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"Das Internet of Things wird das nächste grosse Ding"

Uhr | Aktualisiert
von George Sarpong

Heinz Herren verantwortet als CIO und CTO die ­Tech­nologiestrategie von Swisscom. Im Interview spricht er über die Rolle von Swisscom als Wegbereiter der Digitalisierung, Trends im Cloud Computing, und weshalb es auch in Zukunft das Festnetz braucht.

(Quelle: Netzmedien)
(Quelle: Netzmedien)

Sie haben in einem Interview gesagt, dass Sie einen der spannendsten Jobs der Schweiz haben. Wie kommen Sie darauf?

Heinz Herren: Wir haben eine sehr breite Agenda. Von klassischen Telko-Themen, wie die Weiterentwicklung der Kommunikationsnetze, über ICT-Themen bis hin zur Digitalisierung. In so einem Umfeld CIO/CTO sein zu dürfen, ist ein grossartiger Job. Ich arbeite viel mit neuen Technologien und Innovationsthemen. Zudem hat Swisscom einen Auftrag für die Schweiz und ist ein Teil dieses Landes. Wir bewegen also nicht nur uns, sondern auch die Schweiz. Insofern hatte ich in meinem Leben noch nie so einen spannenden Job wie jetzt.

Mancher CIO empfindet die digitale Transformation als Segen, weil das Business hierfür gerne in IT investiert. Wie sieht die Situation bei Swisscom aus?

Die Digitalisierung ist für uns vor allem eine Suche nach Effizienz. Können wir mit einer neuen Technik schneller werden? Können wir uns mit Mitbewerbern, auch international, messen? Dieser Prozess findet bei Swisscom schon lange statt. Daher hat die IT bei Swisscom seit jeher eine fundamentale Bedeutung. Entsprechend investierten wir massiv in unsere Netze und in die IT. Die digitale Transformation löst bei Swisscom deshalb keinen Schub an zusätzlichen Investitionen aus.

Wie überzeugen Sie Ihre Kollegen in der Geschäftsleitung, in neue Technologien zu investieren?

Unserer Geschäftsführung ist klar, dass wir ohne Spitzentechnologie nicht funktionieren können. Beste Infrastrukturen und Technologie-Leadership stehen im Zentrum unserer Strategie ‒ in Bezug auf den Ausbau unserer Netze, aber auch was unsere IT betrifft. Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Einsatz moderner Technik und mit entsprechenden Investitionen den Kunden das beste Netz bieten und unsere Marktposition weiterentwickeln können. Deshalb findet bei uns kein Kampf zwischen Business und IT statt.

Sondern?

Es liegt an mir als CIO, den Kollegen in der Geschäftsleitung aufzuzeigen, welche Technologien es gibt, wann diese reif genug für den Einsatz sind, was sie den Kunden bringen und mit welchen wir Kosten sparen können. Schliesslich bewegen wir uns in einem kostenintensiven Markt. Wir tätigen hohe Investitionen auch in Generationenprojekte, wie neue Rechenzentren oder Projekte im Netzausbau. So bauen wir das Netz auch in den ländlichen Gebieten massiv aus, was sehr hohe Investitionen erfordert. Wir werden dieses Jahr rund 1,7 Milliarden Franken in unser Netz und unsere Infrastruktur in der Schweiz investieren.

Das klingt, als würden Sie über schier unbegrenzte Mittel verfügen.

Auch ich muss belegen können, inwieweit sich die investierten Mittel für die Strategie der Swisscom und deren Aktionäre auszahlen. Der "Return on invested Capital" ist auch für uns entscheidend. Diesen aufzuzeigen wird umso schwieriger, je länger die Projekte andauern.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Der 4G-Netzbausbau etwa. Wir mussten zunächst während rund zweier Jahre das Netz errichten. Zu dem Zeitpunkt gab es noch gar keine Angebote, die eine so hohe Geschwindigkeit erforderten. Diese mussten zuerst entwickelt werden. Wir mussten der Geschäftsleitung und unseren Stakeholdern aufzeigen, dass sich diese Investitionen lohnen und wir Umsatz erwirtschaften werden, auch wenn das nicht von heute auf morgen geschehen mag.

Wie unterstützen Sie Ihre Unternehmenskunden bei der digitalen Transformation?

Wir bieten ein umfassendes Portfolio an. Unsere Berater unterstützen Kunden dabei, eine eigene Digitalisierungsstrategie zu entwickeln. Nach der Planung helfen wir bei deren Umsetzung, wie etwa der Auslagerung der Infrastruktur. Hierbei geht es oft darum, welche Teile ausgelagert werden können und welche nicht. Wir unterstützen dabei und zeigen auf, was sich etwa bei anderen Kunden bewährt hat.

Würden Sie sich denn als Vorreiter der Digitalisierung betrachten?

Wenn man sich ansieht, wie weit Swisscom sich intern bereits digitalisiert hat, dann ja.

Was gibt Ihnen diese Zuversicht?

Technologie steht absolut im Zentrum unserer Strategie. Swisscom könnte kein ICT-Anbieter sein, wenn wir nicht einen engen Fokus auf gute und innovative Technologieansätze legen würden. Sei es, um Kosten zu sparen, schnell am Markt zu sein oder Legacy-Systeme in modernste Umgebungen zu überführen, um agiler entwickeln zu können. IT-Einsatz war für uns schon immer wichtig und ist heute essenziell. Andere Unternehmen starten jetzt ihre digitale Transformation und überlegen sich, welche Massnahmen sie treffen können und was sie noch selbst machen wollen. Für diese Kunden sind wir Berater, Gesprächspartner und Vorreiter.

Schweizer CIOs wünschen sich internationale Cloud-Anbieter, weil deren Skaleneffekte besser seien als bei den Schweizer Angeboten. Wie sehen Sie das?

Wir tauschen uns intensiv mit IT-Verantwortlichen aus. Daher wissen wir, dass jene CIOs, die in einer global tätigen Firma arbeiten, sich auch weltweit nach den für sie attraktivsten Cloud-Anbietern umsehen. Wir sind ein Schweizer Unternehmen und setzen auf den Standort Schweiz. Aufgrund unserer Erfahrungen aus den vergangenen Jahren sind wir davon überzeugt, dass wir uns mit diesem Vorteil positionieren können.

Aber nicht mit Skaleneffekten.

Auch in der Schweiz kann man Skaleneffekte im Cloud-Geschäft erzielen. Bei genauerer Betrachtung sind die grossen ausländischen Clouds übrigens nicht wirklich günstiger. Hinzu kommt, dass die Vorteile einer Schweizer Cloud woanders liegen. So bieten wir eine sichere Infrastruktur, die Daten bleiben in der Schweiz und unterstehen damit dem Schweizer Datenschutzgesetz. Hinzu kommt, dass Unternehmen oft eine hybride Cloud-Strategie verfolgen und aus rechtlichen Gründen nicht einfach alles outsourcen können. Hier sind hybride Ansätze und die richtige Beratung gefragt. Diese bieten wir.

Was machen Sie, wenn die grossen Player in der Schweiz eigene Rechenzentren aufbauen? Welche technischen Trümpfe haben Sie dann noch?

Wir haben hochwertige Datacenter mit modernen Strukturen. Wir haben bis zu Tier IV fähige Rechenzentren. Aktuell betreiben wir 14 Rechenzentren, die wir auf 13 konsolidieren werden. Diese sind ausbaubar, und wir können sie an unsere Anforderungen und die unserer Kunden anpassen.

Wie wollen Sie die Rechenzentren adaptieren?

Unsere Strategie baut darauf auf, dass wir in den nächsten Jahren keine neuen Datacenter benötigen werden, obwohl wir immer mehr Kunden haben und wir unsere Netze ausbauen müssen. Dennoch werden wir weniger Rechenzentren benötigen. Der Grund ist die Technologie-Evolution innerhalb der Datacenter. Wir können auf immer weniger Raum mehr Infrastruktur mit höherer Leistung unterbringen. Zusätzlich virtualisieren wir immer mehr.

Welche weiteren Trends sehen Sie im Cloud Computing?

Wir bauen drei Typen von Clouds. Die erste Cloud ist für Anwendungen für unsere Geschäftskunden ‒ für klassische Enterprise-Workloads. Diese kann der Kunde in einem privaten oder hybriden Modell oder komplett bei uns betreiben. Die zweite ist eine Applikations-Cloud, die auf Openstack basiert. Mit dieser wollen wir das Entwickler-Ökosystem unterstützen. Die dritte Cloud, an der wir arbeiten, nennen wir Telko-Cloud. Sie ist unser jüngstes Baby. Wir starteten damit vor einem Jahr.

Um was geht es bei dieser Cloud?

Es geht darum, wie wir die hardwarebasierte Infrastruktur virtualisiert in die Cloud überführen und betreiben. Technisch gesehen geht es um Themen wie Network-Function-Virtualisierung oder Software-Defined Networking. Es geht um neue Ansätze im Telko-Bereich, an denen auch andere Provider arbeiten. Wir glauben, dass wir hier weit vorne agieren. Wir präsentierten am diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona Lösungen, die wir bereits am Markt anbieten.

Was wird das nächste grosse Ding im Cloud-Geschäft werden?

Ich glaube, das nächste grosse Ding wird das Internet of Things werden. Die grosse Herausforderung wird sein, wie wir es schaffen, IoT-Lösungen in der Cloud zu betreiben. Hier steht die gesamte Industrie erst am Anfang. Bei Swisscom haben wir erste Projekte angestossen. Wir bauen derzeit das Lora-Net auf, ein sogenanntes Low-Power-Netz, auf dem man Industrieanwendungen entwickeln kann. Ein wesentlicher Vorteil der Lora-Technik besteht etwa darin, dass die Funkwellen auch in tiefe Geschosse, wie etwa Heizungskeller, hinabreichen. Wir setzen überdies auch auf Narrowband-IoT. Dabei werden die Informationen über das bestehende Mobilfunknetz übertragen. Wir arbeiten also an zwei Netzen für Industriepartner, die mit IoT ihre Geschäftsprozesse digitalisieren wollen.

Dabei werden gewaltige Mengen an Daten erzeugt. Welche Rolle spielt Big Data?

Smart Data/Analytics ist ein grosses Thema. Damit kann man Prozesse, Produkte und Services weiter optimieren und besser auf den Kunden abstimmen. Es ist faszinierend, was sich hier herausholen lässt, wenn man mit Ansätzen aus den Bereichen Smart Data oder Machine Learning arbeitet. Wir bauten hier etwa ein Projekt mit anonymisierten Daten zur Verkehrsanalyse in Städten auf. So können diese ihre Verkehrsplanung verbessern.

Wie gewährleisten Sie die Sicherheit dieser anonymen Daten?

Die Sicherheit der Daten ist zentral. In einer immer virtualisierteren Welt darf man den Sicherheitsaspekt nicht aus den Augen verlieren. Sicherheit wird noch wichtiger. Wir unternehmen deshalb viel, um diesen Schutz zu gewährleisten und die Daten und unsere Infrastruktur zu schützen.

Wie gehen Sie dabei vor?

Für das Thema Sicherheit haben wir eine eigene Security-Abteilung, die direkt an unseren CEO Urs Schaeppi rapportiert. Das zeigt auch, welchen Stellenwert das Thema Sicherheit bei uns hat. Diese Abteilung arbeitet vernetzt mit anderen Geschäftseinheiten, also auch mit meiner Organisation zusammen. Die Sicherheitsphilosophie setzt sich auch in anderen Bereichen fort. So integrierten wir die Sicherheitssysteme bereits von Beginn an in das Design unserer Cloud.

Sie gelten als ein Befürworter von Ökosystemen. Weshalb?

Ich glaube an Partnerschaften und Ökosysteme. Insbesondere wegen der Digitalisierung. Die Kunden-Lieferanten-Beziehung verändert sich. Wir müssen uns deshalb gut überlegen, ob wir etwas selbst bauen wollen oder ob wir dabei nicht besser mit jemand anderem kooperieren. So können wir Innovationen fördern, Kosten senken und Produkte entwickeln.

Wo haben Sie ein Ökosystem?

So eine Partnerschaft unterhalten wir aktuell mit dem Netzwerkausrüster Ericsson. Gemeinsam entwickeln wir neue Lösungen für die Weiterentwicklung des Mobilfunknetzes. Wir diskutieren, welche Innovationsfelder im Mobilfunk künftig wichtig werden. Wir haben auf diese Weise etwa die Möglichkeit, auch die Entwicklungsagenda von Ericsson mitzugestalten. Ericsson erfährt durch die Kooperation von uns, was Kunden interessiert. Das hilft unserem Partner wiederum, seine Projekte weltweit voranzubringen.

Wie vermeiden Sie die Abhängigkeit von ihrem Lieferanten?

Man muss abwägen, in welchen Bereichen man eine Vielzahl Anbieter haben möchte, da manche Technologien noch nicht reif genug sind. Besonders in diesen Bereichen sind Kooperationen wie jene mit Ericsson sinnvoll, indem man auf einen der führenden Anbieter setzt. Oder man kann die Ökosysteme gegeneinander antreten lassen, um auf diese Weise die jeweils beste Lösung zu finden. Grundsätzlich braucht es in bestimmten Bereichen der Technologieagenda eine viel engere Zusammenarbeit.

Weshalb?

Unsere Mitbewerber sind heute unter anderem globale Anbieter, die hauptsächlich ihre Dienste softwarebasiert erbringen (softwarebasierte Firma), dadurch sind sie in der Lage, schnell neue Dienste auf Basis unseres Access zu entwickeln, zu testen und auf den Markt zu bringen. Diese Mitbewerber sind mit einer höheren Geschwindigkeit unterwegs als traditionelle Telekomanbieter. Wir müssen deshalb ebenso agil werden wie eine softwarebasierte Firma.

Wird Swisscom zum Softwareunternehmen?

Das werden wir nie ganz schaffen, aber wir entwickeln massiv mehr Software-Kompetenzen, zusätzlich zu unseren softwarebasierten IT-Umgebungen. Hierfür brauchen wir künftig Mitarbeiter mit vielen verschiedenen Fähigkeiten. Es braucht Entwickler, Designer, UI-Spezialisten, aber nach wie vor auch Mitarbeiter mit Hardware-Know-how.

Wie kommen Sie an diese Spezialisten ran?

Wenn man erst einmal einige spannende Projekte umgesetzt hat, zieht das junge Fachleute an. Wenn Sie die dann haben, wirken Sie wie ein Magnet. Sie ziehen weitere Talente an. Die wollen technisch weiterkommen. Spannende Projekte sind ihnen wichtiger als ein hoher Lohn. Wir haben auch eine strategische Personalplanung. Wir wissen, welche Spezialisten wir in den nächsten Jahren brauchen. Denen bieten wir Trainee-Positionen an. Ausserdem bilden wir auch selbst Fachleute aus. Rund 900 Lernende bilden wir derzeit aus, 400 davon mit einem ICT-Profil.

Was bedeutet das für die Arbeitsmethoden?

Wir arbeiten mit modernen Verfahren wie Human-Centered Design oder agile Methoden. Das sind fundamental neue Methoden. Ich bin aber ein Gegner der Einstellung, dass es nur noch neue Methoden braucht. Meiner Meinung nach benötigen wir auch Erfahrungen aus „früheren“ Zeiten. Wir pflegen daher den Ansatz der bimodalen IT. Insbesondere bei Generationenprojekten. Da können Sie nicht mit einem zweiwöchigen Sprint arbeiten. Hierfür braucht es das klassische Wasserfallmodell. Swisscom wird immer in beiden Welten zuhause sein.

Wie wirkt sich das auf die Mitarbeiterführung aus?

Personalführung ist heute anders als noch vor einigen Jahren. Führung ist heute eher ein Coaching. Wir sind Trainer der Organisation, keine Manager, die von oben nach unten Aufgaben verteilen. Wir versuchen, ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter eigenständig lernen. Das lässt sich nicht mit harter Führung organisieren. Diese Entwicklung in der Mitarbeiterführung ist ebenfalls eine Folge der digitalen Transformation. Und es ist an uns als CIOs, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Mitarbeiter mit den neuen Fähigkeiten wohlfühlen und Kraft für neue Projekte entwickeln.

Was bereitet Ihnen Sorgen?

Wir wollen den Wandel von einer Telekomfirma zu einem ICT-Unternehmen schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir an unserer eigenen digitalen Transformation. Dadurch wollen wir unseren Kunden den Weg für ihre Transformation aufzeigen. Es gibt hierfür zahlreiche technische Mittel und Lösungen, aus denen Unternehmen heute auswählen können. Die Herausforderung besteht darin, geschickt zu priorisieren.

Swisscom muss als ICT-Anbieter den Markttrends immer einen Schritt voraus sein. Wie behalten Sie den Überblick über aktuelle technische und wirtschaftliche Trends? Nach welchen Kriterien priorisieren Sie?

Wir haben keine zentrale Abteilung für Innovation. Stattdessen werden in den verschiedenen Bereichen neue Produkte entwickelt. In meiner Organisation arbeiten Scouts, die Technologietrends erfassen. Hierfür unterhalten wir zusätzlich einen Standort im Silicon Valley, den Swisscom Outpost. Von dort aus beobachten sechs Mitarbeiter die Start-up-Szene. Swisscom investiert über eine Venture-Abteilung in Jungunternehmen und etablierte Firmen, auch in der Schweiz. Dadurch sehen wir, welche Technologien diese Firmen auf dem Radar haben. Darüber hinaus kooperieren wir mit Schweizer Hochschulen, wie etwa der ETHZ und der EPFL, und entwickeln gemeinsame Projekte. Aus all diesen Informationsquellen stellen wir ein Mal pro Jahr ein Technologieradar zusammen. Dieses zeigt uns, welche neuen Technologien aufkommen, welchen Reifegrad diese mitbringen und ob sie uns einen Marktvorteil bescheren.

Welche Rolle wird dabei das Innovationshaus "La Werkstadt" in Biel haben, das Swisscom im Spätsommer eröffnen wird?

Mit dem Innovationshaus "La Werkstadt" wollen wir das Netz und dessen Entwicklung erlebbar machen. Der Fokus wird auf Mobile und Industrie 4.0 liegen. Mit diesen Angeboten wollen wir zeigen, was wir mit dem Geld machen, das wir investieren. In Biel wird zudem der neue Innovationscampus der Fachhochschule gebaut. Wir erhoffen uns dadurch neue Kooperationen. Darüber hinaus soll das Haus auch ein Ort der Begegnung sein, an dem neue Ideen entstehen.

Wie soll das geschehen?

Es wird einen öffentlichen Bereich in der „Werkstadt“ geben. Dort setzen wir auf das zufällige Element der Co-Creation. Wir wollen dort Kunden, die zufällig hereinkommen, neue Produkte zeigen und deren Feedback einholen. Auf dieser Basis wollen wir Produkte weiterentwickeln.

Es ist so viel von Mobile und Cloud die Rede. Brauchen wir das Festnetz in Zukunft noch?

Im Mobilfunk gibt es im Schnitt alle zehn Jahre eine technische Revolution. Gleiches gilt aber auch für das Festnetz. Ich glaube, es wird immer eine Dualität der beiden Netztechnologien geben. Mobilfunk wird im Bereich der letzten mehreren hundert Meter eine grössere Rolle spielen. Aber ergänzend benötigen wir die Transportnetze. Gewisse Services können Sie über die heutigen Mobilfunknetze nicht hochwertig genug anbieten, TV-Signale etwa. Da die Qualität in einer Funkzelle abhängig von der Anzahl Teilnehmer ist. Wir werden also auch in den kommenden Jahren ein leistungsstarkes Festnetz unterhalten und für künftige Anforderungen fit machen.

Persönlich

Heinz Herren ist CTO und CIO beim Provider und IT-Dienstleister Swisscom. Der Elektroingenieur HTL begann seine Karriere bei Swisscom 2001 als Leiter Wholesale, Swisscom Fixnet. Seit 2011 leitet Herren die Bereiche IT, Network and Infrastructure mit über 4000 Mitarbeitern und wurde 2012 Mitglied der Konzernleitung. Herren ist Vater einer Tochter und eines Sohnes, passionierter Läufer und Golfer.

Webcode
8417

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