Zahlen von Check Point

Cyberangriffe in der Schweiz steigen im Juli um 35 Prozent

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von Andreas Huber und rja

Die Zahl der Cyberangriffe in der Schweiz hat im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent zugenommen. Weltweit stellt Check Point zudem einen überraschend starken Anstieg an Ransomware-Angriffen fest. Auch die Anzahl von Cyberbedrohungen hat zugenommen.

(Source: Maksim Kabakou / Fotolia.com)
(Source: Maksim Kabakou / Fotolia.com)

Schweizer Unternehmen und Organisationen haben im Juli 2026 durchschnittlich 1489 Cyberangriffe pro Woche verzeichnet. Das entspricht einer Steigerung von 35 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie der Anbieter von Cybersecurity-Lösungen Check Point im aktuellen Cyber Threat Report mitteilt. 

Im Vergleich mit den anderen DACH-Ländern Deutschland und Österreich liegt die Schweiz laut dem Cybersecurity-Unternehmen damit im Mittelfeld. In Deutschland wurden demnach 1723 Cyberangriffe pro Woche festgestellt, was einem Zuwachs von 40 Prozent entspreche. In Österreich fiel das Wachstum gemäss Check Point mit 34 Prozent etwas geringer aus, allerdings auf einem höheren Niveau, mit 2314 beobachteten Angriffen pro Woche und Organisation.

"Erneut verzeichneten wir einen Anstieg der Attacken auf Schweizer Organisationen und die Schlagzeilen über die Opfer sprechen für sich. Vor allem Phishing und Ransomware befinden sich unter den gängigsten Angriffstechniken. Unsere Daten zeigen, dass Cyberkriminelle es im Juli vor allem auf Behörden, Krankenhäuser, Medizintechnik- und Handelsunternehmen abgesehen hatten", erklärt Marco Pierro, der Country Manager Schweiz bei Check Point Software. 

Marco Pierro, Country Manager Schweiz bei Check Point.

Marco Pierro, Country Manager Schweiz bei Check Point. (Source: zVg)

Bildungssektor weiterhin am stärksten betroffen

Mit durchschnittlich 4848 Angriffen pro Woche und Organisation bleibt der Bildungssektor gemäss den Zahlen von Check Point die am stärksten von Cyberangriffen betroffene Branche weltweit, gefolgt vom öffentlichen Sektor (3044) und der Telekommunikationsbranche (2927). Die Zahl der Cyberangriffe sei im Juli insbesondere in Europa stark angestiegen - um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Risiken im Zusammenhang mit GenAI würden zudem zu einem alltäglichen Geschäftsthema, schreibt Check Point. Jeder 36. Prompt berge ein hohes Risiko für den Verlust von sensiblen Daten, und 88 Prozent der Firmen, die GenAI regelmässig nutzten, seien von risikoreichen Anfragen betroffen. Risikoreich bleiben auch E-Mails: Jede 128. Nachricht sei als Phishing eingestuft worden. 

Ransomware nimmt massiv zu

Die deutlichste Veränderung im Juli betreffe Ransomware, schreibt Check Point. Die Zahl weltweit gemeldeter Angriffe war demnach um 49 Prozent höher als im Vormonat und um 87 Prozent höher als im Vergleich zum Juli 2025. Am stärksten sei hierbei weiterhin der Sektor "Unternehmensdienstleistungen" betroffen mit einem Anteil von 32 Prozent. "Industrie" komme auf 14 Prozent, "Konsumgüter und Dienstleistungen" auf 13 Prozent. 28 Prozent der Angriffe entfielen laut Check Point auf Europa. 

Unter den aktivsten Ransomware-Gruppen halten sich laut Mitteilung "The Gentlemen" und "Qilin" mit je 14 Prozent aller veröffentlichter Angriffe. "Deadlock" erreichte mit 97 gemeldeten Opfern 10 Prozent Anteil. 

"Die Gruppe "The Gentlemen" wählt gezielt mit dem Internet verbundene Geräte (VPNs, Firewalls) als Einstiegspunkt aus und verschlüsselt, sobald sie sich Zugang verschafft hat, innerhalb weniger Stunden das gesamte Netzwerk. Die mit der RaaS-Gruppe "Qilin" verbundenen Partner sind dafür bekannt, doppelte Erpressungstaktiken anzuwenden", sagt Patrick Fetter, Lead Sales Engineer und Cyber Security Evangelist bei Check Point Software. 

Patrick Fetter, Lead Sales Engineer und Cyber Security Evangelist bei Check Point.

Patrick Fetter, Lead Sales Engineer und Cyber Security Evangelist bei Check Point. (Source: zVg)

 

Die wichtigsten Zahlen von Check Point für den Vormonat finden Sie übrigens hier

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