CPX 360 Wien

Check Point will mit Nano-Agenten DevOps sicherer machen

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von Coen Kaat

Check Point hat zur CPX 360 nach Wien geladen. An seinem Hausevent sprach der israelische IT-Security-Anbieter über die Notwendigkeit zur Konsolidierung und über Check Point Infinity – eine quelloffene Sicherheitslösung, die einen neuen Ansatz verfolgt, um die IT vor Cyberbedrohungen abzusichern.

Gil Shwed, Gründer und CEO von Check Point. (Source: Netzmedien)
Gil Shwed, Gründer und CEO von Check Point. (Source: Netzmedien)

Der israelische IT-Security-Anbieter Check Point hat seinen bisher grössten Event veranstaltet. Fast 4000 Personen kamen gemäss CMO Peter Alexander dafür nach Wien. Genug, um das Messegelände nahe dem bekannten Vergnügungspark im Wiener Prater ordentlich "voll" erscheinen zu lassen.

Mit den Worten "Dies sind sehr aufregende Zeiten für uns alle in der Cybersecurity-Branche", begrüsste Gil Shwed, Gründer und CEO von Check Point, das Publikum. Die durchschnittlichen Ausgaben für die IT-Abwehr in Unternehmen seien um 11 Prozent gestiegen. Jedoch werde dieses Geld nicht richtig investiert, denn die Cyberabwehr sei schwächer als zuvor.

Im Rahmen der CPX stellte Check Point auch ein neues Partnerprogramm vor. Was "Check PointS" zu bieten hat, lesen Sie hier.

Detection wehrt noch keine Angriffe ab

Für den CEO ist klar: "Viele halten noch immer an der Detection-Mentalität fest." Unternehmen würden sich darauf fokussieren, Cyberbedrohungen zu erkennen. "Aber wenn man einen Angriff erkennt, ist es bereits zu spät", sagte er. Zu dem Zeitpunkt könnten die Angreifer bereits Daten gestohlen und Infrastrukturen zerstört haben. "In nur wenigen Sekunden kann sehr viel in die falschen Hände geraten", sagte Shwed.

Fast 4000 Teilnehmer kamen zur CPX 360 nach Wien. (Source: Netzmedien)

Statt einer Detection- müssten Unternehmen eine Prevention-Mentalität entwickeln. Ein wichtiger Schritt hierbei sei, dass Unternehmen auf eine konsolidierte IT-Security-Architektur setzen. Das Security-Unternehmen nennt den Ansatz Check Point Infinity.

Diese Idee hatte das Unternehmen bereits vergangenen Sommer vorgestellt. Was es damit meint, erklärt Check Point in diesem Video:

In Wien sprach das Unternehmen nun über Infinity 2.0. Mit diesem neuen Ansatz sollen Unternehmen alles absichern können, versprach Itai Greenberg, Vice President Product Management & Product Marketing bei Check Point.

Eine Cloud, viele Agenten

Im Zentrum steht eine Cloud, in die das Unternehmen alle seine bisherigen Technologien vereint – und die stetig mit neuen Features erweitert werden soll. Die einzelnen Assets – also alles, was beschützt werden soll – erhalten jeweils einen sogenannten Nano Agent.

Nano Agents sind weniger als 5 Megabyte gross. Die Software funktioniert im Tandem mit der Infinity-Cloud. Jede Art von Asset erhält einen eigenen dedizierten Agenten. So soll es einen Nano Agent für Desktops und für virtuelle Maschinen geben, einen für Android-Geräte, einen für iOS-Geräte, einen für jedes IoT-Gerät, einen für Kubernetes-Container und so weiter.

Zu finden seien die Nano Agents auf einem Marktplatz vergleichbar mit dem Google Play Store. Sobald neue Features in der Cloud verfügbar seien, wüssten die Agenten auch schon, wie sie diese nutzen könnten.

Für DevOps – aber nicht nur

Die ersten Nano Agents sollen noch in diesem Jahr auf Github veröffentlicht werden. Das Unternehmen setzt bei seiner konsolidierten Architektur auf Open Source und Rest API. So will es eine Community aufbauen, in der Partner eigene Agenten entwickeln und ihren Mehrwert einbringen könnten.

Itai Greenberg, Vice President Product Management & Product Marketing bei Check Point. (Source: Netzmedien)

Die Lösung richtet sich primär an DevOps-Unternehmen, präzisierte Greenberg im Gespräch. Zunächst. Denn sämtliche Unternehmen entwickeln sich immer mehr zu Softwareunternehmen.

"Eine typische Bank hat zahlreiche Softwareentwickler angestellt. Das gleiche gilt auch für Versicherungsgesellschaften, Autohersteller, Hotelketten und so weiter", sagte Greenberg. Die Innovationskraft dieser Unternehmen komme von der raschen Entwicklung. Und mit Check Point Infinity soll diese Entwicklung abgesichert werden – ohne dass sie dabei an Tempo verliert.

Auch auf der eigenen Infrastruktur

Und wo soll die Infinity Cloud stehen? "Überall", sagte Shwed. Check Point werde die Lösung in seiner eigenen Cloud hosten, wolle aber auch die Public Cloud nutzen.

Unternehmen könnten aber auch eine kleinere Version der Infinity Cloud in ihrem Unternehmen laufen lassen oder in den eigenen Cloud Accounts. "Dadurch würde alles wie gewohnt funktionieren, aber Latenz und Datenschutz seien kein Thema mehr", ergänzte Greenberg.

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