Wie man mit Fake-Profilen umgehen soll
In sozialen Medien kursieren vermehrt Fake-Profile. Damit versuchen Betrüger, ihre Maschen glaubwürdiger zu gestalten, um an persönliche Daten und Geld zu gelangen. Laut der Kapo Zürich nutzen sie KI, um die gefälschten Profile auszuschmücken.
Persönliche Daten, Geld, Abos und Investitionen - das versuchen Betrüger mit gefälschten Identitäten auf Social Media zu erlangen. Die Kantonspolizei Zürich erklärt in einer Mitteilung, wie man solche Profile erkennt und wie man richtig darauf reagiert. Denn die Mithilfe der Nutzerinnen und Nutzer sei entscheidend. Sie sollten solche verdächtigen Profile melden, damit die jeweiligen Plattformen diese überprüfen und gegebenenfalls löschen können, schreibt die Kapo.
Dass Social-Media-Profile für Betrugsmaschen missbraucht werden, sei laut der Polizei nichts Neues. Betrüger erstellen diese falschen Identitäten seit je her, um über persönliche Nachrichten und Kommentare vermeintliches Interesse vorzugaukeln, das Vertrauen des potenziellen Opfers zu gewinnen und es auf kostenpflichtige Inhalte zu locken. Mithilfe von künstlicher Intelligenz sei die Erstellung von Inhalten - Text, aber auch Bilder - für diese Fake-Profile einfacher geworden. Diese erzeugen die Betrüger mit KI automatisch und glaubwürdiger.
Viele Plattformen verfügen über automatische Erkennungssysteme. doch für sie und menschliche Nutzerinnen und Nutzer werde die Unterscheidung von echten und falschen Profilen immer schwieriger. "Auch scheinbar authentische Profilbilder oder fehlerfreie Texte sind kein verlässliches Zeichen für ein echtes Gegenüber", schreibt die Kapo Zürich weiter.
Nicht jedes Fake-Profil erfülle automatisch einen Strafbestand. In Bezug auf natürliche Personen ist laut Mitteilung der Missbrauch einer fremden Identität strafbar. Bei Firmen oder Organisationen hingegen gebe es den Identitätsmissbrauch im strafrechtlichen Sinne nicht. doch sobald die Betrüger in den Fake-Profilen geschützte Logos, Marken oder urheberrechtlich geschützte Inhalte verwenden, liege auch in diesen Fällen rechtliche Verstösse vor.
Empfehlungen
Die Kapo Zürich empfiehlt, unabhängig von einer strafrechtlichen Relevanz bei verdächtigen Profilen aufmerksam zu bleiben. Zudem formuliert sie folgende Tipps:
- Nehmen Sie keine unerwarteten Kontaktanfragen an.
- Geben Sie keine persönlichen Daten preis.
- Klicken Sie nicht auf unbekannte Links.
- Melden Sie verdächtige Profile direkt bei der jeweiligen Plattform.
Zusätzlich sollten solche Profile zur Kenntnisnahme und für allfällige Informationen über "Cybercrimepolice.ch" gemeldet werden.
Übrigens: Im Januar berichtete das BACS über gehackte Instagram-Profile, die Nachrichten und Posts über betrügerische Krypto-Anlagen verbreiten. Die Maschen zielen auf andere Profile und Investitionen ab. Lesen Sie hier mehr dazu.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen Sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Wie Genf den Einsatz von KI regeln will
Cyberkriminelle Erpressen FBI mit angeblich abgegriffenen Daten
So macht man KI-Betrugsanrufe unschädlich
Kanton Zürich rechnet mit deutlichem Produktivitätswachstum durch KI
Betrüger phishen mit vermeintlicher Reisebestätigung
KI-Agent von OpenAI hackt australisches Regierungsportal
Update: Ständerat stimmt Digitalisierung der Sozialversicherungen zu
CSEM will Deep-Tech-Start-ups beim Skalieren helfen
Update: Waadtländer Parlament bewilligt Mittel für Epic-Projekt