Editorial

Ein Virus als Katalysator der Digitalisierung

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(Source: Netzmedien)
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Corona hat sich massiv auf alle Lebensbereiche ausgewirkt und beschleunigte bereits vorhandene digitale Transformationsvorhaben – insbesondere im Zusammenhang mit der Arbeitsorganisation. Aber auch Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten veränderten sich. Webkonferenzen, Webinare, virtuelle "Messen" und Events ersetzten den physischen Austausch.

Diese Entwicklungen machten auch vor der öffentlichen Verwaltung nicht halt. Über das Work-Smart-Projekt der Stadt Luzern und wie Corona "seinem" Change-Projekt Raketenschub verliehen hat, berichtet etwa Christopher Schneider im grossen Interview ab Seite 18. Die plötzliche Umstellung auf Homeoffice bewies demnach sowohl Mitarbeitenden als auch Führungskräften, dass es möglich und durchaus praktikabel ist, von zuhause aus effizient und in hoher Qualität zu arbeiten. Eine deutliche Mehrheit der Verwaltungsangestellten der Stadt Luzern möchte denn auch weiterhin zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten.

Solche Entwicklungen müssen Führungskräfte in der Organisation nicht nur in der öffentlichen Verwaltung berücksich­tigen. Mitarbeitende werden künftig andere Erwartungen an die Arbeitsorganisation haben als bisher.

Es darf im Übrigen auch nicht geschehen, dass nach der Rückkehr der Mitarbeitenden aus dem Homeoffice einfach wieder "courant normal" herrscht. So würden die positiven Effekte verpuffen.

Abgesehen vom Thema Homeoffice gehen in der öffentlichen Verwaltung natürlich die Digitalisierungsbestrebungen weiter – der designierte "Mr. E-Gov" Peppino Giarrita soll ab März die neu geschaffene Organisation Digitale Verwaltung Schweiz (DVS) leiten, die aus der Zusammenführung der Koordinationsstelle E-Government Schweiz und der Schweizerischen Informatikkonferenz entsteht (Seite 14).

Auch E-Voting dürfte als Thema wieder auf dem Schirm von Politik und Verwaltung auftauchen. Dies nach einem Quasi-Moratorium infolge der diversen "E-Voting-Totgeburten", welche die Schweizer Politik in den vergangenen rund 20 Jahren hervorgebracht hat. In der Titelgeschichte ab Seite 10 lesen Sie, wie es um dieses Reizthema steht und warum der Chaos Computer Club dagegen das Referendum ergreifen dürfte.

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