Wie die Parlamentsdienste KI sicher nutzbar machen
KI nutzen, ohne die Kontrolle über sensible Daten aufzugeben: Vor dieser Herausforderung stehen heute viele Organisationen. Mit der KI-Assistenz PIA zeigt das Schweizer Parlament, wie sich künstliche Intelligenz unter hohen Anforderungen an Sicherheit und Datensouveränität einsetzen lässt.
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Arbeitsalltag von Unternehmen, Verwaltungen und öffentlichen Institutionen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass die Nutzung von KI nicht nur eine technologische, sondern auch eine strategische Frage ist. Wer sensible Informationen verarbeitet, will sicherstellen, dass Datenschutz, Compliance und Datensouveränität jederzeit gewährleistet sind.
Eine KI-Assistenz für das Parlament
Mit PIA, kurz für «Parlamenti Intelligentia Artificialis», steht den Mitgliedern der schweizerischen Bundesversammlung, den Fraktionsmitarbeitenden sowie den Mitarbeitenden der Parlamentsdienste seit der Herbstsession 2026 eine speziell für ihre Anforderungen entwickelte KI-Assistenz zur Verfügung.
Im Fokus stehen konkrete Anwendungsfälle für die Analyse und Verarbeitung parlamentarischer Unterlagen. Ziel ist es, Wissensarbeit effizienter zu gestalten und die Ratsmitglieder, aber auch die Mitarbeitenden bei zeitintensiven Aufgaben wie der Bearbeitung der oft sehr umfangreichen Kommissionsunterlagen zu unterstützen. Gleichzeitig soll die Pilotphase aufzeigen, wie sich KI verantwortungsvoll in den parlamentarischen Alltag integrieren lässt.
Datensouveränität als Voraussetzung
PIA setzt auf den Swiss AI Assistant von Swisscom als standardisierte Lösung, die Organisationen eine einfache und souveräne KI-Nutzung ermöglicht. Die Verarbeitung und Speicherung der Daten erfolgen ausschliesslich in der Schweiz. Zudem werden die eingegebenen Informationen nicht für das Training von KI-Modellen verwendet. Nutzerinnen und Nutzer können zwischen verschiedenen Open-Weight-Modellen wählen, ohne einen Datenabfluss ins Ausland befürchten zu müssen.
Die Frage ist heute nicht mehr, ob Organisationen KI einsetzen. Entscheidend ist, wie sie dies tun. Wer die Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Technologien behält, schafft die Grundlage für vertrauenswürdige und souveräne KI.
Patrick Minder, Head of Technology &Business Consulting Services, Swisscom
Der Ansatz zeigt exemplarisch, worauf es beim produktiven Einsatz von KI künftig ankommen wird: Nicht allein die Leistungsfähigkeit eines Modells entscheidet über dessen Eignung, sondern auch die Kontrolle über Daten, Infrastruktur und rechtliche Rahmenbedingungen.
Ein Modell für andere Organisationen
Mit vergleichbaren Herausforderungen wie die Parlamentsdienste befassen sich längst auch Unternehmen, Verwaltungen und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Viele Organisationen möchten KI produktiv nutzen, stehen dabei jedoch vor Fragen rund um Datenschutz, Compliance und Informationssicherheit.
Der PIA-Pilot zeigt einen möglichen Weg auf: KI kann auch dort eingesetzt werden, wo die Anforderungen an Sicherheit und Datensouveränität besonders hoch sind. Voraussetzung sind klare Rahmenbedingungen, transparente Datenflüsse und die Kontrolle über die eingesetzten Technologien.
Für uns war von Anfang an klar: Für Datenbearbeitungen im Rahmen der vertraulichen Kommissionsarbeit kann KI nur dann eingesetzt werden, wenn die Datensouveränität vollständig gewährleistet ist. Mit PIA zeigt sich, dass das möglich ist – und dass Sicherheitsanforderungen Innovation nicht verhindern, sondern ihr einen verlässlichen Rahmen geben.
Martina Buol, stellvertretende Generalsekretärin der Bundesversammlung
Der Fall der Parlamentsdienste verdeutlicht, dass digitale Souveränität kein Hindernis für Innovation sein muss. Im Gegenteil: Sie schafft die Grundlage dafür, neue Technologien vertrauenswürdig und nachhaltig einzusetzen.
KI produktiv nutzen mit Schweizer Datenhaltung
Der Swiss AI Assistant von Swisscom ermöglicht Unternehmen den sicheren Einsatz generativer KI in einem kontrollierten Umfeld. Die Lösung wird in der Schweiz betrieben und unterstützt Organisationen dabei, Produktivitätspotenziale von KI zu nutzen, ohne Abstriche bei Datenschutz, Compliance und Datensouveränität machen zu müssen.
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