KI-Sandbox

Kanton Zürich testet fünf KI-Anwendungen

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von Andreas Huber und rja

Im Rahmen der "Innovation-Sandbox" hat der Kanton Zürich fünf Projekte durchgeführt. Die Testszenarien reichten von Baubewilligungsverfahren über eine digitale Augenklinik bis zu Inspektionsrobotern.

(Source: 422737 / Pixabay.de)
(Source: 422737 / Pixabay.de)

Der Kanton Zürich hat die zweite Runde seiner "Innovation-Sandbox" abgeschlossen. Dabei handelt es sich um eine Testumgebung für KI-Projekte. Sie soll "verantwortungsvolle Innovation" fördern, wie es auf der Website des Kantons Zürich heisst.

KI-Assistenz für Baubewilligungen

Der Kanton stellte die KI-Sandbox erstmals 2022 vor. im Rahmen der nun durchgeführten zweiten Phase wählte der Kanton aus 24 Projekten fünf konkrete KI-Anwendungsfälle aus, darunter das Projekt "KI bei Baubewilligungen". Dabei untersuchte die Innovation-Sandbox mit den Projektpartnern Gossweiler Ingenieure, Byte Studio und Nokema, wie KI komplexe Baubewilligungsverfahren sinnvoll unterstützen kann. Dazu habe man einen Prototypen für einen KI-gestützten Vorabcheck im Meldeverfahren, zum Beispiel für Solaranlagen, Wärmepumpen oder Ladestationen, entwickelt. Dieser sollte Gesuchstellende unterstützen, damit diese frühzeitig erkennen, ob Unterlagen vollständig und wo formale Angaben unzureichend sind. Bearbeitung und inhaltliche Beurteilung des Baugesuchs seien jedoch weiterhin Sache der zuständigen Behörden. Das Projekt sei in Abstimmung mit der Baudirektion und gestützt auf reale Baubewilligungsdaten der Stadt Kloten durchgeführt worden. 

Bild von Carmen Walker Späh.

Carmen Walker Späh, Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich. (Source: Kanton Zürich)

"Der Kanton Zürich will das Potenzial von künstlicher Intelligenz dort nutzen, wo es den Menschen konkret entlastet", äussert sich Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh dazu. "Das Projekt zu den Baubewilligungen zeigt exemplarisch, wie verantwortungsvoll eingesetzte KI zu besseren Eingaben und mehr Effizienz beitragen kann - ohne die Entscheidungskompetenz und die Verantwortung der Behörden zu schwächen". 

Dokumentieren, untersuchen und überwachen

Neben dem Baubewilligungs-Projekt habe man aus vier weiteren Sandbox-Projekten Erkenntnisse gewonnen. 

  • Medizinische Dokumentation: Hier wurde anhand der Firma MPAssist untersucht, wie künstliche Intelligenz Ärztinnen und Ärzte beim Transkribieren und Strukturieren medizinischer Berichte entlasten kann. 
  • Digitale Augenklinik: Mit der Augenklinik des Stadtspitals Triemli und der Spross-Stiftung zur Förderung der Augenheilkunde wurde geprüft, wie KI die Auswertung von Netzhautbildern in der klinischen Praxis unterstützen kann.
  • Sensorbasierte Brückenüberwachung: Das Projekt beschäftigte sich in Zusammenarbeit mit Irmos Technologies und der Schweizerischen Südostbahn mit der Frage, wie Daten und KI dazu beitragen können, den Zustand einer Bahnbrücke in Wädenswil präziser zu beurteilen und Unterhaltsentscheide besser zu planen.
  • Autonome Inspektionsroboter: Hier wurde mit dem Zürcher Unternehmen ANYbotics zusammen untersucht, unter welchen Voraussetzungen Robotiksysteme für Inspektionen in kritischer Infrastruktur, etwa in Energieanlagen, eingesetzt werden können. 

Isabell Metzler, Kommunikationsverantwortliche der Innovation Sandbox; Raphael von Thiessen, Programmleiter, und Stephanie Volz, Regulierungsexpertin (v.l.) beim Erhalt des Digital Economy Award 2025 für die Innovation-Sandbox.

Isabell Metzler, Kommunikationsverantwortliche der Innovation Sandbox; Raphael von Thiessen, Programmleiter, und Stephanie Volz, Regulierungsexpertin (v.l.) beim Erhalt des Digital Economy Award 2025 für die Innovation-Sandbox. Source: Kanton Zürich / Eduard Meltzer Photography

"Die zweite Phase der KI-Sandbox zeigt, dass die künstliche Intelligenz vor allem dort Mehrwert schafft, wo sie konkrete, praxisnahe Aufgaben unterstützt", sagt Raphael von Thiessen, Programmleiter KI-Standort im Amt für Wirtschaft.

Mittlerweile hat bereits die Evaluation der Bewerbungen für die dritte Phase der KI-Sandbox begonnen, wie der Kanton schreibt. 

 

Übrigens entwickelt die Informatikbehörde des Kantons Zürich eine KI-Assistenz für die Verwaltung. Was die Datenschutzbehörde davon hält, lesen Sie hier.

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N5JEtERf