Lastminute streicht wegen KI rund 400 Stellen
Lastminute richtet sein Geschäft stärker auf künstliche Intelligenz aus. Der Online-Reiseanbieter baut zu diesem Zweck rund ein Viertel der Stellen ab. Bis 2027 sollen die Massnahmen Einsparungen von jährlich 16 Millionen Euro bringen.
Lastminute treibt den Einsatz von künstlicher Intelligenz voran und baut dafür Stellen ab. Der in den Niederlanden domizilierte Online-Reiseanbieter mit Standort in Chiasso will rund 25 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen und gleichzeitig stärker in KI-Technologien investieren.
Nach Angaben des Unternehmens sind mehrere Länder betroffen. Im Geschäftsbericht 2025 weist die Gruppe per Ende Jahr 1628 Mitarbeitende aus. Der angekündigte Abbau von 25 Prozent entspräche somit rund 400 Stellen. Bis Ende 2026 will das Unternehmen die Reorganisation abschliessen. Ab 2027 erwartet Lastminute jährliche Kosteneinsparungen von rund 16 Millionen Euro.
Die eingesparten Mittel will Lastminute vor allem in den Ausbau seiner KI-Kompetenzen investieren. Geplant sind unter anderem Investitionen in KI-Funktionen für Kundenanwendungen, den Ausbau der Dateninfrastruktur sowie zusätzliche Fachkompetenzen in technologiebezogenen Schlüsselbereichen.
"Es ist eine schwierige Entscheidung, aber wir halten sie für notwendig", lässt sich Lastminute-CEO Alessandro Petazzi in der Mitteilung zitieren. Und weiter: "Wir werden unsere Kolleginnen und Kollegen während dieses Übergangs bestmöglich unterstützen."
Übrigens: Eine aktuelle EY-Umfrage kommt zum Schluss, dass KI in Schweizer Unternehmen bislang nur vereinzelt zu Stellenabbau führt, während gleichzeitig neue KI-Jobs entstehen - mehr dazu lesen Sie hier.
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