IT-SA 2019

Was die IT-SA zur "Home of IT-Security" macht

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von Coen Kaat

Vom 8. bis zum 10. Oktober hat in Nürnberg die IT-SA 2019 stattgefunden. Die Fachmesse für IT-Security brachte über 750 Aussteller zusammen. Was die Messe für Fachbesucher interessant macht, sagen die Spezialisten von Eset und G Data.

Die drei Tage vom 8. bis 10. Oktober 2019 hatten sich IT-Berater, CIOs, CISOs, Security-Experten wohl schon lange im Voraus im Kalender notiert. Dann fand in Nürnberg nämlich die IT-SA 2019 statt.

Die jüngste Ausgabe der Fachmesse für IT-Security brachte über 750 Aussteller aus 25 Ländern zusammen. 8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie Frank Venjakob, Director IT-SA bei der Nürnberg Messe, während der Eröffnungspressekonferenz mitteilte. Damit sei die IT-SA die Ausstellerstärkste Messe im Bereich IT-Security. "Wir freuen uns einmal mehr, die IT-SA die 'Home of IT-Security' nennen zu dürfen", sagte er.

Frank Venjakob, Director IT-SA bei der Nürnberg Messe. (Source: Netzmedien)

Auch die Ausstellungsfläche wuchs um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Neu war 2019 auch ein Pavillion des spanischen Baskenlandes auf der Ausstellungsfläche vertreten. Der Stand zeigte, was die Region in Sachen IT-Security zu bieten hatte. Die Niederlande hatten bereits zum zweiten Mal ihre Cybersecurity-Branche nach Nürnberg geschickt.

Ein Land fehlte jedoch an der IT-SA 2019 und zwar ausgerechnet Israel. Das Land nimmt in oftmals eine Vorreiterrolle ein und brachte verschiedene Branchengrössen hervor – darunter etwa Check Point. 2019 fiel die IT-SA allerdings genau auf Jom Kippur, wie Venjakob erklärt. Das Versöhnungsfest ist der höchste jüdische Feiertag und daher auch ein strenger Ruhe- und Fastentag.

Eset scheut die Berührung mit dem Wettbewerb nicht

"Die IT-SA hat sich zum Branchentreff für IT-Security gemausert", sagte auch Maik Wetzel am Stand von Eset. Wetzel ist Channel Sales Director DACH beim slowakischen IT-Security-Anbieter. "Hier sind nicht nur wir, sondern die ganze Branche." Das Unternehmen scheue auch nicht die Berührung mit den Mitbewerbern. "Ich finde es äusserst spannend, dass die Konkurrenz quasi den Stand nebenan hat", sagte Wetzel.

Eset plant Anfang März, ein neues Partnerprogramm zu lancieren. "Das wird ein paar interessante Neuerungen beinhalten, nach denen unsere Partner immer wieder gefragt haben", sagte der Channel Sales Director. Dazu zählt etwa die Deal-Registrierung.

Ein weiterer Punkt, den Partner häufiger ansprechen, ist die Brandawareness. "Darum spielt Eset nun in der Champions League mit", scherzte Wetzel. Gemeint ist das Sponsoring des Fussballvereins BVB. "Wir wollen auch in der Schweiz unseren Brand bekannter machen. Dort liegt unser Fokus zunächst aber auf unseren Partnern und dem Ausbau des Channels."

Das Team von Eset (v.l.): Maik Wetzel, Channel Sales Director DACH, Michael Schröder, Business Development Manager New Technologies, und Thorsten Urbanski, Head of Communication & PR DACH bei Eset. (Source: Netzmedien)

Mehr zum Sponsoring des BVB, dem neuen Partnerprogramm sowie Esets Plänen, das Consumer-Geschäft im Channel wieder zu stärken, können Sie hier im Eventbericht zur DACH-Partnerkonferenz in Bratislava nachlesen.

Das Unternehmen zeigte an der IT-SA auch eine neue Cloud-Sandboxing-Lösung. "Ein für Kunden unglaublich einfaches Produkt, um etwa Phising per Dateianhang auszumerzen", sagte Michael Schröder. "Denn die Lösung ist voll automatisiert und lässt sich durch den Anbieter frei konfigurieren." Schröder ist Business Development Manager New Technologies bei Eset.

Die Lösung biete zudem den Vorteil, dass Kunden keine zusätzliche Ressourcen – Software, Infrastruktur oder Mitarbeiter – benötigten. Esets Sandboxing-Angebot mit dem Namen Dynamic Threat Defence baue auf den vorhandenen Endpointlösungen des Anbieters auf. Auch für den Channel biete dies interessante Möglichkeiten.

G Data will mit Trainings sensibilisieren

Nur wenige Stände von Eset entfert, war der Ausstellungsbereich von G Data. "Für uns ist die Möglichkeit, so eine grosse Masse zu erreichen, sehr interessant", sagte Hendrik Flierman, Global Sales Director des deutschen Security-Anbieters.

Hendrik Flierman, Global Sales Director bei G Data. (Source: Netzmedien)

Im DACH-Bereich legt das Unternehmen derzeit den Schwerpunkt auf die neuen Dienstleistungen rund um seine Security-Awareness-Trainings sowie den Status Checks. "Natürlich bieten wir weiterhin unsere Endpointschutz-Lösungen an", erklärte Flierman. "Wir wollen aber einen ganzheitlicheren Ansatz bieten können."

Mit den Trainings würde G Data nämlich auch die Schwachstelle Mensch adressieren und die Status Check deckten die Infrastruktur eines Kunden ab. Die Trainings sind komplett online – "Präsenztrainings machen in unseren Augen wenig Sinn", sagte Flierman. "Der organisatorische Aufwand ist sehr gross. Hinzu kommt: Ein Kollege ist immer im Urlaub oder dienstlich unterwegs."

Der Lehrplan der Security-Trainings ist auf etwa 2 Jahre ausgelegt. Gedacht ist, dass die Trainings lediglich etwa 15 bis 20 Minuten pro Tag beanspruchen – inklusive Wiederholungen, "damit das Gelernte nicht einfach im Kurzgedächtnis bleibt, bis es vergessen wird", sagte Flierman.

Die Partner will G Data auf diese Reise mitnehmen. "Sie können diese Themen selbst anbieten und verkaufen – auch mit ihrem eigenen Logo", sagte der Global Sales Director. Die Dienstleistungen werden auch in der Schweiz angeboten.

An der IT-SA waren auch zahlreiche Schweizer Unternehmen anwesend. Einige waren Teil von grossen Gemeinschaftsständen, andere liessen sich durch ihre deutschen Niederlassungen vertreten. Die Redaktion sprach mit den 9 Schweizer Firmen, die selbst den Weg nach Nürnberg auf sich genommen hatten, um sich an einem eigenen Stand zu präsentieren. Warum sie diesen Weg auf sich nahmen, können Sie hier nachlesen.

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