12 Prozent mehr Meldungen über Internetdelikte gingen bei der KOBIK ein

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Die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität ist seit nunmehr drei Jahren tätig. Der KOBIK-Bericht für 2005 weist eine starke Zunahme der Meldungen über Internetdelikte aus. Sie stiegen von 6’540 Meldungen 2004 auf 7’345 im letzten Jahr. Das ist ein Zuwachs von rund 800 Meldungen oder 12 Prozent. Mit zunehmender Zahl von Internetnutzern nehme auch die Zahl potenzieller Opfer zu, die auf betrügerische Machenschaften im Internet hereinfallen, begründet die KOBIK. 79 Prozent dieser Fälle wurden dank dem KOBIK-Monitoring entdeckt; 21 Prozent der Meldungen stammten von Internetnutzern.
KOBIK leitete 206 Verdachtsfälle an die kantonalen Polizeikorps weiter, bei 89 Prozent der weitergeleiteten Verdachtsmeldungen wurde eine Untersuchung eingeleitet. In 78 Prozent der Fälle wurde strafrechtlich verwertbares und belastendes Material sichergestellt.
Deutlich zugenommen hat die Zahl der Meldungen über Wirtschaftsdelikte. Für KOBIK bedeutet dies, dass die Internetkriminalität zunehmend professioneller und kommerzieller wird. Ein weiteres wichtiges Thema der Meldungen waren Chatrooms. 2005 habe die Frage nach der Strafbarkeit von den in Chatrooms geführten Gesprächen und der Aspekt der strafrechtlichen Verfolgung an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2005 machte schliesslich der Missbrauch von Weblogs vermehrt von sich Reden, nachdem beispielsweise illegales Material veröffentlich worden oder es zu Ehrverletzungen gekommen war. Solche Missbräuche wurden vornehmlich aus der Westschweiz gemeldet. Es sei aber zu vermuten, dass künftig auch in der Deutschschweiz Weblogs vermehrt missbraucht werden, so die KOBIK.