Research

Strategische Agilität und Datensouveränität im Fokus von Schweizer ICT-Chefs

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Der Schweizer ICT-Markt durchläuft eine fundamentale Transformation. Wie unsere aktuellen Studienergebnisse zeigen, wird der ICT-Markt in der Schweiz mittlerweile zu über 76 Prozent durch externe Services – inklusive Cloud-Lösungen und Custom Software – bestimmt.

(Source: Tackey - stock.adobe.com)
(Source: Tackey - stock.adobe.com)

Der klassische Betrieb im eigenen Hause mit eigenen Ressourcen und den entsprechenden Investitionen in Hardware und On-Premises-Software macht nur noch einen kleineren Anteil aus. Der ICT-Markt ist endgültig zu einem Dienstleistungsmarkt geworden, der überwiegende Teil der gesamten ICT-Ausgaben fliesst an externe Serviceanbieter. 

Strategische Flexibilität schlägt reine Kosteneinsparung

Innerhalb dieser externen Services dominieren Outsourcing- und Cloud-Modelle mit einem Anteil von 67 Prozent den Markt für Dienstleistungen. Die kontinuierliche Verlagerung von Verantwortung und Infrastruktur in die Cloud ist und bleibt auch auf absehbare Zeit der zentrale Wachstumsmotor im Schweizer ICT-Services-Markt. Interessant ist dabei die Verschiebung der Managementprioritäten: Die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist nicht primär der Wunsch nach Kosteneinsparung. Vielmehr stehen strategische Aspekte wie Agilität, betriebliche Flexibilität, Transparenz und die notwendige Entlastung der eigenen, oft knappen ICT-Ressourcen im Vordergrund. 

Die hybride Realität in Schweizer Unternehmen

Ein Blick auf die Ausgestaltung der aktuellen ICT-Infrastrukturen zeigt, dass die befragten Schweizer Unternehmen einen sehr pragmatischen, risikobewussten Cloud-Kurs fahren. Die zu 100 Prozent reine Public-Cloud-Strategie spielt derzeit praktisch keine Rolle. Stattdessen dominiert die Hybrid Cloud, 41 Prozent der befragten Unternehmen setzen auf ein Modell, bei dem die Public Cloud zwar für unkritische Dienste genutzt wird, das geschäftskritische Kernbusiness jedoch On-Premises oder bei lokalen Partnern verbleibt. 

Mehr als jedes vierte Unternehmen hat sich für den Private-Cloud-Betrieb entschieden, der vollständig von einem Schweizer ICT-Dienstleister in seinen lokalen Rechenzentren bereitgestellt wird. Demgegenüber steht jedes fünfte Unternehmen, das eine Hybrid-Cloud mit Fokus auf Hyperscaler und lokale Strukturen nur als Backup oder für Legacy-Systeme betreibt. Der traditionelle, reine On-Premises-Betrieb, das heisst gemanagt von eigenen Fachkräften, in ­eigenen Räumlichkeiten, ist mittlerweile zur Seltenheit geworden. 

Der ICT-Chef als strategischer Orchestrator

Die Studienergebnisse machen deutlich, dass sich der Schweizer ICT-Markt weg von der reinen Eigenverwaltung hin zu einem hochgradig dynamischen Dienstleistungsmarkt bewegt. Dabei agieren Schweizer ICT-Verantwortliche mit einem klaren Bewusstsein für Risiko und Souveränität: Die Dominanz hybrider Infrastrukturen und lokaler Schweizer Cloud-Modelle zeigt, dass der Schutz geschäftskritischer Daten und das Vertrauen in Schweizer Partner (Swissness) unverändert die Eckpfeiler der digitalen Strategie bilden.

Der Wandel wird nicht mit einem primären Blick auf den Franken angetrieben, sondern um Agilität zu gewinnen, Transparenz zu schaffen und die knappen internen ICT-Ressourcen für wertschöpfende Kernaufgaben einzusetzen. Der ICT-Chef von morgen ist kein Verwalter von Serverräumen mehr, sondern der strategische Orchestrator eines hybriden Ökosystems. Wer diese Balance aus globaler Cloud-Power, lokaler Datensouveränität und agiler Flexibilität meistert, sichert sich den entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einem volatilen Marktumfeld.

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