Sunrise steigt ins Geschäft mit Smartbrillen ein
Sunrise-Kunden und -Kundinnen können neu die AI Glasses von Meta beim Telko kaufen. Die Smartbrillen sollen KI zu einem natürlichen Begleiter im Alltag machen. Die Geräte, die auch Videoaufnahmen in der Öffentlichkeit machen können, sind jedoch nicht unumstritten.
Seit Anfang Oktober hat Sunrise etwas Neues im Angebot: die AI Glasses des US-amerikanischen Anbieters Meta. Kundinnen und Kunden sollen verschiedene Ausführungen der Smartbrillen in ausgewählten Shops des Telkos selbst ausprobieren können.
Bis die Demo-Geräte in diesen Shops bereitstehen, könnte es aber noch bis zu ein paar Wochen dauern, wie der Mitteilung des Telkos zu entnehmen ist. Nach eigenen Angaben ist Sunrise der erste Telko, der Metas AI Glasses anbietet.
"Mit den Meta AI Glasses sehen wir die Chance, unseren Kundinnen und Kunden bereits heute einen echten Mehrwert zu bieten und gleichzeitig den Weg in eine Zukunft zu ebnen, in der auch Brillen selbstverständlich mit unserem Netz verbunden sind", sagt Wolfgang Elsässer, Chief Consumer Officer Main Brand bei Sunrise. Mit den Smartbrillen werde KI "zu einem natürlichen Begleiter im Alltag".

Wolfgang Elsässer, Chief Consumer Officer Main Brand bei Sunrise. (Source: zVg)
Der Telko stellt fünf Ausführungen der AI Glasses vor auf seiner Website - darunter die Kooperationen mit Ray-Ban und Oakley. Die folgenden Modelle sind zu den folgenden Preisen erhältlich:
- Meta Adventurer: ab 269 Franken (oder ab 11.20 Franken pro Monat für zwei Jahre)
- Meta Fury: 269.00 Franken (oder 11.20 Franken pro Monat für zwei Jahre)
- Ray-Ban Meta Wayfarer (Gen 2): ab 429 Franken (oder ab ab 17.85 Franken pro Monat für zwei Jahre)
- Oakley Meta Vanguard: 559 Franken (oder 23.25 Franken pro Monat für zwei Jahre)
- Oakley Meta HSTN: 509 Franken (oder 21.20 Franken pro Monat für zwei Jahre)

Die Oakley Meta Vanguard ist für 559 Franken erhältlich. (Source: Meta)
Smartbrillen stossen auch auf Kritik
Die Smartbrillen haben nicht nur einen eingebauten KI-Assistenten - sie können auch Videos aufnehmen oder direkt in Echtzeit übertragen. Es ist vor allem dieses Feature, das zuweilen auf Kritik stosst. So geriet Meta etwa im März in die Schlagzeilen, weil mitunter intime Aufnahmen von AI-Glasses auf den Bildschirmen von Mitarbeitenden eines Meta-Subunternehmers in Kenia gelandet sind (lesen Sie hier mehr dazu). Wie diverse Medien berichten, soll es in den USA auch zu Fällen gekommen sein, in denen Personen ohne ihr Wissen gefilmt wurden. Diese Aufnahmen seien anschliessend auf Social-Media-Plattformen aufgetaucht.

Die Ray-Ban Meta Wayfarer (Gen 2). (Source: Meta)
Zwar zeigt eine LED an, wenn die Brille gerade filmt, wie Sunrise auf der Produktseite schreibt. Aber solche Indikatoren lassen sich auch umgehen. Der Telko schreibt dazu: "Sunrise erteilt keine Rechtsberatung. Die Kunden sind selbst dafür verantwortlich, das Gerät gesetzeskonform und verantwortungsvoll zu verwenden."
Die User seien für alle Fotos, Videos und anderen Inhalte verantwortlich. Sunrise würde weder überwachen, noch prüfen, was die Kundschaft aufnimmt. Der Telko greife auch nicht darauf zu. Die Verarbeitung der Daten unterliege den Geschäftsbedingungen des Geräte- und Dienstanbieters.
Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Meta hat Ende September auch eine Virtual-Reality-Brille namens VR Glasses vorgestellt. Sie wiegt rund 100 Gramm, Rechenleistung und Akku sind in einem separaten Modul untergebracht. Zudem präsentierte der Konzern mit dem Muse Charm einen tragbaren KI-Agenten, der alltägliche Aufgaben verwalten soll, wie Sie hier nachlesen können.
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