersky in seinem aktuellen Spam- und Phishing-Report für 2025. Für den russischen Cybersecurity-Anbieter umfasst Spam nicht nur Werbung, sondern auch Phishing, Betrug und Malware. Die Zahl an unerwünschten oder schädlichen E-Mail-Anhängen, die an private und geschäftliche Anwender gesendet wurden, stieg im vergangenen Jahr laut Mitteilung um 15 Prozent auf über 144 Millionen.
Die meisten Vorfälle (30 Prozent) verzeichnet Kaspersky in der Asien-Pazifik-Region, gefolgt von Europa (21 Prozent). Die weiteren Regionen sind Lateinamerika (16 Prozent), der Nahe Osten (15 Prozent), Russland und die GUS (12 Prozent) sowie Afrika (6 Prozent).
Aktuelle Betrugstrends
Cyberkriminelle setzen laut Kaspersky zunehmend auf die Kombination verschiedener Kommunikationskanäle. Dabei werden Empfänger von E-Mails zum Kontakt auf Messenger oder per Telefon verleitet, um sie danach auf gefälschte Webseiten zu locken oder Daten abzugreifen. Die Lieblingsziele der Kriminellen sollen 2025 insbesondere Whatsapp und Telegram gewesen sein.
Zur Umgehung von Sicherheitsmechanismen nutzen Phishing-E-Mails auch vermehrt verschiedene Verschleierungstechniken, etwa Link-Schutzdienste oder QR-Codes in E-Mails oder PDF-Anhängen. Zudem missbrauchen Betrüger laut Bericht legitime Plattformen wie beispielsweise OpenAI, um Spam von vertrauenswürdigen Adressen aus zu versenden. Weiter verfeinere sich auch der Betrug mittels Business-E-Mail-Compromise(BEC)-Angriffen, bei denen sich Kriminelle oft als Vorgesetzte ausgeben.
"Im Jahr 2025 haben wir eine zunehmende Raffinesse bei zielgerichteten E-Mail-Angriffen beobachtet. Selbst kleinste Details werden in diesen Kampagnen sorgfältig ausgearbeitet - von der Gestaltung der Absenderadressen bis hin zur gezielten Anpassung der Inhalte an reale Unternehmensereignisse und interne Prozesse", lässt sich Roman Dedenok, Anti-Spam-Experte bei Kaspersky, zitieren. Der einfache Zugang zu generativer KI verstärke diese Bedrohungen zusätzlich, ergänzt er. Angreifer könnten mit wenig Aufwand überzeugende Phishing-Nachrichten erstellen und diese auf ihre Zielpersonen zuschneiden.
Übrigens: Fast jede zweite Spam-Nachricht wird mittlerweile auch von der KI verfasst. Lesen Sie hier mehr dazu.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen Sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Set Phasers to Funk
Sichere Netzwerke – das Fundament für das KI-Zeitalter
Fast jedes vierte Smartphone kommt von Apple
Phisher ködern mit Gratisangebot nach gefälschter Galaxus-Umfrage
ISE 2026: Deshalb sollte die AV-Branche IT-Sicherheit stärker fokussieren
KI entlastet nicht - sie erhöht das Burnout-Risiko
Unternehmensportrait und Statement
Wie Cyberkriminelle KI-Assistenten missbrauchen
Spam macht 2025 fast die Hälfte des E-Mail-Verkehrs aus