Neuer Webauftritt

Bund lanciert KI-freundliches Statistikportal

Uhr
von Elia Ferrari und rja

Das Bundesamt für Statistik hat seinen Online-Auftritt erneuert und auf zwei Plattformen aufgeteilt. Auf der Amtswebseite informiert die Behörde über ihre Organisation. Ein neues Fachportal bündelt die statistischen Daten. Das BFS hat es für Menschen und KI optimiert.

(Source: Sayyam Abbasi / unsplash.com)
(Source: Sayyam Abbasi / unsplash.com)

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat seinen Webauftritt überarbeitet. Das BFS ist der zentrale Informations- und Datendienstleister des Bundes für Öffentlichkeit, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Forschung. Bisher fanden Nutzende Informationen über das Amt und dessen Statistiken unter derselben Adresse. Mit der neuen Aufteilung auf zwei Plattformen will das BFS die Inhalte gezielter auf verschiedene Zielgruppen ausrichten, wie es mitteilt. Die bekannten Webadressen bleiben dabei bestehen.

Organisation und Daten getrennt 

Unter "bfs.admin.ch" sei neu die Amtswebseite "Das Bundesamt für Statistik" zu finden. Sie stelle das BFS als Organisation vor und beschreibe dessen Aufgaben, Werte und Tätigkeitsfelder. Diese reichen laut BFS von der klassischen Statistik über die Datenbewirtschaftung bis zu Datenwissenschaft und KI.

Das Fachportal "Statistik Schweiz" unter "statistik.admin.ch" richte sich hingegen an Personen, die mit den Daten arbeiten. Dort finde man aktuelle Ergebnisse, Indikatoren, Publikationen, Datensätze und Visualisierungen. Gemäss BFS können Nutzende die Angebote direkt oder über KI-Werkzeuge abrufen. Eine übersichtliche Navigation und interaktive Anwendungen sollen das Auswerten der Daten zudem erleichtern.

Überprüfbare Fakten für KI

Entwickelt habe das Bundesamt den neuen Auftritt innerhalb eines Jahres unter dem Projektnamen "Neue User Experience" (NUX). Für BFS-Direktor Georges-Simon Ulrich spielt bei der Umstrukturierung der Umgang von KI mit Fakten eine zentrale Rolle. "Die KI liefert zunehmend Antworten, ohne dass nachvollziehbar ist, auf welchen Fakten diese beruhen", sagt Ulrich. Umso wichtiger sei es, offizielle Daten sichtbar, überprüfbar und für alle zugänglich zu machen. Ebenso sieht der Direktor das neue Angebot als Beitrag zur Sicherheit der Schweizer Demokratie.
 

Übrigens: Schweizer Bevölkerung nutzt KI deutlich häufiger als der europäische Durchschnitt, wie eine Umfrage des BFS zeigt. Mehr zur Umfrage zur KI-Nutzung lesen Sie hier.

Webcode
s5Tovyro