Abraxas und Bedag gründen Tochtergesellschaft: Fusion auf Raten?
Die beiden IT-Dienstleister Abraxas und Bedag wollen eine gemeinsame Tochtergesellschaft gründen. Abraxas gehört den Kantonen Zürich und St. Gallen, Bedag dem Kanton Bern; beide IT-Unternehmen haben sich vornehmlich auf Lösungen für die öffentliche Verwaltung spezialisiert. Die Tochter soll am 1. Januar 2008 ihr operatives Geschäft aufnehmen. Die Verwaltungsräte haben eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben, es fehlt aber noch das Einvernehmen der Eigentümerkantone.
Wie das neue Unternehmen heissen wird und wo der Firmensitz sein wird, ist noch unklar. Bekannt ist erst die Organisation: In der Tochter sollen vorerst die Rechenzentrumsdienstleistungen und die Desktop-Services - der Support vor Ort - sowie die in diesen Bereichen tätigen Mitarbeiter zusammengefasst werden. Dies, da in diesen Bereichen Skaleneffekte realisiert werden könnten, wie Abraxas-Sprecher Benno Affentranger dem Netzwochenticker erklärt. Die Softwareabteilungen führen beide Unternehmen in der bisherigen Form fort. Die eigentlichen Dienstleistungen werden aber weiterhin nahe bei den bestehenden Kunden und damit dezentral erbracht. So sollen auch die vier bisherigen Standorte erhalten bleiben.
Stellen sollen keine gestrichen werden. Im Gegenteil hoffen die beiden Unternehmen, dass mit der Gründung der neuen Tochterunternehmen neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Die Zusammenarbeit sieht vor, dass von Abraxas und Bedag zum Start je 200 Mitarbeiter in das neue Unternehmen wechseln. Angesichts der bisherigen Mitarbeiterzahlen von 291 Mitarbeitern bei Abraxas und 398 Mitarbeitenden bei Bedag scheint die Frage berechtigt, ob eine Fusion der beiden Unternehmen nicht absehbar ist. Vorerst sei eine Fusion kein Thema, meint Affentranger: "Zu diesem Zeitpunkt ist eine Fusion sicher nicht die ideale Lösung. Vorerst hat die bereits beschlossene Zusammenarbeit Priorität." Ob, wie und wann weitere Schritte vorgenommen werden, werde die Zukunft zeigen, so Affentranger weiter.
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