Analysten uneinig über Stellenwert von Bluetooth

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Bluetooth, die von einem Konsortium unter Führung von Ericsson, IBM, INTEL, Nokia und Toshiba entwickelte Technologie zur drahtlosen Übermittlung von Daten, wird sich trotz schleppender Ausbreitung durchsetzen. Dies glaubt das Marktforschungsinstitut Cahners In- Stat Group, welches prophezeit, dass bis ins Jahr 2005 rund eine Milliarde Bluetooth-Anwendungen auf dem Markt sein werden. Diese optimistische Einschätzung ignoriert die diversen Rückschläge bei der Einführung der seit 1998 entwickelten Technologie. Grundlage für die Prognose ist die Annahme, dass in nächster Zeit diverse neue Produkte auf den Markt gelangen, für welche die Bluethooth-Technologie ein attraktives Tool sein wird. Eine kritischere Einschätzung liefert eine Sprecherin der Yankee Group. Dort sieht man Bluetooths Chancen eher als Nischenprodukt für spezifische Applikation, beispielsweise für den Datenaustausch zwischen Handhelds und PCs. Als Grund für die langsame Entwicklung wird die grosse Anzahl der am Konsortium beteiligten Firmen genannt, frei nach dem Motto zu viele Köche verderben den Brei. Zum gleichen Thema kündigte die Firma Columbitech an, sie sei dabei, eine Technologie zu entwickeln, die es erlauben werde, in der gleichen Sitzung zwischen diversen drahtlosen Protokollen hin und her zu schalten.