Schritte zählen vor dem Baum
Apfel, Nuss und Mandelkern war einmal. Diese Weihnachten sind Wearables gefragt. Laut einer Studie von GfK Schweiz lassen sich Endkunden die tragbaren Rechner auch was kosten.
Elektronische Fitnessbänder, smarte Uhren und Armband-Sportcomputer sind gemäss GfK Schweiz im diesjährigen Weihnachtsgeschäft ein Renner. Besonders gefragt seien Gesundheits- und Fitness-Tracker, etwa wie jene von Fitbit oder Jawbone.
Dieses Jahr sollen rund 300'000 sogenannter Wearables über Schweizer Ladentheken gehen. Der Umsatz beläuft sich nach jüngsten Hochrechnungen für die drei Unterkategorien Health and Fitness Tracker, Smartwatches und Wrist-Sport-Computer zusammen auf knapp 50 Millionen Franken, wie GfK schreibt.
160 Franken im Schnitt
Gemäss der Studie geben Konsument für ein Wearable 160 Franken aus. Erste Wahl seien bekannte Technikmarken. Gekauft würden Produkte von Tech-Start-ups wie Jawbone oder Fitbit. Beliebt seien aber auch Geräte von Sport- und Outdoor-Marken wie Polar oder Garmin sowie von CE-Hersteller wie Samsung oder Sony.
Die wichtigsten Vertriebskanäle seien Sportartikelhändler, dicht gefolgt von Fachmärkten. Hier werde auch viel über das Internet verkauft, berichten die Analysten.
Der Compi im T-Shirt
Die Marktforscher von GfK erwarten, dass die Grenzen zwischen den Produktklassen weiter verschmelzen werden. Auch bei den Grössen dürften noch Innovationen auf den Markt zukommen. Seien die ersten tragbaren Computer Notebooks gewesen, so würden heute Smartphones teilweise mehr Funktionen als ein Notebook noch vor ein paar Jahren bieten, argumentieren die Marktforscher.
Für sie bilden Wearables nun die nächste Stufe dieser Entwicklung, die noch nicht abgeschlossen zu sein scheint. In Zukunft könnten Wearables auch in Brillen, wie aktuell bei Googles Projekt Glass eingebaut oder direkt in Textilien eingenäht sein.
Kreative Szene
Die Branche ist derzeit sehr kreativ und experimentierfreudig. So kooperiert etwa Chiphersteller Intel mit dem Vice-Magazin, um neuen Wearables-Projekten eine Plattform zu bieten. Für das Projekt Make it Wearable können Kreative, Entwickler und Bastler gleichermassen neuartige Ansätze vorstellen. Es dürfte spannend zu sehen sein, welches dieser Projekte die Marktreife erreichen wird.
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