Bewegung im deutschen Telefonmarkt

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Die deutsche Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) will Bewegung in den deutschen Telefonmarkt bringen. Zum einen soll es möglich sein, Lizenzen für drahtlose Telefonanschlüsse (Wireless Lokal Loop, WLL) der Behörde zurück zu geben. Diese würden dann anderen Interessenten zur Verfügung gestellt. Damit will die RegTP verhindern, dass Frequenzen, die nicht benutzt werden, gehortet werden. Ausgeschlossen vom der Rücknahmeangebot sind allerdings jene Telcos, die bereits in einem Insolvenzverfahren stecken. Deren Lizenzen werden in aller Regel sowieso an die RegTP zurückfallen. Zweck der Massnahme ist, dass durch die raschere Verbreitung der drahtlosen Teilnehmeranschlüsse der Deutschen Telekom stärkere Konkurrenz erwächst. Mit WLL kann das Monopol der Deutschen Telekom auf der letzten Meile aufgeweicht werden. Im Gegenzug wird der Deutschen Telekom erlaubt, ab 1. Mai 2002 den monatlichen Grundpreis für einen analogen Telefonanschluss um fünf Prozent auf 13,33 Euro sowie den monatlichen Grundpreis für einen ISDN-Standard-Anschluss um 2,8 Prozent auf 23,60 Euro anzuheben. Es wird damit gerechnet, dass die Deutsche Telekom dadurch jährliche Mehreinnahmen von rund 200 Millionen Euro erzielen kann. Der Deal ist noch provisorisch und an eine Bedingung geknüpft: die Deutsche Telekom muss gleichzeitig die Tarife für Ortsgespräche um durchschnittlich 3,2 Prozent senken.