Digitale Vermögensverwaltung

Temenos übernimmt Zürcher Fintech Additiv

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von Joël Orizet und Netz-KI Bot und dwi

Der Genfer Bankensoftware-Anbieter Temenos kauft das Zürcher Fintech Additiv. Mit der Übernahme will das Unternehmen sein Angebot für die digitale Vermögensverwaltung stärken und den Einsatz von KI zur Steuerung komplexer Finanzprozesse vorantreiben.

(Source: Andrii / stock.adobe.com)
(Source: Andrii / stock.adobe.com)

Der Bankensoftware-Hersteller Temenos übernimmt das Zürcher Fintech Additiv. Mit dem Deal will Temenos seine Position im Markt für digitale Vermögensverwaltung ausbauen und zusätzliche KI-Funktionen für die Orchestrierung von Finanzdienstleistungen integrieren, wie das Unternehmen mitteilt.

Additiv entwickelt eine Plattform, die verschiedene Prozesse, Anwendungen und Datenquellen in Finanzinstituten zusammenführt. Banken, Vermögensverwalter und Versicherungen nutzen die Plattform, um digitale Angebote aufzubauen und Kundinnen sowie Kunden über unterschiedliche Kanäle hinweg zu betreuen. Nach Abschluss der Transaktion wird Additiv Teil der Temenos-Gruppe, den eigenen Namen jedoch weiterführen.

Mehr KI für die Vermögensverwaltung

Für Temenos ist die Übernahme vor allem im Geschäft mit der Vermögensverwaltung von Bedeutung. Das Unternehmen ergänzt sein bestehendes Angebot um Funktionen für sogenannte Mass-Affluent-Kundschaft - also vermögende Privatpersonen unterhalb des klassischen Private-Banking-Segments. Gleichzeitig erhält Temenos Zugriff auf eine Orchestrierungsschicht, die Prozesse automatisiert koordiniert und KI-Technologien einbindet.

Nach Angaben von Additiv nutzen rund 30 Unternehmen aus den Bereichen Vermögensverwaltung, Banking und Versicherung weltweit die Plattform. Das Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeitende und unterhält ausser dem Hauptsitz in Zürich Niederlassungen in Singapur, Frankfurt, Dubai, London, Jakarta und Makati City auf den Philippinen.

Temenos sieht in der Technologie auch Potenzial über die Vermögensverwaltung hinaus. Künftig sollen sich damit komplexere Abläufe wie Kontoeröffnungen, Kreditprozesse oder andere digitale Kundenreisen stärker automatisieren lassen. Die Software soll Banken helfen, Daten, Anwendungen und Kundeninteraktionen über verschiedene Systeme hinweg zu verknüpfen.

Die Übernahme erfolgt je zur Hälfte gegen Barzahlung und Temenos-Aktien. Finanzielle Details nennt das Unternehmen nicht. Der Abschluss steht noch unter Vorbehalt der üblichen Genehmigungen. Temenos rechnet mit dem Vollzug im dritten Quartal 2026. Das von Additiv-Gründer Michael Stemmle geführte Managementteam soll das Unternehmen danach weiterhin eigenständig führen.

 

Übrigens: Im August 2026 bekommt Temenos einen neuen Finanzchef: Daniel Schmucki, derzeit CFO der Six-Gruppe, übernimmt die Funktion beim Genfer Hersteller von Bankensoftware - mehr dazu lesen Sie hier

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