Über morgen

Die Fifa

Uhr | Aktualisiert
von George Sarpong

Hannes Gassert ist Start-up-­Unternehmer und Strategiebe­rater. In seiner Kolumne "Über morgen" schreibt er über Technologie von morgen, Politik für morgen, und was das nun heisst für das Hier und Heute.

(Quelle: Hannes Gassert)
(Quelle: Hannes Gassert)

Die Witze über die Intransparenz und Korruption rund um die Fifa sind nicht mehr lustig, der Schaden ist dafür längst zu gross. Statt Hohn und Spott braucht es dringend ernsthafte Ansätze für eine neue Grund­lage der Glaubwürdigkeit. Und das kann in Zeiten, in denen sowieso alles früher oder später ans Licht kommt, nur eines heissen: radikale Transparenz. Raus mit den Daten, raus mit allen Vergabe-, Abstimmungs- und Budgetzahlen! An die ­Öffentlichkeit mit den Einnahmen, Ausgaben, Löhnen und Boni, egal ob die Zahlen gut aussehen oder doch eher unschön, egal ob sie garantiert richtig und vollständig sind – "Open Data" in der ganzen ­Tiefe und Breite, das muss jetzt sein!

Weissgewaschen wird damit niemand, und dunkle Bereiche bleiben bestimmt. Doch sind die Daten offen und auswertbar, nicht durch eine handverlesene Kommission, sondern durch das ganze Internet, wird sich schnell zeigen, wo die ­Sache weiterhin faul ist.

Statt also nur auf mehr Lecks zu warten, muss gelten: Geld fliesst nur noch im Gegenzug zu Daten, zu bedingungsloser Transparenz – in der Fifa, den Konföderationen und den Landesverbänden.

Transparenz schafft Vertrauen. Besser heute schon als ­morgen.

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