Antennenkontroverse: Sämtliche Standorte

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Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat im Internet eine Übersicht über sämtliche Standorte von Mobiltelefon-, Radio- und TV-Antennen publiziert. Damit will das Bakom für mehr Transparenz sorgen und die Diskussionen rund um die Funkantennen versachlichen. Die Antennenstandorte sind im Internet auf einer Schweizer Landkarte farbig markiert. Bei den Rundfunksendern wird neben dem ausgestrahlten Programm auch die Frequenz und die Grössenordnung der abgestrahlten Leistung angegeben. Nicht publiziert werden die Namen der Antennenbetreiber, verschiedene Funkdienste sind aber durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet. Wer wissen will, wie es in einer bestimmten Nahumgebung aussieht, kann den entsprechenden Kartenausschnitt abrufen. Die Massnahme begründet Philippe Horisberger von der Abteilung Frequenzmanagement des Bakom: Ein Grund, weshalb wir alles auf Internet schalten, ist die Tatsache, dass wir die Karten alle zwei Wochen aktualisieren werden. Dass die Diskussion über mögliche gesundheitliche Auswirkungen durch Elektrosmog nicht nur ein schweiz-spezifisches Thema ist, zeigt eine Meldung aus unserem nördlichen Nachbarland. Vor wenigen Tagen hat der Präsident des deutschen Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, die Handybenutzer vor möglichen gesundheitlichen Risiken durch Mobiltelefone und Elektrosmog gewarnt. Obwohl mögliche Gesundheitsgefahren durch mobiles Telefonieren wissenschaftlich (noch) nicht als erwiesen gelten, sei es richtig, sich über Risiken möglichst frühzeitig Gedanken zu machen, meinte König. Bekannt seien thermische und biologische Effekte, die Vorsorge angeraten erscheinen liessen. So seien beispielsweise veränderte Hirnströme beobachtet worden. Dringend beantwortet werden müsse auch die Frage, ob Handytelefonieren zu Augen-, Lymphdrüsen- oder Blutkrebs oder anderen Erkrankungen führen könne.