Asiatische Onlineshops missbrauchen Vertrauen mit Swiss-Washing
Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) erhält zahlreiche Meldungen über fragwürdige Onlineshops. Viele davon betreiben sogenanntes "Swiss-Washing". Dabei geben sich ausländische Shops als lokale Schweizer Plattformen aus.
Betrüger nutzen das Vertrauen in den Schweizer Onlinehandel aus, indem sie ihre ausländischen Onlineshops als Schweizer Shops ausgeben. Oft werden über solche Websites minderwertige Waren aus Fernost zu überteuerten Preisen angeboten, wie das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) mitteilt.
So sieht die Masche aus
Solche betrügerischen Onlineshops hätten aktuell oft eine .ch-Internetadresse, deren Domainnamen meist einen weiblichen Vornamen und den Namen einer Schweizer Stadt enthalten. Ein weiteres Signal seien permanent reduzierte Preise, oft begründet mit einer Liquidation. Meist finde sich ausserdem eine Geschichte über die Gründung des Unternehmens in der Schweiz auf den Seiten.
Beim Impressum gebe es ebenfalls meist Auffälligkeiten. Bei einigen fehle das Impressum, bei anderen werde nur eine Einzelperson oder eine Briefkastenfirma in England, Portugal oder den Niederlanden genannt. In den Rücknahmebedingungen finde man ausserdem oft einen Vermerk, dass sich das Hauptlager in Asien befinde. Die Quelltexte der Seiten enthielten ferner Bilddateien mit "ChatGPT_Image" im Dateinamen.
Schlechte Ware aus Asien - oder gar nichts
Bestellt man auf einer solchen Website, kommt die Ware entweder gar nicht an, oder sie wird aus Asien geliefert und enttäuscht hinsichtlich der Qualität, wie das BACS weiter schreibt.
Das BACS rät, sich nicht auf .ch-Seiten zu verlassen. Ein Blick ins Impressum und in die Refund-Policy könne helfen, Swiss-Washing frühzeitig zu erkennen. Auch wenn die Bilder zu perfekt wirken, sei Vorsicht geboten. Allfällige Vorfälle sollten dem Staatssekretariat für Wirtschaft und Konsumentenschutzorganisationen gemeldet werden. Bei finanziellen Schäden könne bei der Polizei Anzeige erstattet werden.
Übrigens: Wo bei Schadsoftware Vorsicht geboten ist, und wo nicht, lesen Sie hier.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen Sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Igel engagiert langjährigen Zero-Trust-Experten des US-Verteidigungsministeriums
Cisco schliesst bereits ausgenutzte Sicherheitslücke im Secure Email Gateway
Check Point warnt vor Sicherheitslücken in Open-Source-LLM-Gateway
Wenn die IT mit der Spitex mitwächst
Schweiz ermöglicht Gehörlosen Telefonate rund um die Uhr - aber nicht per Video
Zeix macht KI alltagstauglich
Offerz wird Opfer eines Hackerangriffs
Asiatische Onlineshops missbrauchen Vertrauen mit Swiss-Washing
Twilight wäre ein viel kürzerer Film, wenn Blade vorkommen würde