Ascom: 100 Mio. Verlust und 150 Stellen weniger

Uhr | Aktualisiert
Der Berner Telekommunikationskonzern Ascom erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2002 bei einem Umsatz von 1,09 Milliarden Franken (1. HJ 2001: 155 Milliarden) einen Konzernverlust von 100 Millionen Franken (1. HJ 2001: -26 Millionen). Im Rahmen von zusätzlichen Kostensenkungsmassnahmen werden in der Schweiz rund 150 Stellen abgebaut. Vom Einbruch der Technologiemärkte waren, so die Medienmitteilung, insbesondere die nicht mehr zum Kerngeschäft der Ascom gehörenden Bereiche Energy Systems und PBX (Ascotel) betroffen. Ebenfalls tiefrot operiert der Bereich New Technologies mit Powerline Communications und iT_SEC, wo sich das Betriebsverlust von –9 auf –19 Millionen innert Jahresfrist mehr als verdoppelte. Obwohl nicht zum Kerngeschäft gehörend soll das Projekt Powerline, das erst kürzlich durch den Rückzieher des deutschen RWE-Konzerns einen Rückschschlag erlitten hat, aber nicht verkauft werden. Gemäss Ascom sei man für Powerline auf der Suche nach einem Partner. In den vier strategischen Kernbereichen, so das Communiqué, habe Ascom dafür insgesamt operative Fortschritte erzielt. Dies trifft eigentlich nur auf den Bereich Wireless Solutions zu, wo das Betriebsergebnis von 2 auf 11 Millionen Franken gesteigert werden konnte. Im Bereich Security Solutions wurden 3 Millionen Franken weniger erwirtschaftet als vor Jahresfrist (noch 6 Millionen Franken), und im Bereich Network Integration konnte lediglich der Verlust von -3 Millionen auf -1 Million Franken gesenkt werden. Am wenigsten erfreulich präsentiert sich der Kernbereich Transport Revenue, wo sich der Verlust von –5 auf –15 Millionen Franken verdreifacht hat. Für das zweite Halbjahr rechnet Ascom nicht mit einer Erholung der Märkte.