BenQ Mobile streicht zwei Drittel der Stellen

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Gestern Donnerstag teilte der insolvente Handy-Hersteller BenQ Mobile in München mit, rund 1'900 Stellen der 3'000 streichen zu müssen. Wie der Insolventverwalter Martin Prager vor den Medien sagte, sei der Stellenabbau die einzige Chance, das Unternehmen als Ganzes erhalten zu können. Das neue Geschäftsmodell sieht vor, Mobiltelefone für Auftraggeber mit eigener Marke zu entwickeln (der Netzwocheticker berichtete).
Von den Entlassungen betroffen sind vor allem Mitarbeiter in der Verwaltung, in Marketing und Vertrieb sowie in der Fertigung, wo die Mitarbeiterzahl jeweils um rund drei Viertel reduziert werde, so Prager. Die Arbeitsverträge der betroffenen Mitarbeiter bleiben vorläufig erhalten, sie seien aber von ihrer Anwesenheitspflicht entbunden und würden in Qualifizierungs- und Weiterbildungsmassnahmen gehen.
Derweil geht der Streit weiter, wer für die Kosten aufkommen soll. Die Gewerkschaft IG Metall will Siemens noch härter in die Pflicht nehmen und fordert ein Nothilfeprogramm von 200 Millionen Euro.