Britische Polizei verhaftet Phishing-Bande

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Die britische National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU) hat gestern Donnerstag zwölf Personen festgenommen, die unter Verdacht stehen, Mitglieder einer Phishing-Bande zu sein. Die sechs Männer und sechs Frauen, die aus Estland, Lettland, Litauen, Russland und der Ukraine stammen, sollen die Bankkonten-Daten von Computer-Nutzern mittels gefälschter E-Mails und Banken-Websites ausspioniert haben. Laut englischen Medienberichten soll die Polizei Computer, Passwörter, Scheckbücher, Bankkarten und große Mengen an Kokain bei mehreren Adressen in London und Ramsgate in Kent beschlagnahmt haben. Gemäss dem IT-Security-Spezialisten Sophos hätten sich Phishing-Attacken in jüngster Zeit hauptsächlich an Kunden der Banken Wells Fargo, Nationwide, NatWest, Barclays, Westpac und Halifax gerichtet. In der Schweiz wurde in den letzten Monaten nach den Account-Daten von Ebay-Kunden sowie den Onlinebanking-Angaben von Kontoinhabern der Basler und Zürcher Kantonalbanken gephischt. Das Marktforschungsunternehmen Gartner vermutet, dass in den letzten zwölf Monaten rund 57 Millionen Amerikaner solche Phishing-Mails erhalten haben. Diese Resultate einer Gartner-Studie basieren auf der Hochrechnung einer unter rund 5000 Erwachsenen amerikanischen Internetusern gemachten Umfrage. Letztes Jahr hätten US-Banken und US-Kreditkartenanstalten zudem durch solche Attacken und deren Abwehr rund 1,2 Milliarden US-Dollar verloren.