Bereitet sich COS auf ein Reverse Takeover vor?
Die IT-Beteiligungsgesellschaft COS hat eine Kapitalherabsetzung vorgenommen. Die Aktionäre stimmten gestern an einer ausserordentlichen Generalversammlung einer Nennwertreduktion von 12 Franken pro Aktie zu. Den Aktionären werden damit nach Ablauf der gesetzlichen Sperrfrist im April rund 22,6 Millionen Franken ausgeschüttet, wie COS mitteilte. Der Nennwert der COS-Aktie beläuft sich damit noch auf je 5 Franken.
COS besitzt nur noch eine Beteiligung an der deutschen Gesellschaft COS Memory, die auf den internationalen Handel mit Speichermodulen spezialisiert ist. Zur Stärkung dieses Geschäftsbereichs wollte COS vor einem Jahr Swissbit übernehmen, sagte im April die Übernahme aber ab.
Einen Monat später führte COS eine Reduktion des Aktiennennwerts von 30 auf 17 Franken durch. COS verfügt über nicht gebundene Mittel von 30 Millionen Franken, wie die Gruppe Mitte Dezember mitteilte. Indem COS das überflüssige Kapital an die Anteilseigner verteilt, will die Gruppe einer Überkapitalisierung entgegenwirken, die bei einem Verkauf zu einer zu hohen Bewertung führen könnte. Wie die Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft schreibt, will sich die börsenkotierte COS damit wahrscheinlich auf ein Reverse Takeover vorbereiten. Dabei übernimmt ein nicht börsennotiertes Unternehmen die Aktien des Unternehmens, das sich zum Verkauf anbietet, und kommt so an die Börse.
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