AOL bietet künftig gratis Internetdienste an

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Die Time-Warner-Tochter AOL wird ihren Kunden keine Gebühren mehr für E-Mail- und andere Internetdienste berechnen. Mit diesem Strategiewechsel will AOL mehr Besucher auf seine Seiten locken und mit Werbung Geld verdienen. Das Gratisangebot solle nach eigenen Angaben vor allem Nutzer ansprechen, die über andere Anbieter ins Internet gehen, aber ihre E-Mail-Adresse behalten wollen. So könne AOL von dem explosiven Anstieg von Breitbanddiensten und Internet-Werbung profitieren, wie der für das Tagesgeschäft zuständige Time-Warner-Präsident Jeff Bewkes sagte.
AOL hatte viele seiner Kunden an Konkurrenten wie Google und Yahoo verloren, die diese Dienste schon lange umsonst anbieten.
Das Unternehmen zeigte sich zugleich zuversichtlich, sein Internet-Zugangsgeschäft in Europa bis zum Herbst verkaufen zu können. Verhandlungsnahen Kreisen zufolge seien in Deutschland zurzeit fünf Interessenten im Rennen, nämlich die Internetanbieter United Internet und Freenet sowie die Telekommunikationskonzerne Telecom Italia, KPN und Versatel. Für das britische AOL-Zugangsgeschäft böten BSkvB, Orange und Carphone Warehouse. Rund 300 Millionen Euro biete Neuf Cegetel für das französische Zugangsgeschäft, wie eine mit dem Verkaufprozess vertraute Person mitteilte.