Report von Omdia

Markt für OLED-Monitorpanels wächst um fast 80 Prozent

Uhr
von Elia Ferrari und jor

Omdia rechnet für 2026 weltweit mit 6,1 Millionen ausgelieferten OLED-Panels für Monitore. Das wären 79 Prozent mehr als im Vorjahr. Der grösste Abnehmer bleibt Asus.

(Source: Markus Spiske / unsplash.com)
(Source: Markus Spiske / unsplash.com)

Der zunehmende Wettbewerb unter den Monitormarken und die wachsenden Produktionskapazitäten treiben den OLED-Markt auch dieses Jahr an. Insgesamt erwartet Marktforscher Omdia für das Jahr 2026 weltweit bis zu 6,1 Millionen Auslieferungen von OLED-Panels. Für 2027 prognostiziert das Unternehmen einen Anstieg auf bis zu 7,5 Millionen ausgelieferte Einheiten. 

Asus vor MSI

Asus belegt mit 23 Prozent der weltweiten Auslieferungen laut Omdia den ersten Platz bei den Abnehmern von OLED-Monitorpanels. Dahinter liegen MSI mit 14 Prozent, Samsung, TPV, LG Electronics, Dell, Acer und Lenovo. 

Prognose der OLED-Lieferungen.

Asus, Samsung, LG und Dell setzten früh auf OLED-Monitore und zählten zwischen 2023 und 2025 zu den wichtigsten Abnehmern entsprechender Panels, wie Omdia schreibt. Inzwischen setzen auch Hersteller wie HKC, KTC und Gigabyte auf OLED. Deshalb dürften die Anteile der frühen Abnehmer 2026 sinken, obwohl die Gesamtzahl der ausgelieferten Panels steigt.

Neue Hersteller aus China

Bislang belieferten gemäss Omdia vor allem Samsung Display und LG Display den OLED-Panel-Markt. 2026 kommt mit TCL China Star jedoch ein neuer Konkurrent hinzu, der OLED-Panels im Tintenstrahldruckverfahren (Inkjet Printing) herstellt. Laut Report plante TCL China Star, ab dem dritten Quartal 2026 27-Zoll-Panels für einen Creator-Monitor von MSI zu liefern. Für 2028 sieht Omdia den Produktionsstart eines weiteren TCL-Werks vor. Dort soll das Unternehmen unter anderem Panels mit 32 und 34 Zoll und Bildwiederholfrequenzen von bis zu 700 Hertz herstellen.

Preise sinken um über 40 Prozent

Gängige 27-Zoll-Gaming-Monitore mit 240 Hz sind 2026 laut Omdia um mehr als 40 Prozent günstiger geworden. Premium-OLED-Monitore kosteten im ersten Halbjahr 2026 rund 350 US-Dollar. Bis 2027 dürften die Preise laut Omdia auf rund 300 US-Dollar sinken. Der wichtigste Wachstumstreiber der OLED-Panel-Branche bleibe der Gaming-Markt. Weiteres Potenzial sieht Omdia bei der Content-Erstellung und im kommerziellen Einsatz. 

 

Forschende der ETH Zürich stellen übrigens einen Fotolack entwickelt, aus dem sie winzige farbige Leuchtpixel herstellen können. Daraus könnte man möglichterweise besonders kleine und scharfe Bildschirme herstellen. Mehr zur Displayforschung der ETH lesen Sie hier.

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