Breitband-Internetzugang verstärkt Nord-Süd-Graben

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Breitbandinternet wird zu einer Ressource vergleichbar mit Wasser und Strom, schreibt die UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung UNCTAD im gestern veröffentlichten "Information Technology Report 2006". Der Bericht prangert das wachsende Gefälle zwischen Nord und Süd beim Breitbandzugang an. In den reichen Ländern sei allein im 2. Halbjahr 2005 die Zahl der mit Breitbandinternet operierenden Unternehmen um 15 Prozent auf 158 Millionen gestiegen. 2004 verfügten in der EU 53 Prozent der Firmen über einen Breitbandzugang, 2005 waren es bereits 63 Prozent.
Dagegen konnten von 151 Entwicklungsländern nur gerade 71 die nötigen Mittel für Breitbandinternet bereit stellen. In 48 dieser 71 Länder hat Breitbandinternet eine Verbreitung von weniger als 1 Prozent. Mit einer Quote von 2,9 Prozent stellt China die Hälfte aller Breitbandabonnenten in den Entwicklungsländern.
In ihrem Bericht zur Informationsgesellschaft bekräftigt die UNCTAD die Wichtigkeit von Breitbandanschlüssen in den ärmsten Regionen. Ohne die Bereitstellung der nötigen Infrastruktur sinke deren Konkurrenzfähigkeit weiter, was wiederum negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der Entwicklungsländer habe.
Der Bericht schätzt die Zahl der Internet-User auf mehr als eine Milliarde. Davon leben 531 Millionen in Industrieländern (54,5 Prozent der Bevölkerung). 441 Millionen Nutzer leben in Entwicklungsländern, machen dort aber gerade einmal 8,5 Prozent der Bevölkerung aus. Asien zählt gemäss UNCTAD 316 Millionen Nutzer, Afrika 35 Millionen. 89 Millionen Nutzer leben in Lateinamerika und 48 Millionen in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion und des Balkans.