Banken-CIO: Strategische Entscheidungen scheitern am Tagesgeschäft

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Obwohl mittlerweile viele Schweizer Banken Standardlösungen bei ihren Kernbankensystemen einsetzen, bleibt die Verwaltung einer komplexen Systemarchitektur die grösste Herausforderung. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Swiss Core Banking Survey 2006" von IBM Global Business Services. Dazu wurden 25 CIOs von Retail- und Privatbanken befragt. Auch diese Studie zeigt, dass sich die Rolle des CIO verändert, IT-Outsourcing weit verbreitet ist und die Banken im Allgemeinen mit ihren Standardapplikationen zufrieden sind.
Als grösste Herausforderung nennen die CIOs die Verwaltung einer komplexen Systemarchitektur. Die meisten der befragten Banken setzen zwar Standardlösungen für Kernbankensysteme ein, die System-Architekturen scheinen aber nach wie vor sehr komplex zu sein. Ein Grund dafür sind die neben den Kernsystemen eingesetzten Satellitensysteme.
Eine weitere Herausforderung sehen die CIOs darin, die operationellen IT-Kosten zu kontrollieren und die Datenqualität und –integrität sicherzustellen. Der CIO von heute ist mit seinem operativen Tagesgeschäft ausgelastet und hat kaum freie Kapazitäten, um mittel- und langfristig strategische Entscheidungen zu treffen. Strategische Fragen des IT-Management rücken jedoch immer stärker ins Zentrum des Bankgeschäfts, was die Rolle des CIO verändern wird. Bei den befragten Banken sind jedoch gerade einmal 20 Prozent der CIOs Mitglied der Geschäftsleitung. Dies muss sich ändern: "Der CIO soll als strategischer Vordenker und 'Chef-Ingenieur' der Bank in die Geschäftsleitung integriert werden", fordert Roger Altorfer, Verantwortlicher für Core Banking bei IBM Global Business Services.