Bald auch Viren in RFID-Chips?

Uhr | Aktualisiert
RFID-Transponder können Viren übertragen. Dies demonstrierte Andrew Tanenbaum, Erfinder des Betriebssystems Minix, mit seinem holländischen Team auf der IEEE Conference of Pervasive Computing in Pisa. Er hat einen Virus für RFID-Middleware von Oracle geschrieben, der auf 128 Byte und damit auf einem Transponder-Speicher Platz findet. Wenn er einmal über ein Lesegrät in eine Datenbank gefunden hat, kann der Virus von dort aus weitere Transponder infizieren.
Die Anwendungsbeispiele auf der Website der Forscher reichen von Viren, die vis Erdnussbuttergläsern die Kassensoftware im Supermarkt oder via Katzen mit ID-Tag die IT eines Tierarztes infizieren bis zum Terroristen, der über ein RFID-bestücktes Gepäckstück die Flughafensysteme stört und so seine Bombe ins Flugzeug schmuggeln kann. Künftig seien auch RFID Phishing oder Wardriving vorstellbar.