Krypto-Corner

Schweizer und Schweizerinnen foutieren sich um Kryptowährungen

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Die Redaktion bloggt über die Blockchain und alles, was dazu gehört.

Ticker

12.10.2021 - Schweizer und Schweizerinnen foutieren sich um Kryptowährungen

Die Schweizer Bevölkerung interessiert sich nicht sonderlich für Kryptowährungen. Zu diesem Schluss kommt das Portal Brokerchooser. Die Schweiz liegt abgeschlagen auf Rang 39 von 50 möglichen Rängen, wie es beim Portal heisst.

Die Ränge kamen anhand einer Analyse von Suchanfragen im Netz zustande. Ausserdem wurden die Heimatländer der Brokerchooser-Kundschaft, die Anzahl Krypto-Besitzer und -Besitzerinnen und der globale Krypto-Verbreitungs-Index berücksichtigt. Dieser Index wird jährlich von Brokerchooser publiziert.

Die Resultate wurden in ein Verhältnis zu den Bevölkerungszahlen gesetzt. So kamen in der Schweiz innerhalb von 12 Monaten auf 10'000 Personen 73 Krypto-Suchanfragen ins Netz. Lediglich 1,8 Prozent der Bevölkerung seien Krypto-Besitzer und -Besitzerinnen. Die Schweiz teilt sich ihren Platz 39 mit Norwegen und liegt innerhalb von Europa nur noch vor Bulgarien, Österreich, Italien, Dänemark und Ungarn.

Ukraine führt die globale Liste an

Angeführt wird die globale Rangliste von der Ukraine, Russland und den USA. Obschon bei den Top 3 die Anzahl Krypto-Suchen auf 10'000 Personen nur in den USA höher ist als in der Schweiz, ist der Anteil an Krypto-Besitzern und -Besitzerinnen jeweils deutlich höher. In der ungarischen Bevölkerung sind es 12,7 Prozent, in Russland 11,9 Prozent und in den USA 8,3 Prozent. 

Die Gründe für die schlechte Platzierung der Schweiz dürfte gemäss “Finews” verschiedenen Umständen geschuldet sein. So verfüge die Schweiz etwa über eine stabile Währung und eine gute Infrastruktur im Finanzsystem. Menschen in Ländern wie Russland und Kenia seien vermutlich eher auf die Suche nach Alternativen angewiesen. 

Diese Aspekte könnten auch bei klassischen Einwanderungsländern, wie den USA oder Grossbritannien, eine Rolle bei der besseren Index-Platzierung spielen. Zahlreiche Bewohner und Bewohnerinnen dieser Staaten würden ihre regelmässigen Geldtransfers an Freunde und Familie im Herkunftsland mittlerweile über Kryptowährungen abwickeln.

(kfi)

11.10.2021 - Helium-Hotspots kommen in die Schweiz

Das Singapurer Start-up MNTD bringt demnächst in der Schweiz kompatible Helium-Hotspots auf den Markt. Zu diesem Zweck spannt das Start-up mit der Schweizer Agentur Apps with love zusammen. Die Hotspots mit den korrekten Frequenzen für die Schweiz und Europa werden in rund zwei Wochen lieferbar sein, wie die Agentur in einem Blogbeitrag schreibt. Es gebe noch viel Platz für weitere Helium-Hotspots, insbesondere ausserhalb von Städten. 

Das kalifornische Krypto-Projekt Helium will ein drahtloses Peer-to-Peer-Netzwerk fürs Internet der Dinge (IoT) aufbauen. Das sogenannte "People's Network" soll beispielsweise Smarthome-Geräte, smarte Haustierhalsbänder, E-Scooter, Umwelt-Monitoring-Sensoren oder medizinische Geräte vernetzen. Es handelt sich um ein LoRaWAN, mit dem sich Daten über lange Strecken auf effiziente Weise übermitteln lassen sollen. Betrieben wird das Netzwerk durch bestimmte Hotspots, die auch Endkundinnen und -kunden kaufen und betreiben können. 

(Source: getmntd.com)

Den Helium-Hotspot von MNTD gibt es in gold oder schwarz. (Source: getmntd.com/)

Den Anreiz fürs das Mining mit diesen Hotspots soll Heliums Kryptowährung HNT bilden. Wer einen Helium-Hotspot betreibt, wird je nach Datenmenge, die über den Hotspot fliesst, in HNT ausbezahlt.  

Ein Helium-Hotspot verbraucht laut Herstellerangaben etwa so viel Energie wie eine LED-Lampe, nämlich zirka 5 Watt. Die US-Versionen der Helium-Hotspots von MNTD kosten zwischen 400 und 500 US-Dollar – die Preise für die in der Schweiz kompatiblen Versionen sind noch nicht bekannt. 

(jor)

06.10.21 - Parlamentarischer Vorstoss verlangt Verbot anonymer Krypto-Transaktionen

Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) hat einen Vorstoss vorgelegt, der anonyme Krypto-Transaktionen verbieten will. Der sozialdemokratische Nationalrat Roger Nordmann reichte den Vorstoss ein. Er verlangt, dass Eigentümer von Kryptowährung mit Sitz in der Schweiz ihre Identität nachweisen müssen. Transaktionen von Banken und Instituten mit Kryptowährungen, deren wirtschaftlicher Eigentümer nicht identifiziert ist, sollen verboten sein.

Als Begründung verwendete die Partei die zunehmenden Hackerangriffen auf Unternehmen und die anschliessenden Forderungen von Lösegeld, das in Kryptowährung an anonyme Eigentümer gezahlt werden soll. Es sei erforderlich, solchen Hackern die "Finanzkanäle abzuschneiden". Dazu gehören auch die Kryptowährungen. Es soll so nicht mehr möglich sein, die Identität der Ransomware-Empfänger zu verschleiern. Die Attraktivität und Rentabilität dieses Sektors der Wirtschaftskriminalität werde infolgedessen sinken. 

Die Massnahmen sollen auch das Risiko verringern, dass Kryptowährungen für andere kriminelle Aktivitäten, Steuerbetrug und Geldwäsche verwendet werden. 

(nba)

29.09.2021 - Erster Schweizer Kryptofonds bekommt Finma-Zulassung

Der erste Schweizer Kryptofonds hat die Zulassung von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma erhalten. Der sogenannte Crypto Market Index Fund zählt zur Kategorie "übrige Fonds für alternative Anlagen" mit besonderem Risiko, wie die Finma mitteilt. Der Vertrieb sei daher auf qualifizierte Anleger beschränkt, also auf Schweizer Vermögensverwalter respektive Wealth-Management-Banken, Pensionskassen und andere institutionelle Anleger. 

Der Fonds darf laut der Aufsichtsbehörde nur  in "etablierte Kryptoassets mit genügend grossem Handelsvolumen investieren". Die Investitionen müssen zudem über etablierte Gegenparteien und Plattformen erfolgen, die Sitz in einem Mitgliedsstaat der Financial Action Task Force haben und entsprechenden Geldwäschereibestimmungen unterstellt sind. 

Emittent ist der Zuger Krypto-Dienstleister Crypto Finance; die ebenfalls in Zug ansässige Krypto-Bank Seba fungiert als Depotbank. Verwaltet wird der Fonds vom Zürcher Anlageberater PvB Pernet von Ballmoos. 

Der Fonds bilde den von der SIX Swiss Exchange verwalteten Crypto Market Index 10 ab, heisst es in einer Mitteilung von Crypto Finance. Ziel dieses Index sei es, die Performance der grössten und liquiden Crypto Assets und Tokens zuverlässig zu messen und einen Referenzwert für diese Anlageklasse zur Verfügung zu stellen 

(jor)
 

27.09.21 - Twitter ermöglicht Trinkgeld-Zahlungen in Bitcoin

Auf Twitter ist es jetzt möglich, Trinkgeld in Bitcoin zu überweisen. Mit dieser Funktion können Nutzende ihre Lieblingsprofile unterstützen. Das Banknoten-Symbol in der Profilbeschreibung führt zu den gewählten Zahlungsaccounts. Bisher konnten Autoren und Autorinnen ihre Cash-App-, Patreon-, Venmo-Accounts und mehr auf der iOS-Twitter-App verlinken. Nun arrangiert Twitter die Zahlungen mithilfe der Strike-App auch via Bitcoin, wie der Kurznachrichten-Dienst mitteilt. Die App ist in El Salvador und in den USA verfügbar. 

Verlinkung von Lightning Wallets

Auch die persönliche Bitcoin-Adresse kann verlinkt werden. Nutzende können die Adresse ihres Lieblingsaccounts  kopieren und in eine Bitcoin-Wallet ihrer Wahl einfügen, um direkt eine Zahlung zu senden. Die sogenannten Lightning Wallets seien bei den Nutzende in der Krypto-Community aufgrund ihrer niedrigeren Transaktionsgebühren beliebt, schreibt Twitter.
In einigen Wochen soll die Funktion auch für Android-Geräte erhältlich sein. 

(nba)

24.09.2021 Finma setzt Schwellenwert für Krypto-Transaktionen

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) fordert Schweizer Unternehmen auf, zusätzliche Massnahmen gegen Risiken, die durch die Transaktionen mit Kryptowährungen entstehen, zu treffen. Zu den Risiken bei Geschäftsmodellen der von der Finma als "angeschlossene Finanzintermediäre" betitelten Unternehmen, zählen laut "Finews.ch" insbesondere Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung.

Verschärfung beim Schwellenwert für Transaktionen

Laut "Finews.ch" ist an dem Punkt, ab dem eine Kundenidentifikation notwendig ist, ebenfalls eine Verschärfung beim Schwellenwert bei Transaktionen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen notwendig. Per Beginn 2021 senkte die Finma den Schwellenwert für Transaktionen auf 1000 Franken. Somit  ist es einem Kunden nur noch möglich miteinander verbundene Krypto-Transaktionen bis 1000 Franken pro Monat zu tätigen.

Unklarer Zeitraum der Transaktionen

Die Geldwäschereiverordnung Artikel 51a weist unklare Angaben in Bezug auf den Zeitraum von Transaktionen auf. In dieser wird nicht klar, ob die Meldeschwelle von 1000 Franken pro Kunden für Transaktionen gilt, die an einem einzelnen Tag stattfindet oder sich über einen ganzen Monat erstreckt. Dies macht die Verschärfung als Präzisierung schwammig, wie "Finews.ch" berichtet. 

Der Text der Geldwäschereiverordnung ändert sich mit dieser Massnahme jedoch nicht. Seitens der Finma gab es ebenfalls keine Konsultation.

Bitcoin-Automaten von Drogenhändlern missbraucht

Ausser der Financial Action Task Force "FATF" übte auch die Tatsache, dass Drogenhändler Bitcoin-Automaten als Zahlungsmittel benutzen würden, Druck aus. Laut "Finews.ch" haben dies verschiedene Fälle gezeigt.

Da Bitcoin-Anbieter verschiedenen Selbstregulierungs-Organisationen (SRO) angeschlossen sind, bestehe das Risiko einer Aufsichtsarbitrage, wie es heisst. Die Finma will dem entgegenwirken, indem sie in Bezug auf Technologieneutralität folgendes geltend macht: Bei der Anwendung der Blockchain-Technologie entstehen andere Risiken, also gelten nun auch andere Regeln. Mit der neuen Massnahme soll dies umgesetzt werden.

Übrigens: El Salvador hat die Bitcoin als Zahlungsmittel eingeführt. Als weltweit erstes Land, kämpft El Salvador jedoch auch mit Kritik und Protesten aufgrund des neuen Zahlungsmittels. So kam es in der vergangenen Woche zu heftigem Widerstand, wobei ein Bitcoin-Automat angezündet wurde. Den ganzen Artikel darüber finden Sie hier 

(slk)

17.09.2021 - Ständerat nimmt Kryptowährungen ins Bankengesetz auf

Kryptowährungen sollen ins Bankengesetz aufgenommen werden – das hat der Ständerat mit 40 zu 0 Stimmen beschlossen. Der Nationalrat hatte die Vorlage bereits im März durchgewunken. 

Die Anpassungen sollen gemäss einer Mitteilung des Parlaments den Einlegerschutz stärken. Konsumentinnen und Konsumenten sollen schneller an ihr Geld kommen, falls ihre Bank Insolvenz anmeldet. Die heutige Einlagesicherung habe sich zwar bewährt, sagte Finanzminister Ueli Maurer im Ständerat. Es brauche aber eine paar Anpassungen, um die Systemstabilität zu verbessern. 

Auf Antrag des Ständerats sollen im Gesetz neu auch kryptobasierte Vermögenswerte aufgenommen werden. Das sei im Nationalrat vergessen worden, sagte Wirtschaftskommissionssprecher Martin Schmid (FDP/GR). 

Sanierungsinstrumente für Kantonalbanken
Auch bezüglich der Kantonalbanken war der Ständerat nicht ganz einverstanden mit dem Vorschlag des Nationalrats. Die grosse Kammer hatte einen Artikel für die "Kantonalbanken mit ausdrücklicher Staatsgarantie" hinzugefügt, weil diese eine besondere Regelung benötigen würden. 

Der Ständerat will die Kantonalbanken zwar ebenfalls im Gesetz aufnehmen. Allerdings sei die Formulierung zu einschränkend, da sie nur für die Kantonalbanken mit Staatsgarantie gelte. Auch andere Kantonalbanken hätten eine besondere Bedeutung, hiess es in der kleinen Kammer. Dementsprechend strich der Ständerat die Bezeichnung "ausdrückliche Staatsgarantie" aus dem Gesetz. 

Die Kantonalbanken sollen zudem Zugang zu Bail-in Bonds erhalten. Das sind in der Regel Obligationen, die bei drohender Insolvenz im Rahmen eines durch die FINMA eingeleiteten Sanierungsverfahrens reduziert oder in Eigenkapital umgewandelt werden können. Gemäss Gesetzentwurf ist dies nur für systemrelevante Banken mit Staatsgarantie vorgesehen. Bail-in-Bonds seien aber sinnvolle Sanierungsinstrumente, die den Finanzplatz stärken würden, sagte Kommissionssprecher Schmid. Ihr Einsatzbereich solle daher nicht eingeschränkt werden.

Die Vorlage geht mit den Änderungen nun zurück an den Nationalrat. Die Revision des Bankengesetzes dürfte frühestens Anfang 2022 in Kraft treten. 

(jor)
 

27.08.2021 - Drei Schweizer Krypto-Player setzen auf Tezos für Smart Contracts

Die beiden Zuger Krypto-Dienstleister Crypto Finance und Inacta sowie die Zürcher Transaktionsbank Incore haben sich für Tezos entschieden, um Smart Contracts für europäische Banken anzubieten. Ziel ist es, rechtskonforme digitale On-Chain-Finanzprodukte zu entwickeln. Zu diesem Zweck habe man einen neuen Tezos-Token-Standard entwickelt, der auf dem FA2-Standard von Tezos basiert, heisst es in einer Mitteilung.

Der neue Standard nennt sich DAR-1-Token und stammt von Inacta. Er soll gemäss Mitteilung Smart Contracts ermöglichen, die alle Anforderungen an Finanzmärkte erfüllen - von Geldwäschereivorschriften bis hin zu rechtlichen Vorgaben für die Vermögensverwaltung. 

Staking-Services für das Tezos-Netzwerk

Crypto Finance, Inacta und Incore setzen auf die Tezos-Blockchain, weil sie laut Mitteilung On-Chain-Governance-Upgrades ohne Unterbrechung oder Aufspaltung des Netzwerks ermöglicht. Für Finanzdienstleister sei das deswegen attraktiv, weil sie ihren Kundinnen und Kunden das Staking der Kryptowährung von Tezos anbieten können. Die entsprechenden Staking-Services wickelt die Incore-Bank als B2B-Geschäft ab. Die Endkundinnen und -kunden wiederum könnten das Staking in ihrem E-Banking-Account aufgleisen, heisst es in der Mitteilung weiter. 

Inacta und Incore wollen noch in diesem Jahr eine Reihe von Emissionen auf der Tezos-Blockchain starten. 

Staking vs. Mining

Staking kommt in Blockchains mit Proof-of-Stake-Konsensalgorithmen zum Tragen, beispielsweise bei Cardano, Tezos und voraussichtlich bald auch bei Ethereum, der derzeit grössten Plattform für Smart Contracts. 

Proof of Stake lässt sich, vereinfacht betrachtet, mit einer Aktiengesellschaft vergleichen: Wer einen grösseren Anteil besitzt, erhält mehr Stimmrechte und allenfalls eine Dividende, die man als Staking Reward bezeichnet. Wer Staking betreibt, stellt einen bestimmten Betrag einer Kryptowährung für die Validierung von Transaktionen zur Verfügung, und kann dafür im Gegenzug passives Einkommen generieren. 

Im Gegensatz dazu funktioniert das Proof-of-Work-Verfahren, wie es im Fall von Bitcoin zum Einsatz kommt, indem die am Netzwerk beteiligten Miner versuchen, komplexe Rechenaufgaben zu lösen: Wer es als Erster schafft, darf einen neuen Block erzeugen und bekommt dafür eine Belohnung. Proof of Work gilt allerdings als der langsamere und deutlich energieintensivere Konsensmechanismus.

(jor)

20.08.2021 - 85'000 Schweizer Händler können nun Zahlungen in Kryptowährungen annehmen

Worldline ermöglicht seinen Geschäftskunden neu, Zahlungen in den Kryptowährungen Bitcoin und Ether zu akzeptieren. Damit könnten rund 85'000 Schweizer Händler Kryptowährungen als Zahlungsmittel anbieten, teilt Worldline mit. Der Finanzdienstleister, zu dem auch Six Payment Services gehört, bietet die Funktion in Zusammenarbeit mit der Zuger Kryptodienstleister Bitcoin Suisse an.

Angekündigt hatten die Unternehmen das Vorhaben bereits Ende 2019. Vor der Einführung für alle Händler habe man die Funktion in einem Pilotprojekt getestet, schreibt Worldine weiter. Wer künftig Onlinezahlungen in Kryptowährungen anbieten will, muss dafür das Worldline Payment Plugin für den jeweiligen Onlineshop installieren. Auch für Point-of-Sale-Transaktionen gibt es die Möglichkeit. Hierfür benötigt der Händler die App "WL Crypto Payments". "Kunden, die in einer Kryptowährung zahlen, können dazu ihre gewohnte mobile Krypto-Wallet-App verwenden", heisst es in der Mitteilung.

Der Betrag, der dem Preis des Artikels in Schweizer Franken entspricht, wird automatisch in Bitcoin oder Ether angezeigt, zum aktuellen Wechselkurs. Ein Volatilitätsrisiko für Händler bestehe nicht, schreiben die Unternehmen, denn die Transaktion werde unmittelbar nach der Zahlungsbestätigung sicher in Schweizer Franken umgewandelt.

Bitcoin-Suisse-CEO Arthur Vayloyan spricht in der Mitteilung von einem "historischen Meilenstein für die Akzeptanz von Kryptowährungen in der Schweiz und darüber hinaus. Wir arbeiten sehr gerne mit Worldline zusammen, um nutzerfreundliche Kryptozahlungen
in der Schweiz auf den Markt zu bringen". 

(ych/rja)

18.08.21 - Blockchain-Handelsplattform der Berner Kantonalbank kurz vor dem Start

Die Berner Kantonalbank BEKB will in den kommenden Wochen ihre letzten Herbst angekündigte Plattform für die Emission, den Handel und die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten lancieren. Der blockchain-basierte Marktplatz für den Handel von Effekten soll SME|X heissen, teilt die Bank mit. Die BEKB hat ihn zusammen mit mit der Hypothekarbank Lenzburg und Daura entwickelt. Die Infrastruktur ermögliche zukünftig KMUs einfachere und effizientere Prozesse und erschliesst Investoren und Anlegern neue Märkte. Gegenüber dem Onlineportal "Finews" teilte die Bank mit, der geplante Marktplatz sei als organisiertes Handelssystem gemäss Finanzmarktinfrastruktur-Gesetz konzipiert. Man sei mit der Finanzmarktaufsicht Finma in Kontakt gestanden, benötige aber von dieser keine Lizenz.

(rja)

09.08.2021 - Swisscom wird Node-Betreiber im Oracle-Netzwerk Chainlink

Swisscom wird Teil des Oracle-Netzwerks Chainlink. Gemäss einer Mitteilung ist dies Teil einer Pilotinitiative. Der Digital-Asset-Bereich des Telkos soll fortan sogenannte Oracle-Nodes bereitstellen. Swisscom wird somit Zulieferer im Bereich dezentraler Finanzdienstleistungen.

Chainlink versorgt dezentrale Finanzanwendungen mit kritischen Daten von ausserhalb der Blockchain, in erster Linie Preisdaten. Die Oracle-Nodes agieren dabei als eine Art Brücke zu besagten Daten. Das Netzwerk führt die Preisdaten aller Nodes zusammen und ermittelt dabei einen Konsensus-Wert. Finanzanwendungen nutzen diesen, um Kontakte und Transaktionen abzuwickeln.

"Zuverlässige Off-Chain-Daten für dezentralisierte Netzwerke verfügbar zu machen ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Kryptobranche", wird Dominic Vincenz, Fintech-Innovationsmanager von Swisscom Digital Business, von "Cointelegraph" zitiert. Da "Transaktionen, Verträge und Vermögenswerte zunehmend auf Blockchain-Infrastrukturen wandern", sehe der Telko grosses Potenzial im DeFi-Bereich. Auch eine weitere Beteiligung in diesem Bereich schliesst Swisscom laut "Cointelegraph" nicht aus.

(msc)

06.08.2021 - Mobile-Provider Digital Republic akzeptiert jetzt auch Krypto

Digital Republic akzeptiert als erster Mobile-Provider in der Schweiz neu auch Kryptowährungen. Den Anfang machen neben den populären Währungen Bitcoin und Ether auch Bitcoin Cash, Dai, Litecoin und USD Coin.

Das Angebot gilt ab sofort, wie Digital Republic mitteilt. Marco Arnold, Mitgründer von Digital Republic: "Kryptowährungen sind für uns wie auch für unsere Kundinnen und Kunden kein Hype, sondern eine sinnvolle zusätzliche Bezahlmethode."

SIM-Karten mit ein oder zwölf Monaten unlimitiertem Internet können gemäss Mitteilung direkt mit Kryptowährungen bezahlt werden. Für die monatliche Abogebühr könnten Kundinnen und Kunden Krypto nutzen, um ein Guthaben auf ihr Konto zu laden.

(cwa)

04.08.2021 - Nun brauchen Blockchain-Handelsplattformen eine Finma-Lizenz

Am 1. August sind in der Schweiz Gesetzesänderungen für DLT- und Blockchain-Handelsplattformen in Kraft getreten. Die entsprechenden Änderungen beschloss der Bundesrat am 18. Juni 2021, wie er auf "Admin.ch" mitteilt. Sie sollen die Voraussetzungen für Blockchain- und DLT-Unternehmen in der Schweiz verbessern.

Künftig benötigen entsprechende Handelsplattformen eine Lizenz der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma, wie "Cointelegraph" schreibt. Die Finma stellte entsprechende Lizenzen bereits im Vorfeld der Gesetzesänderungen aus, etwa an den Schweizer DLT-Marktplatz Taurus Digital Exchange und das in Zug ansässige Unternehmen Crypto Broker. 

Ausser der Lizenzpflicht ist seit dem 1. August eine Anpassung des Insolvenzrechts in Kraft, das die Aussonderung kryptobasierter Vermögenswerte im Konkursfall regelt. Damit erhöht sich die Rechtssicherheit der involvierten Parteien, wie es weiter heisst.

(kfi)

02.08.2021 - CES-Veranstalterin lanciert NFT- und Digital-Assets-Programm

Die CES-Veranstalterin Consumer Technology Association (CTA) lanciert im Rahmen der CES 2022 eine Initiative, um der Digital-Asset-Industrie an der Messe eine Bühne zu bieten. Der Fokus soll dabei auf non-fungible tokens also NFTs, Initial Coin Offerings (ICOs) und anderen Blockchain-basierten Technologien und Unternehmen liegen.

Die Initiative soll Ausstellungen zu digitalen Vermögenswerten sowie ein Konferenzprogramm umfassen sowie den NFT-Boom und die Zukunft des Marktes beleuchten. "NFTs stellen eine dynamische Verschmelzung von Technologie und digitalen Medien dar", sagte Karen Chupka, EVP, CES, CTA. "Die CES wird diese neue Branche vorstellen und erklären, wie digitale Kunst gezeigt, geteilt und konsumiert wird."

Die Ausstellung digitaler Güter und das Konferenzprogramm sollen im Aria Resort & Casino als Teil des C-Space stattfinden, ein spezieller Messebereich für die Marketing-, Werbe-, Medien- und Unterhaltungsindustrie der CES. Im Rahmen des Konferenzprogramms sollen Branchenführer und Innovatoren vorgestellt werden, die den NFT-Markt "entmystifizieren".

Die CTA plant, die CES 2022 vom 5. bis 8. Januar 2022 vor Ort in Las Vegas durchzuführen.

(ml)

22.07.2021 - Oops! He did it again.

Tesla- und Space-X-Chef Elon Musk hat an der Bitcoin-Konferenz "The B Word" ausgeplaudert, welche Kryptowährungen er persönlich hält und welche Krypto-Anlagen seine Firmen besitzen. Es sind dies die wenig exotischen, Bitcoin, Ethereum und Dogecoin, wie Futurezone.at berichtet. 

Demnach halten seine Unternehmen Tesla und SpaceX  ebenfalls Wertanlagen in Bitcoin, wie Musk an der Konferenz sagte. Das ist insofern überraschend, als dass Tesla im Frühling mitteilte, Bitcoin als Zahlungsmittel beim Kauf seiner Elektroautos zu akzeptieren, dies dann aber aufgrund von Klimabedenken wieder stoppte.

 

Bitcoin-Kurs springt auf über 32'000 US-Dollar

Nun also der Rückzug vom Rückzug. So sagte Musk an der Konferenz: "Tesla wird Bitcoin sehr wahrscheinlich wieder akzeptieren". Prompt sprang der Kurs der Kryptowährung am 22. Juli um vier Prozent auf über 32'000 Dollar. Dies nachdem der Bitcoin-Kurs nach dem Absturz in den letzten Tagen und Wochen auf unter 30'000 Dollar gefallen war. "Oops! He did it again", will es einem da entfahren; denn schon in der Vergangenheit reagierten die Kurse von Bitcoin und Co. auf Musks Aussagen in Interviews oder Posts auf Twitter. Böse Zungen würden in diesem Zusammenhang von Marktmanipulation sprechen.
 

Dogecoin im Fokus

Besonders die Meme-Währung Dogecoin hatte es Musk angetan, wie Futurezone.at weiter berichtet. Von dieser Kryptowährung schwärmte er öffentlich und der Kurs schnellte in die Höhe. Vereinzelt wurde auch vermutet, dass Musk den Preis mit seinen Aussagen bewusst beeinflusse und mit entsprechenden An- und Verkäufen daran verdiene. Dies dürfte allerdings nur schwer zu beweisen sein. Denn bereits vor der Konferenz hatten die Krypto-Kurse wieder angezogen. Über den Einfluss von "The B Word" kann insofern nur spekuliert werden.
Ausserdem dementierte Musk Manipulationsabsichten an der B-Word-Konferenz: "Ich glaube definitiv nicht daran, den Preis hoch zu treiben und zu verkaufen oder Ähnliches. Ich möchte, dass Bitcoin erfolgreich ist".

(ml)

 

09.07.2021 - Ethereum: Hard-Fork "London" geht am 4. August live

Ein kritisches Ethereum-Update steht bevor: Die Hard-Fork für das sogenannte London-Update soll voraussichtlich am 4. August stattfinden, wie "bitcoin-kurier.de" berichtet. Das Update soll insgesamt fünf Veränderungen für Ethereum bringen - darunter den Wechsel vom Proof-of-Work-Verfahren hin zu Proof-of-Stake. 

EIP-3228 soll zudem ein neues Gebührenmodell einführen: Es beinhaltet gemäss einem Bericht von "coin-update.de" einen deflationären Mechanismus, der die Grundgebühr verbrennt, was zu einer grösseren Knappheit führt und die langfristige Lebensfähigkeit des Ethereum-Netzwerks erhöhen soll. Das neue Gebührenmodell soll die Transaktionsgebühren auf dem Ethereum-Netzwerk senken und dessen Lebensfähigkeit erhöhen. Durch das "burnen" eines Teils der Gebühren würden allerdings auch die Einnahmen von Minern sinken.

Proof of Work ist der Konsensmechanismus, der beispielsweise bei Bitcoin zum Einsatz kommt. Bei diesem Modell versuchen Miner eine komplexe Rechenaufgabe zu lösen: Wer es als Erster schafft, darf einen neuen Block erzeugen und bekommt dafür eine Belohnung. 

Proof of Stake lässt sich, vereinfacht betrachtet, mit einer Aktiengesellschaft vergleichen – wer einen grösseren Anteil am Unternehmen besitzt, erhält mehr Stimmrechte, die zu Entscheidungen berechtigen, aber auch möglicherweise eine Entlohnung, das sogenannte Staking-Entgelt. Proof of Stake soll schneller sein als Proof of Work und gleichzeitig auch deutlich weniger Energie verbrauchen. 

(msc)

28.06.2021 - Kryptowährungen gewinnen in der Schweiz an Zuspruch

Knapp 40 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer können sich Kryptowährungen als geeignete Anlageform zur Vermögensbildung vorstellen, wie aus einer Umfrage des IT-Beraters Bearingpoint hervorgeht. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 32 und in Österreich 34 Prozent. 

Die Verbraucher bevorzugen allerdings direkte Investitionen: Nur etwa jeder fünfte Befragte aus dem DACH-Raum würde über börsengehandelte Produkte wie etwa einem Krypto-Fond in Kryptowährungen investieren wollen. 

Krypto-Börsen besonders beliebt bei den Jungen
Vor allem bei Jungen werden Kryptowährungen beliebter. Unter den 18- bis 24-Jährigen können sich 41 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer eine Investition direkt über eine Krypto-Börse oder einen Krypto-Broker vorstellen. In Deutschland sind es 26 Prozent, in Österreich 38 Prozent. Rund 20 Prozent der jungen Altersgruppe wissen allerdings nicht, wie man in Kryptowährungen investieren kann.

Eine Investition über das Depot eines Online-Brokers oder einer Hausbank sei für die junge Generation in der Schweiz (24 Prozent), in Österreich (27 Prozent) und Deutschland (20 Prozent) aktuell weniger attraktiv, teilt Bearingpoint mit. "Diese Entwicklung sollte gerade Banken aufhorchen lassen", sagt Robert Bosch, Partner bei Bearing Point Deutschland im Bereich Financial Services.

Kryptos vs. Fiat
Die junge Generation traue den Kryptos sogar zu, traditionelle Währungen dereinst abzulösen. In der Schweiz halten dies 52 Prozent der befragten 18- bis 24-Jährigen für möglich; in Deutschland und Österreich sind es rund 40 Prozent, die diese Meinung teilen. 

Die Mehrheit aller Befragten in allen drei Ländern glaubt jedoch nicht daran, dass Kryptowährungen staatliche Währungen ablösen werden. In der Schweiz halten dies 64 Prozent für unwahrscheinlich; in Deutschland teilen 74 Prozent und in Österreich 71 Prozent diese Ansicht. Andererseits: Ein Drittel der befragten Schweizerinnen und Schweizer kann sich den Ergebnissen zufolge eine Ablösung staatlicher Währungen durch Kryptowährungen durchaus vorstellen. 

Volatilität, Sicherheitsbedenken und Rechtslage als hemmende Faktoren
Tatsächlich investieren zurzeit nur relativ wenige in virtuelle Währungen wie Bitcoin: Den Ergebnissen zufolge nutzen 8 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer Kryptowährungen – in Deutschland sind es 7 und in Österreich 9 Prozent. Auch wenn in allen drei Ländern die überwiegende Mehrheit virtuelle Währungen inzwischen kennt, wissen 46 Prozent der Schweizer, 49 Prozent der deutschen und 44 Prozent der österreichischen Befragten nicht, wie sie funktionieren. 

Die grössten Hindernisse aus Sicht der Verbraucher seien vor allem die Wertschwankungen, Bedenken zur sicheren Verwahrung und die weiterhin ungewisse Gesetzgebung, teilt Bearingpoint mit. 

Die Onlinebefragung wurde von YouGov im Auftrag von Bearingpoint durchgeführt. Die Umfrage lief vom 12. bis 21. Mai; 4112 Personen aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich nahmen daran teil. 

(jor)

11.06.2021 - SNB testet Digitalwährung mit UBS, CS und Frankreichs Zentralbank

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ein weiteres Experiment mit digitalem Zentralbankengeld für Finanzintermediäre – auf Englisch: wholesale CBDC – durchgeführt. Diesmal ging es um die Abwicklung grenzüberschreitender Transaktionen, wie die SNB mitteilt. Mit an Bord waren ausser der SNB die französische Zentralbank (Banque de France), der Fintech-Arm der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS Innovation Hub) sowie ein privatwirtschaftliches Konsortium – angeführt von Accenture, unter Beteiligung der Schweizer Börsenbetreiberin Six, der UBS und Credit Suisse, der französischen Investmentbank Natixis und des US-amerikanischen Fintech-Unternehmens R3. 

Das Experiment bestand gemäss Mitteilung aus blockchainbasierten Transaktionen zwischen Banken mit Sitz in der Schweiz und Frankreich, wobei zwei CBDCs sowie ein digitales französisches Finanzinstrument zum Einsatz kamen. Dieses Finanzinstrument sei gegen eine in Euro denominierte CBDC getauscht worden, und zwar nach dem Prinzip Lieferung gegen Zahlung. Ein weiterer Versuch bestand darin, eine Euro-CBDC gegen eine Schweizer-Franken-CBDC zu tauschen, diesmal nach dem Prinzip Zahlung gegen Zahlung. 

Kryptos für Zentralbanken, Fiat für die Bevölkerung

Die SNB wie auch die französische Zentralbanken betonen abermals den explorativen Charakter dieser Versuche. Die Experimente dürften nicht als Hinweis auf eine geplante Ausgabe von wholesale CBDC durch die SNB oder die Banque de France interpretiert werden, heisst es in der Mitteilung. Mit solchen Experimenten wollen die beiden Zentralbanken herausfinden, inwiefern wholesale CBDCs grenzüberschreitende Transaktionen zwischen Finanzintermediären schneller, effizienter und transparenter machen könnten. 

Die ersten Versuche mit digitalem Zentralbankengeld führte die SNB Ende 2020 durch – damals unter dem Namen Projekt Helvetia. Das Fazit lautete: CBDC ist in technologischer wie auch juristischer Sicht machbar. 

Die SNB sprach sich allerdings mehrfach gegen die Einführung eines digitalen Frankens für die breite Bevölkerung aus. Gegen solche Pläne spräche unter anderem das fehlende Vertrauen in Kryptowährungen – und dass mit ihnen keine Geldpolitik möglich sei, sagte Andréa Maechler, Mitglied des SNB-Direktoriums, kürzlich an einem Bankenanlass in Zürich, wie "Finews" berichtet. Im Gegensatz zu Fiatgeld sei bei Kryptowährungen nur die Produktion möglich, so etwas wie "Demining" als Gegenpol zum Mining fehle, sagte Maechler. 

(jor)

10.06.2021 - Norton lässt Kundschaft schürfen, um selbst zu verdienen

Als Nortonlifelock das neue Ethereum-Mining-Feature für Norton 360 vorgestellt hat, blieben viele Fragen offen. Das Portal Bleepingcomputer warf daher einen genaueren Blick darauf und testete Norton Crypto selbst.

Gemäss dem Bericht macht der Anbieter es seiner Kundschaft kinderleicht, zu Kryptoschürfern zu werden: In 10 Minuten war die Software installiert und am laufen – inklusive Systemneustart.

Aber: Um zu schürfen, muss man in einem englischsprachigen Land leben, einen Windows-PC mit einer GPU haben, die über mindestens 3 Gigabyte an Speicher verfügt und bei Nortons Early Adopter Program mitmachen.

100 Prozent der GPU-Leistung - immer

Der Mining-Prozess nutzt 100 Prozent der GPU-Rechenleistung. Und zwar immer – es gibt keine Möglichkeit, dies zu drosseln. So könnte das Mining-Feature also die Langlebigkeit der Grafikkarte aufgrund der konstant hohen Temperaturen beinträchtigen. Die CPU werde nicht angezapft.

Eigentlich soll das Programm nur schürfen, wenn der Rechner gerade nicht genutzt wird. Laut dem Bericht lief der Prozess aber auch, als auf dem Testgerät ein Videospiel gestartet wurde. Allerdings könne es sich hierbei nur um einen Anzeigefehler handeln, da das Spiel problemlos gelaufen sei.

Enorme Gebühren auf den Einnahmen

Das grössere Problem mit dem neuen Feature betrifft die Einnahmen vom Schürfen: Während dem 36-stündigen Test verdiente Bleepingcomputer keinen einzigen Rappen. Dies mag am kleinen Mining-Pool liegen, da nur Teilnehmde des Early Adopter Program mitmachen.

Da Ethereum nicht einfach zu minen ist, organisieren sich Schürfende in Gruppen, sogenannte Mining-Pools. So haben die Teilnehmenden mehr Aussichten auf grössere Erfolge. Je grösser der Pool, desto mehr kann man schürfen.

Für gewöhnlich verlangen die Betreiber solcher Pools eine kleine Gebühr. In der Regel bis zu 3 Prozent der Ethereum-Einnahmen. Norton zwackt 15 Prozent ab! Das heisst, auch wenn Nortons Pool grösser wird, das grosse Geld werden Nutzerinnen und Nutzer wohl dennoch nicht machen.

(cka)

04.06.2021 - Norton 360 macht Kunden und Kundinnen zu Kryptoschürfern

Das Antivirenprogramm Norton 360 hat ein interessantes neues Feature erhalten: Nutzerinnen und Nutzer können nun mit der Lösung nach der Kryptowährung Ethereum schürfen, wie Nortonlifelock mitteilt. Das Feature heisst passenderweise Norton Crypto und steht ausgewählten Kunden und Kundinnen zur Verfügung, die Teil sind von Nortons Early-Adopter-Programm.

"Wir sind stolz darauf, das erste Cybersecurity-Unternehmen für Consumer zu sein, das Coinminern die Möglichkeit bietet, die Leerlaufzeit ihrer PCs sicher und einfach in eine Möglichkeit zu verwandeln, digitale Währung zu schürfen", sagt Gagan Singh, Chief Product Officer von Nortonlifelock.

So sieht das neue Schürf-Feature aus. (Source: zVg)

Ins Detail geht Norton nicht. Es sei ein sicherer, zuverlässiger Weg für Kunden, um Ethereum zu minen. Anschliessend könne man die Gewinne verfolgen und ins Norton Crypto Wallet transferieren. Dieses wird in der Cloud gehostet. Laut dem Unternehmen mussten Miner bislang ihre IT-Security deaktivieren, damit sie mit ungeprüftem Code schürfen konnten.

Noch viele offene Fragen

Im Kleingedruckten der Pressemitteilung erwähnt das Unternehmen, dass dieses Feature eventuell gewisse Hardwareanforderungen stellt. Was für Komponenten genau benötigt werden, ob man etwa eine dedizierte GPU haben muss, verrät der Hersteller allerdings nicht. Auch steht in der Mitteilung nichts darüber, wie stark das Feature die Rechenleistung belastet.

Denkbar sei es, dass man nicht einzeln für sich schürft, sondern zusammen in einem Pool von Nutzerinnen und Nutzern. Dies erhöhe die Chance, Ethereum zu verdienen, da es für einzelne Miner sehr schwierig sei, schreibt Bleepingcomputer.

Als Betreiber dieses Pools könnte Norton eine kleine Gebühr von allem geminten Ethereum fordern, wie es bei Pool-Betreibern üblich sei. Somit wäre das Feature auch für das Unternehmen selbst eine neue Einnahmequelle. Ein Ether ist übrigens zurzeit fast 2364 Franken wert.

Wer sich nun dafür entscheidet, auf Norton umzusteigen und sich eine Bergmannskappe zuzulegen, sollte jedoch etwas bedenken: Gewinne aus Cryptomining werden hierzulande als steuerbares Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit angesehen. Daher sollten solche Einkünfte bei der nächsten Steuererklärung nicht vergessen gehen.

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(cka)

11.05.2021 - UBS plant angeblich Kryptowährungs-Angebot

Die UBS will reichen Kundinnen und Kunden angeblich Investments in Kryptowährungen ermöglichen. Die Grossbank plane bereits entsprechende Angebote, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise. Zurzeit würden verschiedene Möglichkeiten geprüft, darunter Angebote von Drittanbietern. 

Die Schweizer Grossbank reagiere mit den Plänen auf die Nachfrage der Kundschaft, schreibt "Bloomberg" weiter. Die UBS befürchte sogar, dass sie Kunden verlieren könnte, wenn sie ihrer vermögenden Klientel nicht anbieten sollte, in Kryptowährungen zu investieren. Aufgrund der hohen Volatilität von Kryptowährungen werde die UBS jeweils nur kleine Anteile der Kundenanlagen in Krypto-Assets investieren. 

"Wir beobachten die Entwicklungen im Bereich der digitalen Assets genau", teilt die UBS gegenüber der Nachrichtenagentur mit. Man sei allerdings vor allem an der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie interessiert. 

Goldman Sachs läutet Krypto-Handel an der Wall Street ein
Gegenüber Kryptowährungen zeigte sich die Schweizer Bank bislang höchst skeptisch, wie "Finews" berichtet. Wenn die UBS als grösste Vermögensverwalterin der Welt sich nun aber gegenüber Krypto-Anlagen öffnen sollte, hätte das eine Signalwirkung für die Szene. Die Bank würde mit solch einem Vorhaben auch auf den Druck der Konkurrenz reagieren. 

Insbesondere Goldman Sachs prescht voran: Die US-amerikanische Investmentbank nahm kürzlich einen Trading-Desk für Kryptowährungen in Betrieb, wie der US-Fernsehsender "CNBC" unter Berufung auf ein internes Memo berichtet. Demzufolge habe ein bankinternes Krypto-Team vergangene Woche erstmals mit zwei Bitcoin-Derivaten gehandelt. Somit habe Goldman Sachs eine neue Ära des Handels mit Kryptowährungen an der Wall Street eingeläutet, heisst es im Bericht von "CNBC". 

(jor)

10.05.2021 - Dfinity bringt Internet-Computer online

Das Zuger Blockchain-Start-up Dfinity hat seine Computing-Plattform namens Internet-Computer an den Start gebracht. Die Plattform sei seit dem 7. Mai mit dem Web verbunden, der Quellcode sei seither frei einsehbar, heisst es in einer Mitteilung.  

Zum Start wird der Internet-Computer laut Mitteilung von 48 unabhängigen Rechenzentren in Nordamerika, Europa und Asien unterstützt, die aktuell 1300 Nodes betreiben. Bis Ende des Jahres seien 123 Rechenzentren mit 4300 Nodes geplant, und schliesslich Tausende von Rechenzentren mit Millionen von Knoten. 

Ein ambitioniertes Projekt
Unternehmensgründer und Chief Scientist Dominic Williams beschreibt sein Projekt als die weltweit erste Blockchain, die so schnell läuft wie das Web und problemlos skalierbar ist. Das erklärte Ziel: eine Public Cloud für die nächste Generation von Software und Internetdiensten, und zwar ohne die Lock-in-Risiken, die bei den grossen Cloud-Anbietern wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud Platform bestehen. 

Dfinity arbeitet seit fünf Jahren an dem Projekt. Die Ambitionen sind hoch: "In fünf Jahren kennt uns jeder, in zehn Jahren ist jedem klar, dass wir gewonnen haben, und in 20 Jahren werden wir der Standard sein", lässt sich Williams vom "Handelsblatt" zitieren. 

Eine benutzerfreundliche Authentifizierungslösung
Mit dem offiziellen Start des Projekts verkündet Dfinity auch Fortschritte im Bereich digitaler Benutzeridentifizierung. Geplant sei eine Authentifizierungslösung namens "Internet Identity", mit der sich Benutzeridentitäten sicher verwalten liessen – ohne Benutzernamen, Passwörter oder kryptografische Schlüssel. Nutzerinen und Nutzer sollen sich damit über ihre Endgeräte in Applikationen auf der Dfinity-Plattform anmelden können. 

"Auch wenn heute Krypto, Blockchain und Co. noch für viele kompliziert wirken mag, ermöglicht der Internet-Computer mit der 'Internet Identity' bequemeres und sicheres authentifizieren, als irgendwo heute genutzt wird", lässt sich Williams in der Mitteilung zitieren. 

Screenshots von "Internet Identity" - einer Online-Identitätslösung für den Zugriff auf Apps, die auf dem Internet-Computer laufen. (Source: zVg)
Screenshots von "Internet Identity" - einer Online-Identitätslösung für den Zugriff auf Apps, die auf dem Internet-Computer laufen. (Source: zVg)

 

Erste Anwendungen am Start
Zu den ersten Applikationen, die auf dem Internet-Computer laufen sollen, zählen die Tiktok-Alternative CanCan, der Nachrichtendienst OpenChat und die dezentrale Social-Media-Plattform Capsule. 

Screenshots von CanCan - einer offenen und tokenisierten Alternative zu TikTok, die auf dem Internet-Computer läuft und über jeden Browser oder jedes mobile Gerät zugänglich ist. (Source: zVg)
Screenshots von CanCan - einer offenen und tokenisierten Alternative zu TikTok, die auf dem Internet-Computer läuft. (Source: zVg)

 

Am Start sind auch drei dezentrale Finanzanwendungen: die beiden Kryptobörsen Enso Finance und Tacen sowie SailFish, das Zugang zu offenen Finanzdienstleistungen schaffen soll. 

Ebenfalls in den Startlöchern stehen Origyn – eine Plattform zur Verfolgung der Herkunft von Luxusgütern, beginnend mit Luxusuhren – und Fleek, eine Plattform fürs Erstellen von offenen Websites und Anwendungen. 14’000 Websites laufen gemäss Mitteilung bereits. 

Coinbase listet ICP-Token

Die nötigen Anreize für Entwickler sollen Governance-Tokens mit dem Kürzel ICP schaffen. Dfinity verkaufte in den vergangenen Jahren bereits einige an Investoren. Insgesamt gibt es 469 Millionen ICP-Tokens, die auf Kryptobörsen aktuell 70 Milliarden US-Dollar wert sind, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Die US-amerikanische Kryptohandels-Plattform Coinbase listet ICP-Tokens ab dem 10. Mai auf Coinbase Pro. Sobald die Menge an auf Coinbase vorhandenen ICP die Liquiditätsanforderungen der Krypto-Börse erfüllt, soll der Handel mit dem Token möglich sein. 

(jor) 
 

30.04.2021 - Blockchain soll Sozialhilfe entlasten

Forschende der Hochschule Luzern (HSLU) und das Sozialamt Zug haben Einsatzmöglichkeiten der Blockchain im Sozialwesen untersucht. Fazit gemäss einer Mitteilung der HSLU: Die Technologie könnte die Abläufe in der Sozialhilfe stark vereinfachen. Dies, indem sie die Datenverwaltung erleichtert und den Sozialhilfebeziehenden die Kontrolle über ihre Daten zurückgibt. 

So lasse sich ein Problem entschärfen, das Datenschützer immer wieder kritisieren: Wer Sozialhilfe bezieht, überträgt dem Sozialamt eine Vollmacht über seine privaten Daten und verliert damit die Hoheit darüber. "Fürs Personal auf den Sozialämtern wäre es zu aufwändig, Klientinnen und Klienten jedes Mal um Erlaubnis zu fragen, bevor sie deren Daten an Dritte weitergeben", sagt Marc Zimmermann, Dozent am Departement Soziale Arbeit der Hochschule Luzern. Die Zunahme von Sozialhilfegesuchen in der Folge der Corona-Pandemie habe dieses Problem verschärft. 

Zimmermann führte die Untersuchung gemeinsam mit Informatikprofessor Tim Weingärtner durch. Die Studie ist Teil des Forschungsprojekts "Social Blockchain" der HSLU. 

Ein Falldossier zum Selbstverwalten
Das Forscherteam entwickelte das Konzept eines persönlichen, blockchainbasierten Falldossiers fürs Sozialwesen. Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger verwalten die darin vorhandenen Informationen gemäss Mitteilung selbst und geben diese bei Bedarf punktuell an die zuständige Behörde frei. 

So könnten Klientinnen beispielsweise Arztzeugnisse ans Sozialamt weiterleiten. Der Clou: Der Sachbearbeiter, der das Zeugnis einfordert, hat laut der HSLU keine Einsicht in die komplette Krankengeschichte ihres Klienten, sondern nur in diese eine elektronische Akte.

Der Ablauf der Verfahren in der Sozialhilfe werde durch solche technisch gestützten Massnahmen stark vereinfacht, sagt Co-Projektleiter Tim Weingärtner. Bedürftige Personen müssten keine Vollmachten mehr erteilen, sie könnten sich rascher für soziale Dienstleistungen anmelden und es bräuchte weniger Amtsgänge, weil die Nutzerinnen und Nutzer ihre vertraulichen Daten bei Bedarf selbst freigeben können.

Prototyp der App zur Dossierverwaltung im Einsatz
Sozialhilfebeziehende könnten ihr Dossier über eine App verwalten. Im Rahmen des Forschungsprojekts programmierten Wirtschaftsinformatik-Studierende der HSLU unter der Leitung Weingärtners einen entsprechenden Prototyp. Mit der App können nun Klientinnen und Klienten des Zuger Sozialamts ihr Dossier verwalten. 

Ob und wann die App im Regelbetrieb zum Einsatz kommt, ist allerdings offen. 

Sozialdienst-Mitarbeitende sind gefordert
Die Hürden dafür seien hoch, sagt Marc Zimmermann: "Viele Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger haben überhaupt keinen Zugang zu Smartphone oder PC." Und selbst wenn, fehlten ihnen oftmals schlicht die technischen Fähigkeiten und die Disziplin, um das Dossier selbst zu verwalten. Im Kanton Zug hat rund ein Drittel der Sozialhilfe-Klientinnen und -Klienten Mühe, persönliche Daten verantwortungsvoll zu behandeln oder zu bewahren, wie die HSLU in der Mitteilung schreibt. 

Laut Zimmermann sind auch Sozialarbeitende oft nicht genügend versiert im Umgang mit digitalen Technologien, um ihre Klientel im Umgang mit der Lösung zu unterstützen. Die Forschenden der Hochschule Luzern empfehlen daher, Sachbearbeitende auf den Sozialämtern zu Datencoaches aus- und weiterzubilden. Diese Coaches könnten ihren Klientinnen und Klienten sowohl das technische Know-how, als auch Management-Fähigkeiten im verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten vermitteln, heisst es in der Mitteilung weiter. 

Blockchain löst keine sozialen Probleme
"Das Anforderungsprofil von Sozialarbeitenden muss sich in Richtung Ausbildner fürs Datenmanagement erweitern", sagt Zimmermann. Denn die Einführung von digitalen Technologien wie der Blockchain im Sozialwesen berge die Gefahr, Klientinnen und Klienten zu überfordern – sofern die Einführung nicht durch solche flankierenden Massnahmen begleitet werde. 

So vielversprechend der Einsatz der Blockchain im Sozialwesen sein mag, "die Technologie bietet weder Lösungen für gesellschaftliche Probleme, noch ist sie ein Ersatz für persönliche Gespräche zwischen Sozialarbeitenden und ihren Klienten", sagt Zimmermann. 

Das Forschungsteam publizierte die Erkenntnisse aus dem Projekt in der sozialwissenschaftlichen Buchreihe "Perspektiven Sozialwirtschaft und Sozialmanagement". Demnächst erscheint der entsprechende Sammelband: "Gegenwart und Zukunft sozialer Dienstleistungsarbeit. Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Sozialwirtschaft" (Springer VS). 

(jor)
 

21.04.2021 - Swissquote weitet Angebot an Kryptowährungen aus

Die Online-Bank Swissquote erweitert den Online-Handel auf seiner Trading-Plattform mit neun Kryptowährungen. Zusätzlich zu den zwölf bisherigen Bitcoin, Ether, Litecoin, Ripple, Bitcoin Cash, Chainlink, Ether Classic, EOS, Stellar, Tezos, Augur, 0x können Anleger bereits heute Cardano, Filecoin, Maker, Uniswap und yearn.finance handeln. Ende April sollen mit Aave, Algorand, Compound und Cosmos vier weitere Kryptowährungen hinzukommen.

Kunden könnten über ihr Trading-Konto einfach, sicher und zu vorteilhaften Konditionen in EUR oder USD investieren, schreibt Swissquote in einer Mitteilung. Bei der Auswahl der neuen Kryptowährungen sei die Nachfrage der Kunden und die für den Handel wichtige verfügbare Liquidität ausschlaggebend gewesen.

Swissquote startete mit dem Handel von Kryptowährungen für Privatkunden 2017 und erweiterte das Angebot seither laufend. Der Kryptowährungshandel habe die Erwartungen von Swissquote übertroffen und sei ein wichtiger Ertragspfeiler geworden, schreibt die Bank weiter. Im März 2021 habe Swissquote bereits CHF 1.8 Mrd. an Kundenvermögen in Kryptowährungen verwahrt. Auch das Angebot für institutionelle Kunden, professionell in den Kryptohandel einzusteigen und Depotbankdienstleistungen zu nutzen, will Swissquote laufend erweitern. Mit total bald 21 handelbaren virtuellen Währungen dürfte Swissquote aktuell die Bank mit dem umfassendsten Angebot im Kryptowährungshandel in der Schweiz sein.

(ml)

19.04.2021 Bitcoin und Co. brechen übers Wochenende ein

Der Bitcoin verlor in der Nacht auf Sonntag über 15% seines Werts und fiel kurzzeitig auf 51'707 US-Dollar. Es ist der grösste Eintages-Verlust seit Februar, wie die "Handelszeitung" berichtet. Mittlerweile hat sich der Kurs etwas erholt, ist mit 57'427 Dollar jedoch noch immer deutlich tiefer als noch eine Woche zuvor.

Neben Bitcoin waren übers Wochenende auch andere Tokens Schwankungen ausgesetzt. Ether fiel vorübergehend rund 18 Prozent, der Dogecoin-Kurs sank ebenfalls um rund 10 Prozent.

Auslöser dafür seien Gerüchte, wonach das US-Finanzministerium sich im Kampf gegen die Geldwäscherei verstärkt auf Kryptowährungen konzentrieren wolle.

Heftige Kursschwankungen sind für Kryptowährungen nichts Ungewöhnliches. So hat sich der Bitcoin-Kurs in den letzten anderthalb Jahren versechsfacht, unter anderem befeuert durch steigendes Interesse von Grossinvestoren.

(cwa)

15.04.2021 - Axa akzeptiert Prämienzahlungen in Bitcoin

Privatkunden des Versicherers Axa können ihre Prämien ab sofort in Bitcoin bezahlen. Dies funktioniere vorerst für alle Nichtleben-Produkte der AXA, heisst es in einer Mitteilung. Für eine Zahlung benötigen Kundinnen und Kunden demnach die Referenznummer, den Rechnungsbetrag und ein Bitcoin-Wallet.

Zahlungen werden vom Krypto-Broker Bitcoin Suisse empfangen und in Schweizer Franken umgetauscht. Die Axa selbst halte keine Bitcoins in ihrer Bilanz, teilt die Versicherung weiter mit. Zahlungen mit anderen Kryptowährungen als Bitcoin seien derzeit nicht vorgesehen. "Wir möchten zunächst mit Bitcoin Erfahrungen sammeln und dann über weitere Schritte entscheiden."

Man sei die erste Allbranchen-Versicherung, die Zahlungen in Bitcoin anbiete, schreibt die Axa weiter. Mit der neuen Zahlungsmöglichkeit reagiere man auf das wachsende Kundenbedürfnis nach mehr Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr. Schon länger beteilige sich Axa an Blockchain-Initiativen, unter anderem an der Blockchain-Challenge der Universität Basel.

(rja)

14.04.2021 - Fake-Portemonnaie im Chrome-Browser stiehlt Kryptowährungen

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor einer bösartigen Erweiterung des Chrome Browsers. Dabei handle es sich angeblich um eine Browser-Erweiterung von Walletconnect. Nutzer und Nutzerinnen könnten damit einfacher und sicherer per Handy auf webbasierte Kryptowährungskonten zugreifen.

Tatsächlich hat diese Erweiterung es aber auf die Zugangsdaten der Opfer zu ihren Konten abgesehen, wie die Kantonspolizei schreibt. Mit den Zugangsdaten könnten die Betrüger hinter der Täuschung anschliessend die Kryptogelder der Opfer auf ihre eigenen Konten überweisen. Insgesamt sollen die Gauner bereits rund 100'000 Franken in Kryptowährungen gestohlen haben. 

Screenshot der bösartigen Chrome-Erweiterung im Webstore. (Source: Kantonspolizei Zürich)

Screenshot der bösartigen Chrome-Erweiterung im Webstore. (Source: Kantonspolizei Zürich)

Walletconnect ist ein Open-Source-Protokoll, das es ermöglicht, dezentralisierte Applikationen mit mobilen Krypto-Wallets zu verbinden. Dies geschieht dabei über einen QR-Code. Auf der Website des Anbieters aus Zug steht ironischerweise, dass Walletconnect eine sicherere Alternative zu Desktop- oder Browser-Extension-Wallets sei. 

Google wurde zwar bereits gebeten, die gefälschte Chrome-Erweiterung zu entfernen, wie die Kantonspolizei schreibt. Zum Zeitpunkt der Publikation dieses Beitrags ist die Erweiterung jedoch noch immer im offiziellen Webstore von Google zu finden. 

Die Kantonspolizei rät, die Erweiterung nicht herunterzuladen und nicht zu installieren. Ist man bereits betroffen, soll man Anzeige erstatten bei der örtlichen Polizeistation.

(cka)

13.04.2021 - Swisscom und Banken wollen Bitcoin-Kursmanipulation stoppen

Die Swisscom hat mit Seba, Swissquote, Sygnum und Vontobel eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Das Ziel: einen Referenzzinssatz für digitale Assets zu ermitteln. Der sogenannte SIDAR (Swiss Institutional Digital Asset Reference Rate) soll institutionellen Anlegern die Angst vor Investitionen in Krypto-Assets nehmen. Dies, indem er bankfähige Referenzpreise für Kryptowährungen abbilden soll – im Rahmen der Machbarkeitsstudie waren es Bitcoin und Ether. 

Die bislang zugänglichen Datenquellen für Preise und Volumen seien anfällig für Manipulationen. Dies beeinträchtige das Image und die Glaubwürdigkeit des gesamten Marktes für digitale Assets, teilt die Swisscom mit. Sidar basiere hingegen ausschliesslich auf Daten von regulierten Banken und Finanzinstituten. Der Referenzzinssatz soll dereinst als "vertrauenswürdiger Benchmark" zur Entwicklung von neuen Produkten wie auch als Marktindikator dienen, der das Interesse und die Aktivität des Marktes für digitale Assets bei regulierten Teilnehmern abbilden soll. 

Die Machbarkeitsstudie lief zwei Wochen lang. Die Partner führten tägliche Fixings für Bitcoin und Ether durch, wobei die Banken als Datengeber fungierten und die Swisscom als Berechnungsstelle. Nach dem Abschluss des Pilotprojekts prüft Swisscom nun gemeinsam mit den Projektpartnern eine mögliche kommerzielle Einführung. 

(jor)

18.03.2021 - Bitcoin Suisse zieht Antrag für Banklizenz zurück

Der Zuger Krypto-Broker Bitcoin Suisse zieht sein Gesuch für eine Banklizenz zurück. Dies, nachdem die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) dem Antrag eine "ungünstige Prognose" bescheinigte. Die Finma habe Hinweise auf Mängel im Geldwäscherei-Abwehrdispositiv des Brokers gefunden, teilt die Aufsichtsbehörde mit. Nach dem heutigen Stand sei das Gesuch "nicht genehmigungsfähig". 

Bitcoin Suisse reichte den Antrag für eine Banklizenz und für eine Effektenhändlerlizenz im Juli 2019 ein. Der Gesuchprozess habe gezeigt, dass weitere Überprüfungen des Anti-Geldwäscherei-Dispositivs sowie allfällige Verbesserungen nötig seien, teilt der Broker mit. Das Unternehmen habe entsprechende Projekte in die Wege geleitet. Diese würden jedoch länger dauern als geplant. Das Unternehmen behält sich vor, ein neues Gesuch bei der Finma einzureichen. 

Der Zuger Krypto-Dienstleister wird nicht von der Finma beaufsichtigt, untersteht jedoch der geldwäschereirechtlichen Aufsicht durch eine Selbstregulierungsorganisation. Im Falle von Bitcoin Suisse ist dies der Verein zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen VQF, die grösste Selbstregulierungsorganisation der Schweiz. 

Kunden kommen in Scharen 
Bitcoin Suisse ist in jüngster Zeit rasant gewachsen. Weil das Unternehmen Anfang Jahr regelrecht von Kunden überrannt wurde, führte es Anfang März Mindestbeträge für Kontoeröffnungen ein: Privatkunden müssen seither mindestens 100'000 Franken auf ein neues Bitcoin-Suisse-Konto einzahlen, wie "Finews" berichtete. Die Hürde für institutionelle Kunden liegt bei einer halbe Million Franken. 

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Broker einen Jahresumsatz über 45 Millionen Franken. Das wäre mehr als doppelt so viel gegenüber Vorjahr. Der Betriebsgewinn soll im Geschäftsjahr 2020 bei über 15 Millionen Franken liegen, wie Bitcoin Suisse mitteilt. 2019 verbuchte der Broker noch einen Gewinn von 2,4 Millionen Franken. 

(jor)
 

09.03.2021 - Seba Bank will Gold tokenisieren

Die Zuger Krypto-Bank Seba will einen "Gold Token" herausgeben. Geplant sei ein Stablecoin, der mit "verantwortungsvoll" gefördertem Gold hinterlegt sei, heisst es in einer Mitteilung. Für das Projekt spannt die Seba Bank mit dem Tessiner Edelmetallverarbeiter Argor-Heraeus und dem Zuger Blockchain-Start-up Axedras zusammen. 

Der Gold-Token soll sich zum Handeln wie auch als Wertaufbewahrungsmittel eignen. Die Seba Bank verspricht dabei einen Schutz vor der Volatilität der Kryptomärkte. 

Ziel sei es, einen neuen "Standard" im Bereich der Stablecoins zu schaffen und das Schweizer "Gold-Ökosystem" anzukurbeln, teilt die Bank mit. Token-Besitzer könnten sich das hinterlegte Gold auf Wunsch auch in physischer Form ausliefern lassen. 

(jor)
 

04.0.2021 - Förderprogramm "Blockchain Nation Switzerland" gestartet

Die Swiss Blockchain Federation hat ein vierjähriges Förderprogramm für Blockchain-Projekte lanciert. Die schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse finanziert das Programm. Es nennt sich "Blockchain Nation Switzerland" und soll neue Start-ups und Jobs hervorbringen, wie es in einer Mitteilung heisst. 

Ziel sei es, Konzerne und bereits bestehende Blockchain-Firmen mit Start-ups und Forschern zusammenzubringen, um gemeinsam vielversprechende Prototypen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die Swiss Blockchain Federation koordiniert das Programm. Der Verein ruft interessierte Einzelpersonen, Unternehmen und Forschungsinstitutionen dazu auf, ihre Ideen einzubringen.  

Blockchain-Förderung für die ganze Schweiz
"Als Pioniernation in der Blockchain-Technologie haben wir die Verantwortung, von Anfang an möglichst viele Kriterien der Diversität in unsere Innovationsprojekte miteinzubeziehen", sagt Heinz Tännler, Präsident der Swiss Blockchain Federation und Regierungsrat des Kantons Zug. "Die Swiss Blockchain Federation freut sich schon heute darauf, die Projektideen vieler talentierter Frauen und Männer aus allen Regionen der Schweiz zu fördern und zu unterstützen."

Folgende fünf Partner aus der Blockchain-Branche und aus der Wissenschaft sollen sich um die Umsetzung kümmern:

  • der Informatik-Campus der Hochschule Luzern (HSLU), 
  • das Institut für IT und Networking an der Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUPSI) - Abteilung für innovative Technologien 
  • die Zuger Blockchain-Investmentfirma CV VC
  • der Zuger Inkubator CV Labs
  • der Zürcher Co-Working-Anbieter Trust Square

"Blockchain Nation Switzerland" ist eines von zwölf Förderprojekten, die Innosuisse unter dem Namen "NTN – Innovation Booster" im vergangenen Juli bewilligte. Innosuisse rechnet damit, dass mit diesen zwölf Programmen in den nächsten vier Jahren "1000 radikale Innovationsideen" entstehen, wovon rund ein Drittel zu konkreten Lösungen weiterentwickelt werden soll. Das Budget für die 12 Initiativen beträgt 21,3 Millionen Schweizer Franken.

(jor)
 

26.02.2021 - Genfer Privatbank bietet Bitcoin & Co. via Sygnum an

Die Genfer Privatbank Bordier & Cie spannt mit der Zürcher Krypto-Bank Sygnum zusammen. Bordier integriert die B2B-Banking-Plattform von Sygnum, um darüber Kryptowährungen und andere digitale Vermögenswerte anzubieten. Bordier-Kundinnen und -Kunden könnten nun Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Tezos kaufen, halten und handeln, wie es in einer Mitteilung heisst. 

Zudem ermögliche die Partnerschaft den beiden Finanzinstituten, ein breiteres Angebot an regulierten Produkten und Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte anzubieten, darunter die Möglichkeit, mittels Tokenisierung in bisher nur begrenzt zugängliche Anlageklassen zu investieren.

Als regulierte Schweizer Bank gewährleiste Sygnum das erforderliche Mass an Sicherheit und regulatorischer Compliance. Sobald sich die Kunden mit den neuen Services vertraut gemacht hätten, werde das Angebot erweitert, heisst es weiter. 

(jor)

18.02.2021 - Blockchain soll Tourismus in der Ostschweiz ankurbeln

In der Ostschweiz entsteht ein Blockchain-Projekt, das den Tourismus ankurbeln soll. Das sogenannte Heidiland, eine Wortmarke für die Ferienregion zwischen Bad Ragaz und dem Walensee, will mit dem Projekt Standortförderung betreiben. Mit der "HeidiCHain" könnten regionale Partner künftig Daten dezentral und anonymisiert speichern, gemeinsam nutzen und "Transaktionen aller Art" durchführen, heisst es in einer Mitteilung. 

Als erster Use Case werde die Abrechnung der Kurtaxen digitalisiert. Ebenfalls Teil der Projektphase sei die Einführung einer digitalen "Tourist-ID" mit einer entsprechenden Mobile-App. Die Idee dahinter: Gäste könnten diese ID etwa bei ihrem Hotel einlösen, um dann einen "digitalen Schlüssel" zur Region zu bekommen. Dieser ermögliche beispielsweise Zahlungen im Restaurant, den Zutritt zur Bergbahn oder die Öffnung von Ferienwohnungen. 

Deadline für den Proof of Concept: Oktober 2021 
Geplant sei auch der Aufbau eines digitalen Marktplatzes inklusive personalisierter Werbung und die Entwicklung von Dashboards zur Echtzeit-Analyse der Daten – zum Beispiel für die Entwicklung neuer touristischer Angebote.

Für das Projekt arbeitet die Tourismusorganisation mit dem Blockchain-Start-up Rell.io aus Solothurn zusammen. Bis Ende Oktober 2021 solle der Machbarkeitsnachweis erbracht werden, teilt Heidiland Tourismus mit. Ziel ist es, die Lösung mit ersten Anwendungen auf die Wintersaison 2021 / 2022 zu lancieren. 

Ein ähnliches Projekt – nur ohne Blockchain – lancierten die Bergregionen Anfang 2017 mit der App Tweebie. Im Gegensatz zu anderen Tourismus-Apps, die sich auf eine bestimmte Region beschränken, funktioniert Tweebie für mehrere Feriendestinationen. Zu Beginn waren es die Gemeinden Zermatt, Grindelwald und Pontresina.

(jor)
 

11.02.2021 - Mastercard will Kryptowährungen akzeptieren

Der Kreditkarten-Anbieter Mastercard will noch in diesem Jahr sein globales Netzwerk für Kryptowährungen öffnen. Das Unternehmen verspricht damit Händlern und Kunden mehr Möglichkeiten. Händler könnten dadurch mehr Kunden erschliessen, die bereits auf die digitalen Vermögenswerte setzen. Allerdings werde Mastercard nicht alle Kryptowährungen unterstützen, da einige der virtuellen Zahlungsmittel noch unzureichende Compliance-Massnahmen hätten, so das Unternehmen.

Wie Watson vermeldet, hätten sich einige Unternehmen hätten sich bereits zu Kryptowährungen bekannt. So habe Tesla bereits 1,5 Milliarden US-Dollar in die Kryptowährung Bitcoin investiert und wolle diese bald als Zahlungsmittel akzeptieren. Wie Watson weiter vermeldet, hätten sich auch Vermögensverwalter Blackrock, die beiden Zahlungsverkehrsunternehmen Square und Paypal sowie der Kreditkartenanbieter Visa kürzlich favorabel zu Kryptowährungen geäussert.(ebe)

 

02.02.2021 - Brokerage-Tochter von Crypto Finance bekommt Finma-Lizenz

Crypto Finance mausert sich zum Wertpapierhaus. Die Brokerage-Sparte des Zürcher Krypto-Dienstleisters bekam die entsprechende Lizenz von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma). Das Unternehmen kann nun dieselben Produkte und Dienste anbieten wie traditionelle Wertpapierhäuser. 

Mit der Bewilligung will Crypto Finance insbesondere institutionelle Investoren sowie Finanzinstitute als Kunden gewinnen. Diese könnten nun auf einen von der Finma regulierten Anbieter zählen, um ihr Geschäft im Bereich Crypto Assets und digitale Vermögenswerte auf- und auszubauen. 

Durch die Bewilligung könne Crypto Finance zudem neue Geschäftsfelder erschliessen. Als Beispiel nennt das Unternehmen den Handel mit Security-Tokens. 

Crypto Finance vereinbarte kürzlich einen Deal mit Avaloq. Der Zürcher Hersteller von Bankensoftware bietet nun die Brokerage-Lösung von Crypto Finance an. Banken und ihre Kunden können die Lösung direkt von Avaloqs Kernbankensystem heraus nutzen.

(jor)
 

27.01.2021 - Iran nimmt 1600 Krypto-Farmen vom Netz

Die iranischen Behörden nehmen Krypto-Miner ins Visier. Binnen weniger Tage schlossen die Behörden 1600 Krypto-Farmen und beschlagnahmten deren Ausrüstung, wie "apnews.com" berichtet. Seit Wochen kämpft das Land mit Stromausfällen. Aus Sicht der iranischen Regierung seien die Bitcoin-Schürfer für die Probleme verantwortlich, da ihre Anlagen viel Strom benötigten.


Die Betreiber der Bitcoin-Farmen reagieren konsterniert auf die Massnahme. Man werde von der Regierung als Sündenbock missbraucht, um von den tiefer liegenden Problemen
des Landes abzulenken. Das Land leidet unter den wirtschaftlichen Sanktionen westlicher Länder. Da es unter anderem vom internationalen Zahlungsverkehr ausgeschlossen wird, sind Kryptowährungen umso gefragter. Gemäss "apnews" gehört der Iran zu den Top-10 der Bitcoin schürfenden Länder.

(rja)

18.01.2021 - SNB sichert sich Markenrechte am E-Franken

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sich die Markenrechte für den E-Franken gesichert. Gleich ein gutes Dutzend Markennamen liess die SNB eintragen, darunter den "Digitalen Schweizer Franken", den "Digital Swiss Franc" und den "e-franco", berichtet die "Handelszeitung". 

Die Markeneinträge dürften dem Bericht zufolge eher defensiven Charakter haben. Die SNB plane nicht, einen digitalen Franken für Endkunden einzuführen, da dies keinerlei Vorteile gegenüber den bestehenden Systemen aufweise, sagte ein SNB-Sprecher gegenüber der "Handelszeitung". Man wolle lediglich prüfen, ob eine digitale Währung für Banken Sinn machen würde. Aus diesem Grund habe sich die SNB keine Domainnamen für die neu eingetragenen Marken gesichert – die entsprechenden Internet-Adressen sind zum Teil schon seit Jahren vergeben. 

(jor)
 

08.01.2021 - Startschuss für Dfinitys Blockchain-Internet

Das in Zug ansässige Blockchain-Start-up Dfinity hat für sein Projekt eines dezentralen Cloud-Computing-Netzwerks einen Durchbruch verkündet. Am 18. Dezember habe das Unternehmen eine erste Version des Netzwerks an den Start gebracht, schreibt Unternehmensgründer und Chief Scientist Dominic Williams in einem Status-Update. Gehostet werde der sogenannte "Internet Computer" in sieben voneinander unabhängigen Rechenzentren, unter anderem in der Schweiz. 

Williams beschreibt sein Projekt als die weltweit erste Blockchain, die so schnell läuft wie das Web und problemlos skalierbar ist. Das erklärte Ziel: eine Public Cloud für die nächste Generation von Software und Internetdiensten, und zwar ohne die Lock-in-Risiken, die bei den grossen Cloud-Anbietern bestehen. "Die meisten Unternehmen würden es vorziehen, ihre Softwaresysteme auf einer öffentlichen Infrastruktur zu hosten statt in einer proprietären Cloud, die von einem Internet-Giganten wie Amazon Web Services betrieben wird", sagte Williams noch vor rund 2 Jahren im Interview

Der Gründer bezeichnet den jetzigen Stand des Projekts als Alpha. Eine Beta-Version soll voraussichtlich im ersten Quartal 2021 erscheinen. Bis dahin will Dfinity den Quellcode zur öffentlichen Einsicht verfügbar machen, wie Williams im Beitrag weiter schreibt.

Auf dem Dfinity-Netzwerk sollen Softwareentwickler Applikationen veröffentlichen können, die nicht von einer externen Instanz kontrolliert werden. Rechenzentren, die den Code ausführen, würden von den App-Entwicklern in Form von Kryptowährungs-Tokens vergütet. Die Hoster hätten allerdings keinen Zugriff auf die Daten. Dies erschwere es der Werbebranche, das Verhalten von Nutzer zu tracken, sagte Stanley Jones, Engineering Manager bei Dfinity, gegenüber dem Fachmagazin "MIT Technology Review". 

Dfinity wurde zuletzt mit 9,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Trifft die Einschätzung der Geldgeber zu, würde Dfinity zu den Top-5 der am höchsten bewerteten Kryptowährungen zählen, berichtete "TechCrunch" im vergangenen Herbst. 

(jor)
 

09.12.2020 - Apple-Mitgründer Steve Wozniak startet mit eigenem Krypto-Token durch

Anfang Dezember hat Steve Wozniak einen eigenen Krypto-Token lanciert. Er wird unter dem Kürzel "WOZX" gehandelt und legt an den Kryptobörsen gerade einen Senkrechtstart hin, wie "Cointelegraph" berichtet.

Hinter dem Token steht demnach die Plattform Efforce, die Wozniak gemeinsam mit Jacopo Visetti und Jacopo Vanetti betreibe. Die Plattform fördere das Energiesparen auf eine sinnvolle Weise, ohne aber das menschliche Verhalten oder Routinen zu stören, zitiert Cointelegraph die Unternehmer. Wer an der Efforce-Plattform teilnimmt, soll abhängig von der eingesparten Energie mit "WOZX"-Tokens belohnt werden, heisst es weiter.

Es ist nicht das erste mal, dass Apple-Mitgründer Wozniak im Blockchain-Markt mitmischt. Erstmals tat er dies im Sommer 2018, als er sich am Start-up Equi Capital beteiligte. Zuvor hatte "The Woz", wie er oft genannt wird, die Blockchain noch als Blase kritisiert. Abseits der Blockchain ist Wozniak Chefwissenschaftler bei Primary Data. 2017 hat er der Redaktion mehr über das Unternehmen und seine Rolle erzählt.

08.12.2020 - Berner Forscher kritisieren Kryptowährung Ripple

Die Kryptowährung Ripple weist konzeptionelle Schwachstellen auf. Zu diesem Schluss kommt eine Forschergruppe der Universität Bern, wie "CoinTelegraph" unter Berufung auf einen Blogbeitrag der universitären Forschungsgruppe für Datensicherheit und Kryptografie vermeldet. Demnach sei es unter Umständen möglich, die Verarbeitung von Transaktionen zu beeinträchtigen oder eine Währungseinheit in bösartiger Absicht zweimal auszugeben (Double-Spending).

"Unsere Studie zeigt, dass das Ripple-Protokoll stark von zeitlicher Synchronität, pünktlicher Nachrichtenübermittlung, einem fehlerfreien Netzwerk und einer vorherigen Festlegung von vertrauenswürdigen Nodes [über die Unique Node List] durch Ripple abhängt", zitiert Cointelegraph die Forscher. Und weiter: "Sofern eine oder mehrere dieser Voraussetzungen nicht gegeben sind, und besonders wenn Angreifer im Netzwerk aktiv sind, könnte das System schwerwiegende Fehler machen."

Die Forscher merken an, dass im praktischen Betrieb des Ripple-Netzwerks noch keine solchen Angriffe nachgewiesen wurden und dass ihre Szenarien rein theoretisch seien. Cointelegraph zitiert zudem eine Antwort von RippleCTO David Schwartz auf Twitter.

Die beschriebenen Szenarien seien unrealistisch, da Angreifer dafür sowohl "das Netzwerk partitionieren" als auch die Unique Node List (UNL) unter ihrer Kontrolle haben müssten, um eine solche Attacke umsetzen zu können, heisst es in seiner Antwort.

4.12.2020 - SNB hält digitales Zentralbankgeld für machbar

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat erste Versuche mit eigenem Digitalgeld abgeschlossen. In einem Proof of Concept (PoC) testete die SNB gemeinsam mit der Börsenbetreiberin SIX, ob digitales Zentralbankgeld in technologischer wie auch in rechtlicher Hinsicht machbar ist. Der PoC habe die Machbarkeit in einem produktionsnahen Szenario bestätigt, teilt SIX mit.  

Der Versuch ist Teil eines Projekts namens Helvetia, welches das Potenzial von Digitalgeld für Banken und andere Finanzintermediäre prüfen soll. Es geht also nicht um eine Digitalwährung für das breite Publikum.  

Zwei Konzepte standen auf dem Prüfstand: die Emission einer Digitalwährung für Zentralbanken auf einer DLT-Plattform (Distributed Ledger Technology) und die Anbindung einer DLT-Plattform an das bestehende Zahlungssystem. 

Vollständige Integration versus Policy-Probleme  
Das erste Konzept, also die Herausgabe einer Digitalwährung für Zentralbanken, biete zwar potenzielle Vorteile bei der Abwicklung von tokenisierten Vermögenswerten, heisst es in der Mitteilung von SIX. Doch das Konzept werfe "gewichtige Policy- und Governance-Fragen" auf. 

Würde man neue DLT-Plattformen mit den existierenden Zahlungssystemen verbinden, stellten sich viele dieser Probleme nicht. Jedoch gingen dabei die potenziellen Vorteile einer vollständigen Integration verloren, heisst es weiter. 

Experimentieren geht über Emittieren
Die Machbarkeitsstudien seien kein Hinweis darauf, dass die SNB tatsächlich digitales Zentralbankgeld ausgeben wird. Es handelt sich um ein Experiment – weitere sollen folgen. In einem nächsten Schritt will die SNB ein besseres Verständnis für die praktischen Schwierigkeiten von digitalem Zentralbankengeld gewinnen. 

"Die Sicherheit und Verlässlichkeit der Schweizer Finanzmarktinfrastruktur müssen unabhängig von den Technologien, welche die Finanzmärkte künftig verwenden, aufrechterhalten werden", sagt SNB-Direktionsmitglied Andréa Maechler. "Wenn DLT zu signifikanten Verbesserungen beim Handel und bei der Abwicklung von Wertschriften führt, wird die SNB vorbereitet sein."

(jor)
 

02.12.2020  - Kryptowährung Libra heisst neu Diem

Die von Facebook entwickelte Digitalwährung Libra bekommt einen neuen Namen. Durch die Umbenennung in "Diem" will die verwaltende Organisation ihre Unabhängigkeit von Facebook unterstreichen, wie Diem mitteilt. "Wir freuen uns, Diem einzuführen - ein neuer Name, der die wachsende Reife und Unabhängigkeit des Projekts signalisiert", sagt Stuart Levey der CEO von Diem. Diem, was lateinisch für "Tag" ist, signalisiere den Aufbruch in einen "neuen Tag" für das Projekt.


Facebook entwickelte die Digitalwährung Libra mit grossen Ambitionen. Ursprünglich war geplant, dass Libra mit einem Korb aus verschiedenen Währungen und Staatsanleihen abgesichert wird, wie "Bloomberg" berichtet. Doch auf die Ankündigung folgte politischer Gegenwind und das Projekt wurde angepasst. Zurzeit plant die Organisation die Veröffentlichung eines Stable Coin, der an den US-Dollar gebunden ist. Der Coin soll laut "Bloomberg" Diem Dollar heissen. "Die Entwicklung des Projekts ist das Ergebnis einer konstruktiven, kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Regierungen, Regulierungsbehörden und anderen wichtigen Interessengruppen", sagt Levey in Diems Mitteilung.

Distanz zu Facebook
Das Projekt wird von der neu benannten Diem-Organisation in der Schweiz verwaltet. Facebook versucht, sich von Libra zu distanzieren. Im Mai änderte Facebook dazu den Namen seiner Blockchain-Gruppe "Calibra" zu "Novi", weil der erste Name zu sehr nach "Libra" klang. Die Gruppe arbeite weiterhin an einer "Wallet", also einer digitalen Brieftasche, für den Diem Dollar, wie "Bloomberg" schreibt.


Die Distanzierung von Facebook steht im Zusammenhang mit dem politischen Gegenwind. Zurzeit wartet die Organisation auf die Zulassung der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma. Die Organisation ist auch in Gesprächen mit US-Aufsichtsbehörden, wartet aber nicht auf Lizenzen oder Genehmigungen von ihnen, sagt Levey gegenüber "Bloomberg".

(fki)

30.11.2020 - Facebooks Digitalwährung Libra soll im Januar starten

Facebook will seine Kryptowährung Libra im kommenden Januar auf den Markt bringen. Dies berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Projektbeteiligte. Für den Anfang soll der Libra Coin eins zu eins an den US-Dollar gekoppelt sein. Später sollen weitere Versionen folgen, die an andere Währungen angebunden sind. 

Ob Libra den Starttermin einhalten kann, hängt allerdings von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma ab. Diese müsste der Libra Association, welche die Kryptowährung von Facebook verwaltet, die Zulassung für den Betrieb als Zahlungsdienst erteilen. Den Quellen der Financial Times zufolge könnte es im Januar soweit sein. 

Abgespeckte Pläne
Ursprünglich verfolgte Facebook mit dem Libra-Projekt ein höher gestecktes Ziel. In der ersten Präsentation sprach Facebook noch davon, Menschen auf der ganzen Welt Zugang zu einem Blockchain-Finanznetzwerk geben zu wollen. Die Kryptowährung Libra sollte an mehrere staatliche Währungen gekoppelt sein, um Spekulationen zu vermeiden. 

Im April 2020 präsentierte Libra ein neues Konzept. Demzufolge sollten neu auch Stable Coins geschaffen werden, die an eine einzelne reale Währung gebunden sind. Man strebe danach, "ein marktorientiertes, offenes und wettbewerbsfähiges Netzwerk zu sein", zitierte "The Register" einen Tweet des Libra-Mitgründers David Marcus.

Die Libra Association wechselte ihre Strategie im Zuge teils heftiger Kritik. Der US-amerikanische Kongress hatte dem Projekt vorgeworfen, gezielt zu versuchen, Regulierungen staatlicher Finanzbehörden zu umgehen. Viele der ursprünglichen Projektpartner haben das Libra-Projekt inzwischen verlassen, darunter Mastercard, Visa, eBay und Stripe. 

(rko/jor)

27.11.2020 - Sygnum lanciert Komplettlösung für Tokenisierung

Sygnum hat eine End-to-End-Tokenisierungslösung lanciert. Die Zürcher Krypto-Bank sei nun die weltweit erste Bank mit einem voll integrierten, institutionellen Tokenisierungsangebot, heisst es in einer Mitteilung. Mit dem Angebot könnten Emittenten neue Investitionsmöglichkeiten für Anleger schaffen, indem sie diese auf einer nahtlos eingebundenen Plattform zugänglich machen. 

Sygnum habe die technische Lösung in bestehende gesetzliche Rahmenbedingungen und betriebliche Bankabläufe und -Systeme eingebettet. Erst dadurch werde das Geschäftspotenzial von tokenisierten Vermögenswerten sowohl für Emittenten wie auch für Anleger freigesetzt, heisst es weiter. 

Das Angebot besteht aus einer Primärmarkt-Emissionsplattform namens Desygnate und SygnEx, einem Handelsplatz im Sekundärmarkt. Die Lancierung von Desygnate sei ein Meilenstein in der Konvergenz der globalen öffentlichen und privaten Kapitalmärkte. 

Tokenisierung ist im Prinzip nichts anders als die Verbriefung von Vermögenswerten – allerdings wird hier das Asset in Form eines sogenannten Tokens auf einer Blockchain respektive auf einer Distributed-Ledger-Infrastruktur verbrieft, welche die Aufbewahrung und Übertragung von Vermögenswerten sicherstellen soll. Lesen Sie hier mehr dazu.

(jor)
 

26.11.2020 - Schweizer Bitcoin-App "Relai" holt Investor an Bord

Das Schweizer Start-up Relai bietet eine App an, die das Investieren in Bitcoin vereinfachen soll. Nun beteiligt sich der Berner IT-Dienstleister Puzzle ITC an Relai. Mit dem zusätzlichen Kapital will das Start-up sein Marketing ausbauen. Relai sei zudem im Gespräch mit einem bekannten Schweizer Risikokapitalgeber bezüglich einer Series-A-Finanzierungsrunde, teilt Puzzle ITC mit. 

Puzzle unterstütze das Start-up auch für die Weiterentwicklung der App, insbesondere in Sachen User Experience. 

Die App von Relai ist seit Juli 2020 in den App-Stores von Apple und Google erhältlich. Für jeden Kauf und Verkauf von Bitcoin veranschlagt Relai eine Gebühr von 3 Prozent. 

(jor)
 

17.11.2020 - Helvetia versichert Uhren via Blockchain-Spin-off

Helvetia bietet Wertsachenversicherungen für Uhren an - neu auch über das Start-up Adresta, das als Blockchain-Projekt innerhalb der Helvetia entstand. Die Helvetia bietet die Uhrenversicherung nun direkt in der App von Adresta an, wie das Unternehmen mitteilt. 

Adresta soll über die App alle wichtigen Stationen einer Uhr für Hersteller, Händler und Käufer auf einer Blockchain zugänglich machen. Jede Uhr, deren Hersteller Partner von Adresta ist, lässt sich laut Mitteilung zweifelsfrei identifizieren und als Original verifizieren. Das Start-up erstellt auch digitale, blockchainbasierte Zertifikate, die insbesondere bei Secondhandkäufen für Transparenz sorgen sollen. 

Durch die Kooperation mit dem Spin-off will Helvetia Erfahrungen mit einem neuartigen Vertriebskanal sammeln. Gemeinsam mit Adresta möchte man die Kundenreaktionen analysieren und so neue Versicherungslösungen für Wertsachen entwickeln, heisst es in der Mitteilung. 

Adresta steht seit Frühling 2020 auf eigenen Beinen. Erster Kunde ist die junge Genfer Uhrenmarke Czapek & Cie

"Mit Helvetia gewinnen wir den ersten Partner ausserhalb der Uhrenbranche. Ziel ist es, Uhrenliebhabern eine breite Palette an Dienstleistungen in unserer App anzubieten. Rund um unser digitales Zertifikat soll ein Ökosystem entstehen, das den Uhrenbesitzern neue und vereinfachte Möglichkeiten für die Interaktion mit Partnern bietet", lässt sich Adresta-CEO und -Mitgründer Mathew Chittazhathu in der Mitteilung zitieren. 

(jor)

02.11.2020 - Website bietet Krypto-Firmen Orientierungshilfe in Rechtsfragen

Eine neue Website soll kostenlose Orientierungshilfe in juristischen Fragen rund um Kryptowährungen in der Schweiz anbieten. Swisscryptoguide.com richtet sich insbesondere an Start-ups und KMUs, wie "Moneycab" berichtet. 

Die Website liefere einen Überblick über alle relevanten regulatorischen Themen. Dies soll Unternehmen dabei helfen, Kryptowährungs-Projekte in der Schweiz zu realisieren. Zudem unterstütze der Swiss Crypto Guide Standortförderungs-Projekte, die ausländische Unternehmen in Krypto-Fragen beraten. So trage der Guide dazu bei, die Schweizer Krypto-Szene attraktiver zu machen.

Hinter der Website steht die Juristin Karin Lorez. Gemäss ihrer Website war sie unter anderem bei der Zürcher Falcon Private Bank als Deputy Head Legal tätig. Als verantwortliche Juristin habe sie die erstmalige Lancierung von Krypto-Investitionen in der Schweizer Bankenbranche begleitet, schreibt "Moneycab" weiter. Seither beschäftige sie sich mit juristischen Aspekten von Kryptowährungen und doziere auch zu diesem Thema.  

(jor)

30.10.20 - Wetzikon führt den "Wetzikoin" ein

Mit einer Gutscheinaktion will die Stadt Wetzikon das Lokalgewerbe in der Pandemie unterstützen. Gemäss einer Mitteilung setzt sie dabei auf eine von Du Da, Papers und Farner entwickelte Plattform namens "Ecoo", die wiederum auf der Blockchain von Tezos basiert.

Konkret erhalten die Einwohner der Stadt sogenannte Wetzikoins im Wert von 10 Franken. Insgesamt seien Gutscheine im Wert von rund 250'000 Franken im Umlauf, heisst es in der Mitteilung. Die Coins lassen sich ausschliesslich bei Gewerbebetrieben in Wetzikon einlösen. Die Betriebe wiederum können die erwirtschafteten Coins dann bei der Stadt wieder in reelles Geld umwandeln. Die Ecoo-Plattform ermögliche somit einen geschlossenen Kreislauf einer zweckgebundenen Währung in einem klar definierten Ökosystem, und die dazu gehörende App sei so einfach zu bedienen wie ähnliche, bekanntere Zahlungs-Apps.

Die Idee von "Ecoo" sei, lokale Zahlungsmittel für die öffentliche Hand alltagstauglich und für jedermann zugänglich zu machen, sagte Du-Da-CEO Marc Van Nuffel in einem kürzlich erschienenen Interview mit der Netzwoche. "Zeit-, orts- und zweckgebundene Zahlungsmittel haben in vielen Anwendungsfällen ein grosses Potenzial!"

(rja)

29.10.2020 - Schweizer Gazprombank bekommt Krypto-Lizenz von der Finma

Die Schweizer Niederlassung der Gazprombank will Firmen und institutionellen Kunden Bankkonten für den Handel mit Kryptowährungen anbieten. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat der Bank nun die entsprechende Zulassung erteilt. 

Das Finanzinstitut will damit Verwahrungslösungen sowie den Kauf und Verkauf von Bitcoin anbieten, zunächst allerdings nur einer begrenzten Anzahl von Kunden, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Bank möchte das Angebot schrittweise um zusätzliche Kryptowährungen und andere Produkte und Dienstleistungen ergänzen. "Wir erwarten, dass digitale Vermögenswerte in der globalen Wirtschaft und speziell für unsere heutigen und künftigen Kunden immer wichtiger werden", sagt Roman Abdulin, Schweiz-Chef der Gazprombank. 

Vor knapp drei Jahren sanktionierte die Finma die Gazprombank Schweiz: Die Aufsichtsbehörde warf der Bank schwere Verstösse gegen Geldwäschereivorschriften vor. Auslöser des mittlerweile abgeschlossenen Verfahrens waren Hinweise aus den sogenannten Panama Papers. Die Finma verbot der Schweizer Gazprombank bis auf weiteres, neue Privatkunden aufzunehmen, wie etwa die "NZZ" berichtete. Seither konzentriert sich das Finanzinstitut gemäss "Finews" darauf, Krypto-Dienstleistungen für andere Banken, institutionelle Kunden und Dritte anzubieten. 

(jor)

28.10.2020 - Der Digitalfranken kommt – aber nicht für alle

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) arbeitet am digitalen Franken – Mitte Dezember will sie einen Prototyp präsentieren, wie "Finanz und Wirtschaft" berichtet. Es gehe um einen Proof of Concept (PoC), der die Schweizer Währung auf einer verteilten Datenbank abbilde. 

Im Gegensatz zum digitalen Euro, den die Europäische Zentralbank entwickeln will, soll der Digitalfranken jedoch nicht für Privatkunden erhältlich sein, sondern nur Finanzinstituten zur Verfügung stehen. 

Der von der SNB getestete PoC eines tokenisierten Frankens würde Finanzfirmen ermöglichen, Wertschriftengeschäfte effizienter abzuwickeln, heisst es im Bericht weiter. Die Übertragung der Wertschriften und die Bezahlung dafür würde mithilfe der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) respektive mittels Smart Contracts automatisch abgewickelt. So liesse sich der Aufwand für die Wertpapierbuchhaltung verringern. 

Sébastien Kraenzlin, Chef des operativen Bankgeschäfts der SNB, warnt allerdings vor zu grossen Hoffnungen: Ein "Big Bang" sei nicht zu erwarten, sagte er gegenüber "Finanz und Wirtschaft". "Viel realistischer ist eine Koexistenz von bisherigen Legacy-Systemen mit DLT in einer hybriden Finanzmarktinfrastruktur."

Die SNB entwickelt das Projekt gemeinsam mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Der Programmiercode soll später anderen Zentralbanken zur Verfügung stehen. 

(jor)
 

19.10.2020 - Im Dolder gibt's jetzt einen Bankomaten für Kryptowährungen

Im Zürcher Hotel Dolder Grand gib es jetzt einen Bankomaten für Kryptowährungen. Betrieben wird dieser von Värdex, einem Unternehmen aus dem Zuger Cryptovalley. Schon seit Mai 2019 können die Gäste des Hotels Übernachtungen, Essen, Getränke sowie Spa-Treatments mit Bitcoin bezahlen, wie das Hotel in einer Mitteilung schreibt. 

Am Bankomaten von Värdex kann man Kryptowährungen kaufen und verkaufen. Nutzer könnten die Währungen Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash in Franken oder Euro tauschen. Die Kryptowährungen können in Stückelungen gekauft werden. In der Schweiz betreibt Värdex gemäss Mitteilung aktuell 70 solcher Bankomaten, darunter auch welche in anderen Hotels. 

"Wir wollen unseren Gästen stets mehr bieten – und die Technologie spielt dabei eine grosse Rolle. Mit dem neusten Angebot eines Krypto-ATM im Hotel wird unser Service nun ergänzt und weiter optimiert", sagt André Meier, Director of Finance des Dolder-Hotels.

(fki)

12.10.2020 - Zentralbanken tasten sich ans Digitalgeld heran

In einem gemeinsamen Bericht legen sieben Zentralanken - darunter auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) - Prinzipien für digitales Zentralgeld fest. Diese Ausgangsprinzipien wären notwendig, "damit öffentlich zugängliche Central Bank Digital Currencies (CBDCs) die Zentralbanken bei der Erfüllung ihres öffentlichen Auftrags unterstützen könnten", heisst es in der Mitteilung der SNB. Demnach lauten diese Prinzipien:

  • CBDCs müssten mit Bargeld und anderen Formen von Geld in einem flexiblen und innovativen Zahlungssystem koexistieren,
  • ihre Einführung soll umfassenderen strategischen Zielen dienen und die Geld- und Finanzstabilität nicht gefährden und
  • die Eigenschaften der digitalen Währung sollen Innovation und Effizienz fördern.

Aufgrund dieser Prinzipien nennt der Bericht (vollständige Version hier als PDF) vier Kerneigenschaften künftiger digitaler Zentralwährungen:

  • Ein solches Währungssystem müsse widerstandsfähig und sicher sein, um die betriebliche Integrität aufrechtzuerhalten.
  • Ferner müsse es bequem zu nutzen und mit sehr geringen oder gar keinen Kosten für die Endnutzer verbunden sein.
  • Es müsse von angemessenen Standards und einem klaren rechtlichen Rahmen untermauert sein.
  • Schliesslich müsse es dem Privatsektor eine adäquate Rolle einräumen sowie den Wettbewerb und die Innovation fördern.

Man arbeite als Gruppe weiter auf dem Gebiet der CBDC zusammen, heisst es in der Pressemitteilung. Den Entscheid, ob eine CBDC auf dem Hoheitsgebiet einer Nationalbank eingeführt werde, wolle man der Bank aber nicht vorwegnehmen.

Der Co-Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Sir Jon Cunliffe, Deputy Governor der Bank of England, bezeichnet den Bericht als echten Fortschritt, "indem man sich auf gemeinsame Prinzipien geeinigt und die wichtigsten Eigenschaften identifiziert hat, die man für ein einsatzfähiges CBDC-System als notwendig erachtet. Der Bericht hilft den Zentralbanken nicht nur bei der Erfüllung ihres öffentlichen Auftrags, sondern legt ausserdem einen nützlichen Rahmen vor zur Frage, wie Zentralbanken in einer sich stets wandelnden digitalen Welt Geld zur Verfügung stellen und die Zahlungssysteme unterstützen sollen."

In der Arbeitsgruppe sind die SNB, die Bank of Canada, die Bank of England, die Bank of Japan, die Europäische Zentralbank, die Federal Reserve, die Sveriges Riksbank sowie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich vertreten.

(rja)

 

05.10.2020 - Digitaler Euro: EZB plant Alternative zu Bitcoin, Libra & Co.

Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet sich für die Entwicklung eines digitalen Euros vor. "Wir sollten darauf vorbereitet sein, einen digitalen Euro einzuführen, sollte dies erforderlich werden", lässt sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde in einer Mitteilung zitieren. Ein kürzlich publizierter Bericht der Taskforce des Eurosystems skizziert mögliche Szenarien, die die EZB zur Ausgabe eines Digital-Euros bewegen könnten. 

Eine erhöhte Nachfrage nach elektronischen Zahlungsmitteln im Euroraum wäre zum Beispiel ein solches Szenario. Auch eine deutlich geringere Nutzung von Bargeld für Zahlungen im Euroraum könnte ein europäisches, digitales Zahlungsmittel erforderlich machen, heisst es in der Mitteilung weiter. Weitere Szenarien wären die Einführung eines weltweiten privaten Zahlungsmittels, das aus regulatorischer Sicht bedenklich und mit Risiken für die Finanzstabilität und den Verbraucherschutz verbunden sein könnte, sowie die starke Verbreitung digitaler Währungen, die von Zentralbanken ausserhalb des Euroraums emittiert werden.

Digitaler Euro als Komplementärwährung

Ein digitaler Euro wäre eine elektronische Form von Zentralbankgeld und könnte laut Mitteilung von der breiten Bevölkerung genutzt werden – genauso wie Bargeld, nur in digitaler Form: als schnelles, einfaches und sicheres Zahlungsmittel. Der Digital-Euro würde Bargeld ergänzen, aber nicht ersetzen. 

Ein digitaler Euro würde zur finanziellen Souveränität Europas beitragen und dem Euro international mehr Gewicht verleihen, sagte Fabio Panetta, Mitglied des Direktoriums der EZB und Vorsitzender der Taskforce. "Unsere Aufgabe ist es, das Vertrauen in unsere Währung zu sichern. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass der Euro für das digitale Zeitalter gerüstet ist", ergänzte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. 

Der EZB-Rat entscheidet Mitte kommenden Jahres darüber, ob das Projekt tatsächlich startet, wie das "Handelsblatt" berichtet. Die Testphase werde jedoch ungeachtet des finalen Beschlusses beginnen, teilt die EZB mit. Das Eurosystem werde in einen umfassenden Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, Wissenschaftsvertretern, dem Finanzsektor und Behörden treten. Dabei soll abgeklärt werden, welche Bedürfnisse vorhanden sind und wo die konkreten Vorteile und Schwierigkeiten liegen. Am 12. Oktober will die EZB ein öffentliches Konsultationsverfahren einleiten. 

(jor)
 

28.09.2020 - Samsung will Medikamente mithilfe von Blockchain verteilen

Samsung SDS, eine Tochterfirma von Samsung, führt ab November Pilottests zum Blockchain-Tracking von Medikamenten durch. Die Distribution von Medikamenten soll so in Zukunft transparent nachverfolgt werden können. 

Gemäss einem Sprecher von Samsung SDS haben sich bereits mehrere Pharmazie- sowie Logistikunternehmen und medizinische Einrichtungen für die Teilnahme an den Pilottests beworben, wie cointelegraph.com schreibt. 

Samsung SDS kündete zudem an, für die Tests ein mit dem Internet der Dinge (IoT) verbundenes Temperaturmessgerät zu verwenden. Mit einem Steuerelement sollen dazu Wareneingänge sowie -ausgänge automatisch erfasst werden. Damit möchte Samsung SDS die handschriftliche Bearbeitung minimieren.

Die Pilottests sollen drei bis sechs Monate dauern. Falls sie erfolgreich sind, möchte Samsung SDS das System auf den Markt bringen. Aufgrund von ausstehenden nationalen sowie internationalen Genehmigungen dauert dies voraussichtlich bis Juni 2021. 

"Der durch die Blockchain geschaffene Mehrwert für das Gesundheitswesen steigt laut den Prognosen von 176,8 Millionen. US-Dollar im Jahr 2018 bis auf 5,61 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Bis 2025 sollen 55 Prozent aller IT-Lösungen im Gesundheitswesen mit Blockchain arbeiten", sagte Lee Eun-young, leitender Forscher bei Samsung SDS.

(mka)

21.09.2020 - BFH-Forschende entwickeln den quelloffenen "GNU Taler"

Forschende der Berner Fachhochschule (BFH) haben ein quelloffenes elektronisches Bezahlsystem entwickelt – den sogenannten "GNU Taler". Zu Demonstrationszwecken haben die Forschenden das Bezahlsystem in einen Snackautomaten eingebaut, der nun von den Studierenden in der Mensa in Biel benutzt werden kann. Das Bezahlsystem sollte so datenschutzfreundlich sein wie klassisches Bargeld, doch mit allen Vorteilen des schnellen Online-Bezahlens, teilt die BFH mit. 

Lanciert wurde der Taler im Beisein der Schweizerischen Nationalbank SNB. Das Ziel: ein quelloffenes System als Basis für einen E-Franken zu schaffen, der von der SNB herausgegeben werden könnte, teilt die BFH mit. "Die SNB plant keinen e-Franken, aber ein System basierend auf der Technik von Taler überzeugt durchaus", sagte Thomas Moser, Mitglied des Erweiterten Direktoriums der SNB, anlässlich der Einweihung in Biel. 

Taler steht für "Taxable Anonymous Libre Electronic Reserves" und soll im Vergleich zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen weniger Energie verbrauchen. Der GNU-Taler wäre zudem Eins-zu-eins an Währungen wie den Franken gekoppelt. Und er würde die privaten Daten der Nutzenden mithilfe der Kryptografie effektiv schützen, heisst es in der Mitteilung weiter. 

(jor)

15.09.2020 - Tessiner Blockchain-Verband will Krypto-Forschung fördern

Im Tessin geht ein neuer Blockchain-Verband an den Start. Er nennt sich Ticino Blockchain Technologies Association und verfolgt das Ziel, Forschung für und Unternehmen aus der Blockchain-Branche zu fördern. Geplant sei insbesondere, wissenschaftliche Studien zur Blockchain-Technologie zu unterstützen, teilt der Verband mit. Zu den Partnern zählen die Universität und die Fachhochschule der italienischen Schweiz (USI und SUPSI). 

Die Gründungsmitglieder des Verbands sind: Bitcoin.com, Copernicus Holding, Eligma (GoCrypto), Euronovate, Eventboost, Pangea Blockchain Fund, Poseidon Group, Quadrans Foundation, StrongBlock.io, Superflat und Swiss Blockchain Consortium. 

(jor)

10.09.2020 Berner Kantonalbank und Hypi Lenzburg bringen den Aktienhandel auf die Blockchain

Die Berner Kantonalbank (BEKB) will mit Unterstützung der Hypothekarbank Lenzburg (HBL) eine Blockchain-basierte Handelsplattform starten. Wie es in einer Mitteilung heisst, setzt sie dabei einerseits auf Finstar, eine von der HBL und Taurus betriebene Open-
Banking-Plattform
, um digitale Wallets und Schlüssel zu verwahren. Das Legaltech-Unternehmen Daura soll zudem ein "digitales Aktienbuch" schaffen, welches mit der Plattform verbunden wird.

Der Handel selbst laufe über OTC-X, ein durch die BEKB betriebener Handelsplatz für Nebenwerte, also Anteile kleiner oder nicht an der regulären Börse gehandelter Unternehmen. Die Blockchain-Plattform solle die Abwicklung von Transaktionen effizienter machen, heisst es in der Mitteilung. Im ersten Halbjahr 2021 soll die Plattform den produktiven Betrieb aufnehmen.

08.09.2020 - Zug akzeptiert Steuerzahlungen in Kryptowährungen

Zugerinnen und Zuger können ihre Steuern ab Februar 2021 in Form von Kryptowährungen bezahlen. Und zwar in Bitcoin oder Ether. Dem Kanton geht es dabei auch ums Marketing, wie der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler gegenüber "SRF" sagte: "Das ist natürlich auch eine Image-Aktion. In Zug ist ein grosser Teil der Fintech-Branche beheimatet, es ist daher wichtig, dass wir da Hand bieten und uns neuen Technologien nicht verschliessen."

Das Angebot richte sich insbesondere an Unternehmen und Angestellte aus dem Fintech-Sektor. Interessierte müssten bei der Steuerverwaltung die Begleichung der Steuerschuld in Bitcoin oder Ether beantragen. Daraufhin sollen sie einen QR-Code erhalten, mit dem sie die Zahlung auslösen könnten. 

Ein Wechselkurs-Risiko für den Kanton schliesst Finanzdirektor Heinz Tännler aus: Der Steuerpflichtige bezahle zwar in Bitcoin, der Kanton erhalte den geschuldeten Betrag aber in Schweizer Franken. Das Wechselkurs-Risiko trage also der Steuerpflichtige, sagte Tännler gegenüber dem SRF.

Ab Februar könnten Privatpersonen und Unternehmen ihre Steuern in Bitcoin oder Ether bezahlen – vorerst bis zu einem Forderungsbetrag von maximal 100'000 Franken.

(jor)
 

31.8.2020 - Atupri akzeptiert Bitcoin und Ether

Atupri nimmt nun auch Kryptowährungen entgegen. Kunden des Krankenversicherers können ihre Rechnungen ab sofort in Bitcoin und Ether bezahlen. Für das Angebot spannte Atupri mit dem Zuger Krypto-Broker Bitcoin Suisse zusammen. 

"Als Gesundheitsversicherung besitzen wir selbst keine Bitcoins", sagt Caroline Meli, Leiterin Marketing und Vertrieb bei Atupri. Die Kunden der Krankenkasse erhielten beim Auslösen der Zahlung den aktuellen Umrechnungskurs, den Bitcoion Suisse garantieren soll. "Wir unterliegen daher zu keinem Zeitpunkt einem Währungsrisiko", ergänzt Meli. 

"Wir freuen uns über die Partnerschaft mit Atupri und garantieren sichere und unkomplizierte Zahlungsmöglichkeiten mit Kryptowährungen", sagt Armin Schmid, Leiter von Bitcoin Suisse Crypto Payments.

Mitte 2019 beantragte Bitcoin Suisse eine Schweizer Banklizenz. Warum? "Weil die Finanzindustrie und die Blockchain seht gut zueinander passen", sagte Bitcoin-Suisse-CEO Arthur Vayloyan im Interview. 

(jor)

28.8.2020 - Microsoft-Blockchain verfolgt Starbucks-Kaffee zurück

Die Kaffeekette Starbucks ermöglicht Kunden, die Herkunft ihres Kaffees über eine Blockchain-Lösung zurückzuverfolgen. Die Technologie dahinter kommt von Microsoft, wie "Bloomberg" berichtet. 

Auf den Kaffeepackungen, die Starbucks in seinen Filialen verkauft, befänden sich nun QR-Codes. Kunden könnten diese scannen und so erfahren, woher die Bohnen kommen und wo sie geröstet wurden. Starbucks erhofft sich vom Projekt, mehr junge Konsumenten anzusprechen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. 

Auch Kaffeebauern sollen Zugang zum Tool bekommen. Sie bräuchten dazu nicht zwingend ein modernes Smartphone, allerdings einen Computer mit Internetverbindung. Die Bauern sollen einen Code erhalten, den sie auf einer Website eingeben können. Dort sollen sie dann erfahren, wo ihre Erzeugnisse letztendlich konsumiert werden. 

(jor)
 

27.8.2020 - Der erste digitale Franken im Onlinehandel geht an Galaxus

Der Krypto-Franken hat es in den Onlinehandel geschafft. Genauer gesagt: der digitale Schweizer Franken (DCHF) von Sygnum. Die Krypto-Bank hat nämlich die erste E-Commerce-Transaktion mit einem von einer Bank herausgegebenen Stablecoin vermeldet. Empfänger der Zahlung war der Schweizer Onlinehändler Galaxus, wie Sygnum mitteilt. Die Zahlung lief über die Transaktionsplattform Coinify. 

Derzeit stehe die Möglichkeit, bei Galaxus mit DCHF zu bezahlen, nur einer "ausgewählten Gruppe von Schweizer Kunden" offen, ergänzt die Bank in der Mitteilung. Sygnum hatte den digitalen Franken im März 2020 lanciert. Der DCHF ist eins zu eins an den Schweizer Franken gebunden. Laut der Mitteilung von Sygnum soll die Kryptowährung Händlern ermöglichen, Kartensysteme zu eliminieren und so Kosten zu sparen. Zudem könne damit Betrug vorgebeugt werden. Gleichzeitig soll sich das Kauferlebnis für die Kunden vereinfachen und beschleunigen.

Digitec Galaxus akzeptiert Kryptowährungen als Zahlungsmittel bereits seit März 2019. 

(rja)

25.8.2020 - Ficas holt Crypto-Veteran Daniel Diemers an Bord

Der Zuger Krypto-Investmentmanager Ficas hat ein neues Verwaltungsratsmitglied: Daniel Diemers, ehemaliger Partner bei PwC Strategy&, Digitalunternehmer, Investor und Gründungsmitglied der Swiss Blockchain Federation sowie der Crypto Valley Association. Diemers soll seine Erfahrung, sein Know-how sowie seine Reputation und sein Netzwerk beim Unternehmen einbringen, wie Ficas mitteilt. „Ich bin stolz darauf, dem Ficas-Verwaltungsrat beizutreten, und ich freue mich darauf, meine Erfahrung im Bereich Finanzen und Blockchain-Technologie einzubringen, um den Wandel und das Wachstum der Finanzmärkte voranzutreiben“, lässt sich Diemers in der Mitteilung zitieren. 

Daniel Diemers wird Verwaltungsratsmitglied des Zuger Krypto-Investmentmanagers Fica. (Source: diemers.net)

Daniel Diemers wird Verwaltungsratsmitglied des Zuger Krypto-Investmentmanagers Fica. (Source: diemers.net)

Die Ankündigung folgt auf die kürzlich durchgeführte Lancierung des Bitcoin Capital Active ETP durch Ficas. Dabei handelt es sich laut Mitteilung um das weltweit erste diskretionär verwaltete ETP (Exchange Traded Product), das auf einer Kryptowährung basiert und an der Schweizer Börse SIX kotiert ist. 

(jor)
 

21.8.2020 - Zuger Start-up lanciert Compliance-Software für Krypto-Transaktionen

Das Zuger Start-up 21 Analytics hat eine Software lanciert, die es Schweizer Finanzintermediären ermöglichen soll, automatisierte und rechtskonforme Transaktionen von Crypto Assets abzuwickeln. Für den Schweizer Kryptohandel bedeutet dies ein wichtiger Schritt, denn bislang verliefen Transaktionen von Crypto Assets zwischen zwei Finanzintermediären nicht ganz konform, wie "Finews" berichtet: Die Einhaltung der Geldwäschereiverordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) wie auch der als "Travel Rule" bezeichneten Richtlinie der Financial Action Task Force waren nicht vollständig gewährleistet. 

Die Lösung des Zuger Unternehmens soll nun den Beweis erbracht haben, dass solche Krypto-Transaktionen zwischen zwei Schweizer Finanzintermediären unter Einhaltung der regulatorischen Vorschriften möglich sind. Gezeigt habe dies eine Transaktion mit Bitcoin zwischen Crypto Finance und Mt Pelerin. Dabei wurden gemäss "Finews" Daten zur Identifikation des Auftraggebers und der begünstigten Person zwischen den Finanzintermediären ausgetauscht – wie dies auch bei Banküberweisungen der Fall ist.

Die Lösung stelle die effektive Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sicher, heisst es in einer Mitteilung. Die Software liefere nun die nötige rechtliche Sicherheit, um Crypto Assets als alternative Anlageklasse zu etablieren.

(jor)

06.08.2020 - Erstes Schweizer Hilfswerk nimmt Kryptospenden an

Das Kinderhilfswerk SOS-Kinderdorf akzeptiert nun auch Spenden in Form von Kryptowährungen wie Bitcoin. Somit ist es die erste grosse Schweizer Non-Profit-Organisation (NPO) die Kryptowährungen annimmt, wie die Organisation mitteilt.  

Das Hilfswerk wolle das Spenden moderner machen und so auch ein neues Zielpublikum ansprechen. "Unter jungen Investoren und E-Sportlern, die sich mit Kryptowährungen auskennen, gibt es viele Philanthropen, die ihre Gewinne gerne in eine gute Sache investieren," so Derya Kilic, Leiterin Digital bei SOS-Kinderdorf. "Mit einem Bitcoin beispielsweise ermöglicht der Spendende 50 Kindern den Schulbesuch für ein ganzes Jahr."

Die Organisation arbeitet für die Zahlungsabwicklung mit Datatrans und Coinify zusammen. Die beiden Unternehmen hätten sich in der Kryptobranche einen Namen gemacht und bereits Unternehmen wie Digitec und Galaxus die Bezahlung per Kryptowährung ermöglicht, heisst es in der Mitteilung weiter. Auf der Zahlungsseite von Coinify kann man die gewünschte Kryptowährung aus einer Liste auswählen. Danach erhält man einen Umrechnungskurs der für 15 Minuten gilt und die Zahlungsdetails als Text und QR-Code.

Die NPO erwartet für den Anfang nicht viele Spenden in Kryptowährungen. "Aber wir sind für die Zukunft gerüstet und verfügen dank kompetenten Partnern schon heute über das nötige Know-How", sagt Kilic.

(fki)
 

04.08.2020 - Bank Cler will Bitcoin anbieten

Die Bank Cler arbeitet an einem Angebot für Kryptowährungen. "Wir werden im Laufe des nächsten Jahres ein Angebot für den Handel und die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten lancieren", sagte Sprecherin Natalie Waltmann gegenüber der "NZZ am Sonntag". Zu diesem Zweck stellte die Bank, die der Basler Kantonalbank (BKB) gehört, per 1. August den Krypto-Experten Alain Kunz als Leiter Digital Assets ein. 

Auch die BKB dürfte Kryptowährungen in ihr Angebot aufnehmen – quasi durch die Hintertür, wie es im Bericht weiter heisst. "Die Bank Cler ist das digitale Kompetenzzentrum des Konzerns, zu dem auch unsere Muttergesellschaft, die BKB, gehört. Für sie sind Kryptowährungen ebenfalls ein Thema", sagte Waltmann gegenüber der "NZZ am Sonntag". 

(jor)
 

10.07.2020 Krypto-Handel per App von Honesto und Incore

Das Schweizer Fintech-Start-up Honesto hat eine Trading-App für den Handel von digitalen Assets angekündigt. Das Unternehmen setze bei der Entwicklung auf Einfachheit und Sicherheit. So wolle Honesto privaten Anlegern den Einstieg in die Kryptowelt erleichtern.

Der Handel erfolge über eine digitale Geldbörse (auch "Wallet" genannt), heisst es in einer Mitteilung. Diese erlaube es Nutzern, bis zu 28 verschiedene Börsen im Blick zu haben.

Zur Verwaltung des Vermögens, welches aus Krypto- sowie aus traditionellen Währungen bestehen kann, setze Honesto auf die Dienstleistungen der Schweizer B2B-Bank Incore. Das Vermögen aus der Geldbörse werde auf einem Konto von Incore hinterlegt. Incore-CEO Mark Dambacher sagt über die Kooperation: "Wir sind überzeugt, dass die App von Honesto einem grossen Bedürfnis entspricht und die entsprechende Nachfrage auf dem Markt besteht."

Die App erscheint voraussichtlich noch gegen Ende dieses Jahres, wie Honesto auf Anfrage mitteilt.

(cwa)

03.07.2020 Edelmetallhändler lanciert goldgedeckten Stablecoin Veraone

Das dem Edelmetallhändler Aucoffre angehörige Unternehmen Veraone hat einen gleichnamigen Token herausgebracht. Laut Mitteilung handelt es sich dabei um einen mit Gold gedeckten Stablecoin, der auf der Ethereum-Blockchain basiert. Ein Veraone-Token (VRO) entspricht dabei einem Gramm Gold. So sei es einfacher, den Wert des Goldes aufzuteilen und zu transferieren.   

Die Goldbarren werden laut Veraone im Port Franc de Genève, dem grössten Zollfreilager der Welt, aufgehoben. Die Verwahrung des Goldes werde von unabhängigen Drittparteien überprüft.

Gründer und CEO von Aucoffre, Jean-François Faure, sagt zum Start: "Unser Ziel ist es, den Menschen einen sicheren und einfach Zugang zu Gold zu ermöglichen. Die Lancierung von Veraone in der Schweiz ist ein weiterer, wichtiger Schritt im Rahmen unserer internationalen Expansion." 

(lha)

25.6.2020 - Schweizer Studie prüft Chancen und Risiken der Blockchain

Vereinfacht gesagt, ist die Blockchain ein Register, das Einträge dezentral und fälschungssicher abspeichert. Das klingt verheissungsvoll. Doch es drohen Datenschutzkonflikte. Und auch aus ökologischer Sicht ist die Technologie umstritten. Denn um die Sicherheit zu garantieren, müssen zahlreiche Computer komplexe Rechnungen lösen – was viel Strom braucht, der längst nicht immer aus erneuerbaren Quellen stammt. Zu diesen und weiteren Befunden kommt eine Studie der Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung TA-Swiss. 

Die Studie untersuchte, in welchen Bereichen Blockchain-Anwendungen einen Vorteil bringen – und wo bislang noch nicht. Die zentralen Ergebnisse fassen die Studienautoren wie folgt zusammen:

Das sind die Chancen der Blockchain-Technologie:

  • ihre Unveränderbarkeit, die durch kryptographische Verfahren und Anreizsysteme sichergestellt wird. Letzteres sorgt dafür, dass alle, die am Netzwerk beteiligt sind, für die Rechtmässigkeit aller Transaktionen bürgen. 
  • ihre dezentrale Natur, die das ganze System manipuliersicher macht. 
  • ihre Fähigkeit, Vertrauen zwischen Akteuren zu schaffen, die sich nicht oder kaum kennen. 
  • die Möglichkeit, Eigentumsrechte oder Herkunftsnachweise auf digitalem Weg absolut glaubwürdig zu verbürgen. Dies verleiht der Blockchain das Potenzial, den Bereich der Finanzdienstleistungen grundlegend zu erneuern. 
  • die Aussicht, dass Transaktionen durch das Ausschalten von Intermediären rascher, günstiger und weniger fehleranfällig werden. 
  • die Transparenz und Unveränderbarkeit der gesicherten Information, welche die Rechtssicherheit erhöhen. Von Vorteil ist das insbesondere für Länder, denen eine vertrauenswürdige oder effiziente Zentralinstanz fehlt. 
  • der Umstand, dass die Blockchain – kombiniert mit Smart Contracts und mit dem Internet of Things – die Automatisierung von Überprüfungsprozessen und Gültigkeitsnachweisen ermöglicht.

Das sind die Risiken der Blockchain-Technologie:

  • dass manche der Konsensalgorithmen, die in der Blockchain eine zentrale Vertrauensinstanz ersetzen, eine enorme Rechenleistung erfordern und damit auch Unmengen an Energie verbrauchen. 
  • dass die Nutzer anonym beziehungsweise mit einem Pseudonym am Netzwerk teilnehmen, was für kriminelle Zwecke missbraucht werden kann. 
  • dass sämtliche, jemals von einer Person getätigte Transaktionen einsehbar werden, sobald die Identität eines Pseudonyms bekannt ist. 
  • dass die Unveränderbarkeit der Blockchain ein Recht auf Vergessen, wie es der Datenschutz vorsieht, vollständig ausschliesst. 
  • dass die Blockchain zwar mehr Transparenz und gemeinsames Entscheiden verspricht, gleichzeitig ihrer Komplexität wegen für Laien aber vollständig undurchsichtig bleibt. 
  • dass die Blockchain weitgehend eine „Lösung ohne Problem“ bleibt. Denn bislang fehlt eine „Killerapplikation“. Und die Blockchain kann ihrem Hype nicht gerecht werden.

Die Studie ist im Buchhandel erhältlich oder digital im Open Access. Ebenfalls online findet sich eine Kurzfassung der Ergebnisse (PDF).

(jor)

 

25.05.2020 - 92,5 Millionen US-Dollar für zwei Pizzas

Am 22. Mai war der "Bitcoin-Pizza-Tag". Was steckt hinter diesem Jubiläum? Vor 10 Jahren wurde mit 10'000 Bitcoin der allererste Zahlvorgang mit einer Kryptowährung überhaupt getätigt, wie "Cointelegraph" berichtet. Der Programmierer Laszlo Hanyecz kaufte damit zwei Pizzas. Damals hätten die Bitcoins einem Gegenwert von 41 US-Dollar entsprochen. Beim heutigen Umrechnungskurs hätte der Programmierer für das Mahl 92,5 Millionen US-Dollar bezahlt.

Alle jemals getätigten Bitcoin-Transaktionen lassen sich auf der Blockchain rückverfolgen. Es liegt also die Frage nahe: Was wurde aus den Pizza-Bitcoins? Im Laufe der Jahre seien die Gelder über viele verschiedene Adressen bewegt worden, sagte Grant Blaisdell, Mitgründer des Marktforschungsinstituts Coinfirm, gegenüber Cointelegraph. Ein Teil der Bitcoins sei bei einer Kryptobörse gelandet, die inzwischen ausser Betrieb sei. Andere Teile der Summe seien in der privaten Wallet eines Grossanlegers gelandet.

(osc)

18.5.2020 - Visa will eigene Kryptowährung patentieren lassen

Visa hat einen Patentantrag für eine blockchainbasierte Digitalwährung eingereicht. Der vom US-Patentamt veröffentlichte Antrag erwähnt das Ethereum-Netzwerk als mögliche Blockchain-Basis. Die vorgesehene Digitalwährung soll an eine Fiatwährung gekoppelt sein, um für Wertstabilität zu sorgen, wie "Cointelegraph" berichtet. 

Dies würde die Kryptowährung zu einem sogenannten Stablecoin machen. "Jedes Mal, wenn eine Einheit der Digitalwährung generiert wird, verpflichtet sich der Antragsteller, den entsprechenden Gegenwert in Form einer Fiatwährung aufzukaufen, um den Wert der Digitalwährung stabil zu halten", zitiert der Bericht aus dem Patentantrag. 

Als mögliche Währung zur Anbindung werde der US-Dollar genannt. Doch es könnten auch andere Landeswährungen wie das Britische Pfund, Yen oder Euro genutzt werden.

Visa war ursprünglich beim Krypto-Projekt Libra von Facebook mit an Bord, kehrte der Social-Media-Kryptowährung dann aber den Rücken. Hier erfahren Sie mehr dazu.

(jor)
 

28.04.2020 - Zug plant zusätzliche Kredite für das Crypto Valley

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler plant einen weiteren Unterstützungsfonds für Start-ups. Der Fonds soll 100 Millionen Franken umfassen und das Massnahmenpaket des Bundes ergänzen, berichtet "finews.ch" unter Berufung auf die "Sonntagszeitung".

"Wir möchten den Lösungsvorschlag des Bundes mit einem neu zu schaffenden Vehikel verbinden, an dem sich auch private Investoren beteiligen können", sagt Tännler im Interview mit der Sonntagszeitung.

20 bis 30 Millionen Franken sollen vom Kanton Zug und der Stadt kommen, weitere 10 bis 15 Millionen durch den Bund und die restlichen 55-70 Millionen durch private Investoren. Ausserdem sollen die Kredite in Aktienkapital umgewandelt werden können.

Am 22. April hat der Bundesrat beschlossen, Start-ups einen einfacheren Zugang zu Krediten in der Coronakrise zu ermöglichen. Der Umfang des Unterstützungspakets beträgt 154 Millionen Franken.

(sma)

27.04.2020 - Sony will mit Blockchain den Verkehr zum Fliessen bringen

Sony entwickelt eine Datenbankplattform für das Verkehrswesen. Die Blockchain Common Database (BCBD) soll unter Verwendung der Blockchain die Daten von mehr als sieben Millionen Nutzern am Tag verarbeiten, heisst es in einer Mitteilung des japanischen Konzerns. Unter Berücksichtigung aller Verkehrsangebote soll dem Nutzer die optimale Route inklusive Zeit und Kosten angezeigt werden. Die anonymisierten Reiseverläufe und Einnahmen werden aufgezeichnet und gemeinsam in der Datenbankplattform genutzt. 

Die Blockchain-Technologie sei ideal für die gemeinsame Nutzung und Verwaltung von sensiblen Informationen, heisst es weiter. Die dezentrale Plattform soll die Transporteffizienz steigern. Zudem sei sie nicht auf Mobility as a Service beschränkt und könnte in Zukunft ein Teil von Smart Citys werden.

Sonys BCBD ist das Resultat des Blockchain Challenge Program der niederländischen Regierung. Sony war der einzige Teilnehmer, der die Anforderungen der Regierung erfüllte. Im März 2020 verifizierte der Hersteller seine BCDB.

(sma)

24.04.2020 - ABB setzt auf Blockchain für die Stromabrechnung

ABB spannt mit dem Berner Start-up Ormera zusammen, um eine Smart-Meter-Lösung zu entwickeln. Die Applikation soll Energiedienstleistern und Hauseigentümern dazu dienen, selbstproduzierten Solarstrom automatisch zu messen, zu verwalten und zu verrechnen. Der Datenaustausch läuft über eine Blockchain-Applikation von Ormera. So erübrige sich das Ablesen und Übertragen der Daten, schreibt ABB in einer Mitteilung. Ferner soll die Blockchain-Lösung dazu beitragen, die Abrechnung von selbst produziertem Strom transparenter zu gestalten und den administrativen Aufwand für die Verrechnung zu verringern. 

(jor)

23.04.2020 - Genfer Handelskammer stimmt per Blockchain ab

Aufgrund der Gesundheitskrise wurde die 155. Generalversammlung der Genfer Handels-, Industrie- und Dienstleistungskammer (CCIG) online abgehalten. Die Mitglieder konnten teilnehmen, indem sie das Treffen per Live-Streaming verfolgten. Die Abstimmung erfolgte virtuell mit Hilfe eines Blockchain-Systems, das von der in Genf ansässigen Firma Cryptolex, einem Mitglied der CCIG, entwickelt wurde. "Die CCIG ist mit Sicherheit die erste Handelskammer der Welt, die eine Blockchain für ihr Online-Abstimmungssystem nutzt, und eine der ersten Institutionen in Genf und in der Schweiz, die dieses System einsetzt", schreibt der Interessenverband in einer Mitteilung. Rund 150 Personen nahmen an der Abstimmung teil, etwa für die Wahl von Laurence de la Serna zur Präsidentin der Institution. Der ersten Frau, die dieses Amt bekleidet.

Cryptolex bietet seit 2015 praktische, technische, rechtliche und regulatorische Beratung für Kryptowährungen und Blockchain an. Insbesondere hat die Firma die Lösung "Cryptolex Voix" entwickelt. Dabei handelt es sich um ein elektronisches Abstimmungssystem, das für die Digitalisierung von Hauptversammlungen konzipiert wurde. Um online abstimmen zu können, müssen die Teilnehmer einen im Voraus erhaltenen Code eingeben. Sie können dann für jeden Punkt der Traktandenliste antworten (ja, nein oder sich enthalten) und die Ergebnisse in Echtzeit sehen. Der Mitbegründer des Unternehmens, Vicken Bayramian, erklärt die Vorteile des Systems in einem Video auf Youtube. Ihm zufolge ist das Blockchain-System im Gegensatz zu einer elektronischen Abstimmungslösung, die auf einem zentralen Server läuft, nahezu unverwundbar gegen Hacking-Versuche, da seine Technologie auf einer dezentralisierten Architektur basiert.

(ych/osc)

14.04.2020 - Konsortium verheiratet Bitcoin und Tezos

Ein Zusammenschluss von Organisationen hat ein Bitcoin-Derivat auf der Tezos-Plattform lanciert. Federführend sind die Bitcoin Association Switzerland und die Tezos Foundation selbst. Der "TZBTC" soll die Liquidität der grössten und ältesten Kryptowährung mit der Effizienz einer Blockchain der neusten Generation paaren, versprechen die Macher in einer Mitteilung.

Die Krypto-Firmen Bitcoin Suisse, Bity, Sygnum und Taurus sollen als "Gatekeeper" die Umwandlung von Bitcoin in TZBTC sowie die Einhaltung der Finanzmarkt-Regulation übernehmen. Inacta, Lexr, Swiss Crypto Token, Taurus und Woorton sind als "Keyholder" zuständig für Custody und Supply Management. Das Netzwerk ist gemäss Mitteilung offen für weitere Akteure. Neu könne Bitcoin als Zahlungsmittel innerhalb des Tezos-Netzwerks eingesetzt werden, heisst es weiter.

(osc)

26.03.2020 - Sygnum lanciert digitalen Franken

Unter dem Namen "Sygnum Digital CHF" (DCHF) lanciert die Kryptobank Sygnum einen an den Schweizer Franken gebundenen Stablecoin. Wie "Finews" unter Berufung auf eine Unternehmensmitteilung schreibt, hält Sygnum für jeden ausgegebenen DCHF einen Franken bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB). 

Der tokenisierte Franken soll "als Brücke zwischen Fiat-Währungen und digitalen Assets fungieren", heisst es weiter. Laut Markus Hartmann, Head of Tokenization der Sygnum Bank, soll der DCHF vor allem "die Abwicklung von Transaktionen und die Ausführung von Zahlungsströmen, die auf sogenannten Smart Contracts beruhen", erleichtern. 

Pläne für an den Franken gebundene Kryptowährungen werden immer wieder geschmiedet. Ende Mai letzten Jahres wurde bekannt, dass Six und die SNB sich darüber austauschten.

(rja)

13.03.2020 - Bitcoin crasht - und bei den Altcoins sieht es nicht besser aus

Die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten gehen am Kryptomarkt nicht spurlos vorüber. Der Kurs des Bitcoin hat sich gemäss "CoinMarketCap.com" seit Mitte Februar praktisch halbiert. Vergangene Nacht lag die Kryptowährung zeitweise nur noch knapp über 4000 US-Dollar. Heute Morgen um 10 Uhr hatte sich der Kurs auf rund 5400 Dollar etwas erholt.

Innert 24 Stunden hatte Bitcoin zeitweise einen Drittel seines Werts verloren. Auch bei den anderen Kryptowährungen geht es steil abwärts. Ethereum verlor 25 Prozent an Wert, Ripple 20 Prozent. Die Lage sei mittlerweile völlig unübersichtlich und ausser Kontrolle, zitiert das Börsenportal "Cash" den deutschen Analysten Timo Emden .

Viele Kryptoinvestoren stünden am Rande eines Totalverlusts. Die Anleger tauschten nun Kryptoanlagen gegen Bargeld, um Verluste aus anderen Assetklassen wie Aktien ausgleichen zu können. Dazu sei gekommen, dass die für den Derivatehandel genutzte Handelsplattform Bitmex zeitweise offline gewesen sei. "Die Nerven liegen sprichwörtlich blank", zitiert Cash Emden.

(osc)

10.03.2020 - Der Fussballclub St. Gallen bringt Fanartikel auf die Blockchain

Der FC St. Gallen will mit Blockchain die Echtheit seiner Fanartikel gewährleisten. Im Frühling will der Club die ersten limitierten Spielertrikots verkaufen, die mit einem NFC-Chip ausgestattet sind, wie Cointelegraph berichtet. Mit einer Smartphone-App könne so die Echtheit des Trikots überprüft werden. Das Schweizer Start-up CollectID habe die Blockchain-Anwendung entwickelt, die zum Einsatz kommt.

Der FC St. Gallen ist nicht der erste Verein im Fussballumfeld, der einen derartigen Blockchain-Token lanciert. So sind etwa der französische Fussballverein Paris Saint-Germain und der italienische Fussballclub Juventus auch bereits auf den Blockchain-Zug aufgesprungen.

(kfi)

06.03.2020 - Joint Venture von Inacta und Modum will Schweizer Produkte mit Blockchain schützen

ProofX, ein Joint-Venture von Inacta und Modum, hat seine gleichnamige Verifizierungs-Plattform vorgestellt und Partner an Bord geholt. Auf der Plattform sollen Schweizer Produzenten direkt mit ihren Kunden interagieren und ihre Produkte und Labels verifizieren können, heisst es in einer Mitteilung.

Die Macher von ProofX verwenden dazu Blockchain-Technologie. Mit ihr könne die Plattform die Rückverfolgbarkeit aller Produkte für Verbraucher und Unternehmen sicherstellen, Lieferketten überwachen und Fälschungen verhindern.

 

Die ProofX-Plattform als App und Website. (Source: proofx.com)

 

Zum Start setzt ProofX auf Schweizer Erzeugnisse und Partner. Am WEF in Davos holte das Start-up GS1 Switzerland, 3D AG, Agroscope, Vifor Pharma und die Kanzlei MLL Rechtsanwälte an Bord.

In den nächsten Monaten will ProofX nach Partnern suchen, die einen Proof of Concept der lückenlosen Rückverfolgung und Verifizierung von zertifizierten Schweizer Produkten auf der Plattform liefern können.

(osc)

04.03.2020 – Facebook ändert Libra-Pläne und holt Euro und Dollar ins Boot

Facebook ändert die Pläne seiner Kryptowährung. Libra sei nicht mehr das alleinige Kernstück der digitalen Zahlungsstrategie, schreibt "The Verge" unter Berufung auf "The Information". Stattdessen will der Konzern den Libra-Token parallel zu staatlich unterstützten Währungen wie Euro und US-Dollar anbieten.

Entsprechend soll "Calibra", Facebooks geplantes digitales Portemonnaie, sowohl Libra wie auch klassische Währungen aufbewahren und verwalten können. Der Start des Dienstes werde sich dadurch verzögern, heisst es weiter. Die Kursänderung folgt nach monatelangem Druck Seitens Regulierungsbehörden und nachdem diverse namhafte Partner das Libra-Projekt verlassen hatten.

(rja)

28.02.2020 - Schweizer Selbstregulierungsorganisationen wollen keine Krypto- oder Blockchain-Mitglieder!

Was mir gestern passiert ist bzw. ich gehört habe, habe ich in dieser Form noch nie so deutlich gesagt bekommen. Ich habe es schon lange vermutet, aber gestern - aus erster Hand - bestätigt bekommen:

Schweizer Selbstregulierungsorganisationen wollen grundsätzlich keine Krypto- oder Blockchain-Mitglieder!

In der Schweiz gibt es einige dieser sogenannten "SRO"’s. Alle Schweizer Gesellschaften, die "geldwäscherelevante Tätigkeiten" ausüben, müssen sich entweder direkt der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma unterstellen oder Mitglied in einer der SRO’s werden. Diese unterstehen der Aufsicht der Finma und werden auch von ihr regelmässig mit Audits überwacht.

Soweit also - für die Fachleute unter uns - nix neues.

Einer meiner Services beinhaltet die Erlangung dieser begehrten SRO-Mitgliedschaften. Ich kenne sie alle und mit den ein oder anderen arbeite ich sehr eng zusammen.

Gestern war es wieder mal soweit. Eine der Gesellschaften, die ich betreue, "kämpft" schon seit längerem an einer Mitgliedschaft. Ohne diese Lizenz kann sie nicht mit ihrer Tätigkeit starten. Grundsätzlich steht alles. Setup, IT, Tools, Kunden sind startklar, nur die Lizenz fehlt noch.

Seit mehr als einem halben Jahr sind wir nun bemüht, bei einer der Schweizer SRO’s ein anerkanntes Mitglied zu werden. Ja, auch Schweizer Mühlen sind bekanntlich nicht sooo schnell und das ist auch nicht das Thema. (Obwohl ich es natürlich gerne schneller hätte ? )

Nach mehrmaliger und nachdrücklicher Nachfrage, wann wir denn nun endlich mit einer Entscheidung rechnen können, haben wir ein Lebenszeichen erhalten: "Einladung zu einem persönlichen Gespräch".

Wie gesagt, gestern war es nun endlich so weit.

Voller Hoffnung und Zuversicht ist mein Kunde mit mir zu diesem Meeting gegangen. Was ich allerdings dort erfahren habe, lässt mich wirklich zweifeln, ob das international anerkannte und positive Standing der Schweiz in Sachen Krypto/Blockchain noch lange anhalten wird….

Die Gründe sind u.a.: Alle Kryptogesellschaften benötigen ein physisches 24/7-Office mit Mitarbeitern in der Schweiz. Ob und wie überhaupt das Business aussieht und wo grundsätzlich das Geld verdient wird, ist egal.

WIE BITTE?

Meistens arbeiten die Blockchain-Startups international. Eines der Kernmerkmale der Blockchain-Technologie ist doch die Dezentralität? Natürlich stehen die Server in der Schweiz und natürlich gibt es die Räumlichkeiten (für die meine Kunden auch bezahlen), um ihrer Tätigkeit nachzugehen, Kundenmeetings abzuhalten, usw.

Natürlich werden alle geldwäscherelevanten Tätigkeiten genauestens überwacht und alle Vorschriften der Finma eingehalten. Dazu bin ich meistens als Compliance-/AML-Officer im Verwaltungsrat eingetragen. Ich bin Schweizer, hab meinen Wohnsitz in der Schweiz und bin für jegliche Behörden jederzeit erreichbar.

Aber das genügt heute anscheinend nicht mehr. Heute muss – mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit – bereits für den ersten Kunden das volle Setup vorhanden sein: 100% eigene Büroräume, Mitarbeiter etc. (Gemäss Aussage von gestern wird das neu von der Finma so von SRO-Mitgliedern gefordert)

Ob sich das so ein Startup leisten kann? Egal. Wird so verlangt. Punkt. Ohne das gibt es keine Lizenz. Ok, dann stellen wir halt jemanden ein, der dafür sorgt, dass der Gummibaum im Eck nicht an Wassermangel elendig eingeht….

Ich verstehe und stimme dem absolut zu, dass es nicht sein kann und darf, dass Gesellschaften mit «leeren Firmenhüllen» lediglich den Namen/die Reputation der Kryptonation Schweiz nutzen, um ihre Geschäfte weltweit zu tätigen. Natürlich muss da – über kurz oder lang – Fleisch am Knochen sein. Aber doch nicht schon bereits das volle Setup, sobald sich das erste Geschäft anbahnt???

Liebe Finma, ich möchte nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich bin froh, dass es euch gibt und es ist wichtig und richtig, dass – besonders der neue Bereich Krypto/Blockchain – auch einer besonderen Überwachung unterliegt. Das zweifle ich überhaupt nicht an.

Aber dass ihr anscheinend mit einem Ratingverfahren die SRO’s up- oder downgraded, je nachdem in wievielen Betrugsfällen deren Mitglieder verstrickt sind, sorgt dafür, dass SRO’s überhaupt keine neuen Krypto-Members mehr aufnehmen!

Gestern Originalton: "Ja, wir sind aufgrund von Frauds von der Finma zurückgestuft worden und haben sie nun noch viel häufiger im Haus zwecks Prüfungen. Es ist sehr kostspielig und erzeugt für uns inzwischen höhere Kosten als Einnahmen aus unseren Mitgliederbeiträgen. Es gibt ja noch andere SRO’s und es wäre vielleicht eine Überlegung wert, sich dort zu bewerben".

Nach mehr als einem halben Jahr "Kampf um die Mitgliedschaft" höre ich solche Worte. Wow. Dass hier niemand zufrieden aus dem Meeting geht, ist wohl allen klar. Es geht nicht nur darum, dass anscheinend Krypto-Firmen nicht mehr gerne gesehen bzw. aufgenommen werden, sondern um viel mehr: Mit dieser Art der Behandlung neuer (und zukünftig vielleicht auch bestehender?) Mitglieder durch Schweizer SRO’s leidet die internationale Reputation als erfolgreicher Kryptohub!!!

Und ja, im Grunde kann ich die SRO’s verstehen: Ich vergleich das mal mit einem kleinen Kind. Wenn die Eltern dem Kind jedes Mal eins voll auf die Finger geben, wenn es etwas angestellt hat, dann wird es irgendwann gar nichts mehr machen…

Ok, die Finma haut vielleicht den SRO’s nicht mit dem Zollstock eines auf die Patscher, aber ein Ratingsystem mit steigenden Kosten tut mindestens genauso weh. (Würde ich sagen ? )

Nochmals zur Klarstellung: Ich zweifle zu keinem Zeitpunkt die Finma bzw. die SRO’s dieser Schweiz an. Es ist gut, dass es sie gibt. Ohne Aufsicht wäre der Finanz- und Kryptoplatz Schweiz nicht da, wo er heute (noch?) ist.

Aber schaue ich mir andere Länder an (und die sind mit Liechtenstein nicht mal weit weg), dann frage ich mich schon, wie wir für neue Gesellschaften den Standort Schweiz weiterhin attraktiv halten wollen.

Erst hatten wie die Challenge, für die Krypto-Firmen Schweizer Bankkonten zu eröffnen. Dafür gibt es inzwischen einige Anbieter, mit denen ich gerne und regelmässig zusammenarbeite.

Hier ein Dank an Bank Frick, Hypi Lenzburg, Falcon, Maerki Baumann, Banca Zarattini, SEBA, Sygnum, Volksbank Mittweida (und die -Asche auf mein Haupt- ich noch vergessen habe zu erwähnen)

Heute haben wir die Herausforderungen, eine SRO für diese Firmen zu finden. Vielleicht lässt sich der Finanzplatz Schweiz morgen ja noch was neues einfallen, um Startups aus der ganzen Welt abzuschrecken. Getreu dem weltweit bekannten Schweizer Motto: "Wer hat’s erfunden???"

Ich möchte auch abschliessend betonen, dass nicht alle SRO’s der Schweiz neue Krypto-Mitglieder abweisen bzw. solche Hürden in den Weg legen.

Ich hoffe sehr, dass wir auch die neuen Herausforderungen meistern werden, dass unsere Schweiz auch weiterhin in der ersten Krypto-Liga dieser Welt mitspielen kann. Es wäre schade, durch eine Überregulierung, einem Bestrafungssystem o.ä. die nächsten Amazons, Facebook oder Googles aus der Schweiz zu vertreiben….

Dieser Beitrag stammt von Blockchain-Berater Jürgen Kob und erschien erstmals auf Linkedin.

26.02.2020 - Studenten-Blockchain soll bei Novartis für Transparenz sorgen

Zwei Studenten der Universität Basel haben ein Konzept erarbeitet, das für mehr Transparenz in der Zulieferkette von Novartis sorgen soll. Drei Monate lang hätten Florian Gronde und Julius Lüttin im Rahmen einer "Blockchain-Challenge" an ihrem Projekt getüftelt, schreibt die Universität. Die beiden gewannen schliesslich im Finale der Challenge den mit 10'000 Franken dotierten ersten Preis.

Die Ausgangsfrage für die Studenten lautete: "Wie kann eine Blockchain-Lösung sicherstellen, dass die gesamte Lieferkette durch Zertifikate gesichert wird und dies auch funktioniert, wenn Firmen in der Lieferkette unbekannt sind?" Novartis habe vor der Challenge bereits eigene Ideen zur Lösung des Problems entwickelt. Diese Ansätze hätten Lüttin und Gronde als Grundlage für die Ausarbeitung des eigenen Konzepts gedient.

 

Freuen sich über den ersten Preis in der Blockchain-Challenge: Florian Gronde und Julius Lüttin. (Source: Universität Basel, Center for Innovative Finance)

 

Mit verschiedenen Demos hätten die beiden untersucht, wie ein Zertifikataustausch mit Unbekannten aussehen könnte. Daraus entwickelten sie ein eigenes Mock-up. Eine Beispiel-Applikation, welche die technischen Abläufe veranschaulicht, ohne dass dafür die eigentliche Programmierung vorhanden sein müsse. "Damit konnten wir ausprobieren und am Ende auch für Novartis illustrieren, wie die Lösung aussehen könnte", wird Julius Lüttin zitiert.

Bei Novartis werde das Konzept von Lüttin und Gronde nun geprüft und nach Möglichkeit in die weitere Entwicklungsarbeit einfliessen. Mit der Implementierung könnten die beiden allenfalls noch dieses Jahr rechnen.

20.02.2020 - Securosys und Valk kooperieren für Blockchain-Plattform

Das Zürcher Start-up Securosys partnert mit dem britischen Finanzdienstleister Valk.

Gemeinsam wollen sie eine End-to-End-Lösung für die Open-Source-Blockchain-Plattform Corda anbieten, heisst es in einer Mitteilung. Finanzinstitute können auf Corda digitale Wertpapiere handeln.

Valk stellt für die Kooperation eine Infrastrukturlösung zur Verfügung und Securosys liefert die Hardware-Sicherheitsmodule (HSM), welche auch beim Swiss Interbank Clearing (SIC) zum Einsatz kommen.

(sma)

19.02.2020 – Uefa setzt auf Blockchain beim Ticketsystem

Der europäische Fussballverband Uefa setzt zukünftig auf die Blockchain, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Verteilung der Tickets für die kommende Fussball-Europameisterschaft 2020 erfolgt über eine App. Das Blockchain-basierte Ticketsystem soll das Replizieren und Duplizieren von Tickets verhindern. Die entsprechenden QR-Codes werden erst erzeugt, wenn die Fans sich in unmittelbarer Nähe des Stadions befinden. Die Ortung erfolgt per Bluetooth.

Mit dem neuen System will die Uefa ein sicheres und einfacheres Kundenerlebnis bieten, heisst es weiter.

Die Ticket-App soll Ende Mai 2020 für Android und iOS erscheinen. Die mobilen Tickets werden dann spätestens sieben Tage vor dem Spiel freigeschaltet.

Insgesamt rechnet die Uefa damit, auf diesem Weg über eine Million Tickets für die Europameisterschaft auszuliefern.

(sma)

10.2.2020 - Finma senkt Schwellenwert für nicht identifizierte Krypto-Geschäfte

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) senkt den Schwellenwert für die Identifizierung bei Krypto-Handelsgeschäften von 5000 auf 1000 Franken. Mit diesen Massnahmen setze die Behörde internationale Standards bei der Bekämpfung von Geldwäscherei um und trage den erhöhten Risiken in diesem Bereich Rechnung, heisst es in einer Mitteilung.

Laut "Cointelegraph" müssen durch die neuen Regeln Finanzanbieter, die an Transaktionen mit Kryptowährungen beteiligt sind, Daten über jeden sammeln, der Geschäfte im Wert von mehr als 1000 Franken initiiert. Die Informationen müssten den Behörden regelmässig zur Überprüfung vorgelegt werden. Die Finma folge damit auf die Verabschiedung des neuen Finanzdienstleistungsgesetzes und des Finanzinstitutsgesetzes.

(osc)

7.2.2020 - Blockchain für die Stromversorgung im Quartier

In Walenstadt (SG) endet ein Pilotprojekt für den Einsatz von Blockchain in der Stromversorgung. 37 Haushalte der Gemeinde nahmen ein Jahr lang am Testlauf vom Bits to Energy Lab der ETH Zürich teil, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Haushalte konnten den Kauf und Verkauf des Solarstroms selbst steuern, der Handel fand automatisch über eine Blockchain statt. Die Ergebnisse der Feldphase waren 27 Prozent mehr lokal produzierter Solarstrom. Zudem versorgten sich ein Drittel der Haushalte selbst mit Solarstrom – eine Verdoppelung gegenüber den Vorjahren.

Laut Projektleiterin Verena Tiefenbeck ist "Quartierstrom" das erste Projekt dieser Art. "Wir leisteten an vielen Fronten Pionierarbeit", sagt sie.

So mussten die Wissenschaftler selbst einen Smart Meter entwickeln, um ihre Anwendungssoftware zu verwenden. Die Smart Meter und Blockchain-Knoten verbrauchten dabei 4 Prozent des gehandelten Stroms.

Mit dem Spin-off "Exnaton" will man im nächsten Schritt serienreife Geräte einsetzen und die Handelsplattform weiterentwickeln. Ausserdem sollen Nutzer gezielter auswählen können, von wem aus der Gemeinde sie ihren Strom beziehen.

(sma)

6.2.2020 - Drei Schweizer wegen Verdacht auf Krypto-Geldwäscherei verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat drei Schweizer wegen Verdacht auf Online-Anlagebetrug und Geldwäscherei in Millionenhöhe verhaftet. Die Ermittlungen hatten zu einem im Kanton Zürich wohnhaften Schweizer geführt. Dieser steht laut Mitteilung unter dringendem Verdacht, grössere illegal erlangte Geldbeträge von Online-Handelsplattformen für Binäre Optionen und Kryptowährungen über Konten im In- und Ausland weitergeleitet zu haben, um die kriminelle Herkunft der Gelder zu verschleiern. Die Behörden nahmen den Mann sowie zwei Personen aus seinem Umfeld am 4. Februar fest. 

Es kam zu elf Hausdurchsuchen in den Kantonen Graubünden, St.Gallen, Tessin, Zug und Zürich. Die Behörden beschlagnahmten drei Liegenschaften sowie acht Luxus-Fahrzeuge und sperrten Konten mit mehreren Millionen Franken. 

Die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich führen weiterhin Ermittlungen durch. Alle drei festgenommenen Personen haben die Schweizer Staatsbürgerschaft.

(jor)

05.02.2020 - "Car Token": Jetzt kommt der Krypto-Token auf Oldtimer-Basis

Die Liechtensteiner Curioinvest will einen Krypto-Token lancieren, der an wertvolle Luxus-Oldtimer gebunden ist. Wie "Cointelegraph" unter Berufung auf Medienberichte schreibt, sollen Anleger dadurch die Möglichkeit erhalten, "Teilinvestitionen in diese Wagen zu tätigen". Wer sein Geld in einen der sogenannten "Car Tokens" steckt, erziele jeweils einen Gewinn, wenn das jeweilige Auto verkauft werde.

Jedes Fahrzeug, dessen Wert um mehr als 20 Prozent steigt, will Curioinvest automatisch verkaufen, damit jeder Anleger Gewinn erhalte, schreibt Cointelegraph weiter. Man dürfe die Autos, in die man investiere, zwar nicht fahren, sagt ein Mitarbeiter von MERJ Exhange, die den "Car Token" gemeinsam mit Curioinvest realisiert. Man könne dadurch aber in mehrere Wagen, gewissermassen "in die virtuelle Garage ihrer Träume" investieren. Immerhin sollen Anleger künftig ihre Wagen per Webcam anschauen, oder sogar vor Ort besichtigen dürfen.

(rja)

30.01.2020 - Am Matterhorn zahlt man jetzt mit Bitcoin, doch die Sache hat einen Haken

In Zermatt können Einwohner auf der Gemeinde neu auch mit Bitcoin bezahlen - allerdings nur für Gebühren und Abgaben. Die Walliser Ortschaft akzeptiere die Kryptowährung als Zahlungsmittel für lokale Steuern und Schaltergeschäfte, berichtet "Watson.ch". Zermatt sei nach Zug die zweite Schweizer Gemeinde, die Bitcoin annehme.

Abgewickelt werden die Zahlungen laut Bericht von Bitcoin Suisse. Der Krypto-Dienstleister habe dazu im Gemeindehaus ein Zahlungsterminal installiert, auf dem Einwohner mit Bitcoins bezahlen könnten. Bitcoin Suisse tausche die Kryptowährung anschliessend in Schweizer Franken und überweise den Betrag auf das Bankkonto der Gemeinde.

(osc)

29.1.2020 - WEF gründet ein Krypto-Konsortium

Das World Economic Forum hat ein Konsortium angekündigt, das einen internationalen Rahmen für die Verwaltung von Kryptowährungen, einschliesslich Stablecoins, schaffen soll. Das sogenannte Global Consortium for Digital Currency Governance soll Ansätze zur Regulierung von digitalen Währungen erarbeiten. 

Das neue Konsortium besteht aus einer Reihe von Zentralbanken aus Entwicklungsländern, wie das "Crypto Valley Journal" schreibt. Mit an Bord seien auch Mark Carney, Gouverneur der englischen Zentralbank sowie mehrere mehreren Nichtregierungsorganisationen.

Auch WEF-Gründer Klaus Schwab setzt sich für das Projekt ein. "Aufbauend auf unserer langen Geschichte der öffentlich-privaten Zusammenarbeit hoffen wir, dass die Ausrichtung dieses Konsortiums die Gespräche anstossen wird, die notwendig sind, um einen robusten Rahmen für die Verwaltung der globalen digitalen Währungen zu schaffen", lässt er sich zitieren. 

(jor)
 

10:43 Uhr

CV VC hat einmal mehr das Crypto Valley vermessen. Wie der Zuger Investor und Inkubator im Bericht zum zweiten Halbjahr 2019 verrät, entwickelte sich die Schweizer und Liechtensteiner Blockchain-Branche in den vergangenen 6 Monaten uneinheitlich.

Gewachsen sei die Zahl der Angestellten im Crypto Valley, auf 4400. Der Wert der 50 grössten Firmen habe sich dagegen von 42,6 auf 25,2 Milliarden US-Dollar verringert. Fünf Unicorns seien heute im Crypto Valley beheimatet: Ethereum, Dfinity, Polkadot, Bitmain und Libra.

842 Firmen umfasst die Branche laut CV VC. Für Innovation und Wachstum sorge aktuell vor allem der Sektor der Finanzdienstleister. Mit den Krypto-Banken Seba und Sygnum hätten hier vielversprechende Player den Markt betreten. Lesen Sie hier mehr dazu.

Gründungsjahr und Mitarbeiterzahl der 50 grössten Krypto-Firmen. (Source: CV VC)
Firmen nach Kanton. (Source: CV VC)
Die 50 grössten Blockchain-Unternehmen in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein. (Source: CV VC)

(osc)

23.1.2020 - Noch ein Korb für Libra: Vodafone steigt aus

Libra verliert einen weiteren Partner. Nun steigt auch Vodafone aus dem Projekt aus. Der britische Mobilfunkanbieter will sich eigenen Angaben zufolge auf das eigene Geldüberweisungssystem M-Pesa konzentrieren.

Die Libra Association, welche die von Facebook entwickelte Kryptowährung verwaltet, startete im Oktober. Zuvor sind bereits einige Partner aus dem Projekt ausgestiegen, darunter die Finanzdienstleister Mastercard, Visa, Paypal, Mercado Pago, Stripe sowie die Handelsplattform Ebay und das Reiseportal Booking Holdings. Weiterhin an Bord sind unter anderem der Musikstreaming-Anbieter Spotify und die Fahrdienstvermittler Uber und Lyft. 

Luzius Meisser, Mitgründer und Vorstandsmitglied der Bitcoin Association Switzerland, schätzt die Chancen von Libra als eher gering ein. Denn das Projekt habe sich in ein juristisches und politisches Minenfeld manövriert. Lesen Sie hier mehr dazu.

(jor)

23.01.2020 - Inacta und Incore locken Banken in die Krypto-Welt

Inacta und Incore haben eine Partnerschaft geschlossen. Zusammen wollen das IT-Beratungsunternehmen und die B2B-Transaktionsbank Finanzdienstleistern Zugang zu Krypto-Assets ermöglichen, heisst es in einer Mitteilung.

Im Rahmen der Partnerschaft werde Incore seine Dienstleistungen auf Wertschöpfungsbereiche ausdehnen, die mit Krypto-Assets verbunden sind. Darunter fielen Token-Generierung, -Distribution, -Brokerage und -Storage sowie Brokerage und Storage von Kryptowährungen. So könnten Banken in den Markt für Krypto-Assets einsteigen, ohne eine eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen.

"Diese Partnerschaft wird die Einführung von Blockchain-Technologien im Bankensektor beschleunigen und neue Märkte schaffen, die mit der traditionellen Struktur im Finanzsektor nicht bedient werden konnten", lässt sich Ralf Glabischnig, Managing Partner von Inacta, in der Mitteilung zitieren.

(osc)

17.01.2020 - Bundesrat will Stablecoin-Herausforderungen in Kooperationen angehen

Der Bundesrat bleibt an globalen Stablecoin-Projekten interessiert. Dazu gehört auch das Libra-Projekt, wie es auf admin.ch heisst. Die Schweiz positioniere sich grundsätzlich offen für Projekte, "welche die Kosten im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr senken und die Finanzinklusion fördern wollen". Dabei lasse sie die Risiken nicht ausser Acht und anerkenne die Herausforderungen und Vorbehalte gegenüber Stablecoin-Projekten. Der Bundesrat engagiere sich dafür, "dass insbesondere die währungs- und stabilitätspolitischen Herausforderungen in einer internationalen Kooperation unter Regierungen, Notenbanken und Aufsichtsbehörden unter Einbezug der privaten Anbieter angegangen werden."

(kfi)

16.1.2020 - Betreibungsauskunft auf der Blockchain

Der Zürcher IT-Dienstleister Blockfactory lanciert heute ein blockchainbasiertes Zertifikat, mit dem Nutzer ihre Bonität nachweisen können. Das Unternehmen will das sogenannte Credittrust-Zertifikat als Alternative zur amtlichen Betreibungsauskunft anbieten. Das Zertifikat stützt sich auf Daten von den beiden Wirtschaftsauskunfteien Crif sowie Intrum und nutzt als Basis die Blockchain von Ethereum. Im Gegensatz zur amtlichen Betreibungsauskunft sei das Zertifikat fälschungssicher, die Einträge unveränderbar und das Dokument wiederverwendbar, verspricht der Anbieter. 

(jor)

15.01.2020 - Konsulenten steigen in die Blockchain-Beratung ein

Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten und Havas Blockchain haben ein Beratungsangebot für das Schweizer Blockchain-Ökosystem lanciert. "Blockchain Switzerland/AMO" soll Kunden in den Bereichen Blockchain und Krypto laut Mitteilung folgende Leistungen bieten:

  • Beratung zur Token-Ökonomie
  • Technische Beratung und Prototyping
  • Technische Entwicklung und Projektskalierung
  • Strategien zur Marktpositionierung
  • Identifikation und Analyse von Zielgruppen und Meinungsbildnern
  • Strategien zur Kontaktpflege und Zusammenarbeit mit Entscheidungsträgern in Wirtschaft, Politik, Behörden, Medien und Investorenkreisen
  • Content-Strategien und Multi-Channel-Lösungen
  • Expertise und Ressourcen vor Ort, um Positionierungsstrategien und Kampagnen weltweit umzusetzen

10:06 Uhr

Die Swiss Blockchain Federation hat eine Wegleitung für Emittenten von digitalen Aktien veröffentlicht. Das Papier soll interessierten Unternehmen ein aufwändiges Bewilligungsverfahren und kostspielige Abklärungen ersparen, verspricht die Organisation in einer Mitteilung. Eine Expertengruppe des Branchenverbandes habe die Wegleitung (Download als PDF) entwickelt. Sie weise auf Fallstricke hin und enthalte eine Reihe von kompakten, auch für Laien nachvollziehbaren Empfehlungen.

Die Wegleitung fokussiere auf die Ausgabe von digitalen Aktien. Mittelfristig würden aber auch andere Eigen- und Fremdkapitalien tokensiert, schreibt Daniel Rutishauser von der Swiss Blockchain Federation. Damit eröffneten sich für KMUs und Start-ups niederschwellige Zugänge zum Kapitalmarkt. Die erste Schweizer Firma, die ihre Aktien als Token verfügbar gemacht habe, sei Servicehunter, die Betreiberin des Haushaltdienstes Quitt.ch.

 

08.01.2020 - Schweizer Start-up und IBM bringen Kaffee auf die Blockchain

Das Schweizer Start-up Farmer Connect und IBM haben auf der CES 2020 in Las Vegas eine Lösung für mehr Transparenz im Kaffeehandel vorgestellt. Die App "Thank My Farmer" soll es Kaffeetrinkern ermöglichen, die Herkunft ihres Getränks zurückzuverfolgen. Auch die Kaffeebauern profitieren von der neuen Lösung, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Thank My Farmer basiere auf der "IBM Food Trust Platform". Die App hole sich Informationen direkt aus der Blockchain, um die Reise des Kaffees in Form einer interaktiven Karte darzustellen. Ausserdem biete sie Daten über die Bauern, Röster und Marken. Den Bauern auf der anderen Seite stelle sie digitale Produktions- und Zahlungsdaten zur Verfügung.

Die App soll Anfang 2020 auf den Markt kommen. Konsumenten in Europa sollen sie mit einer neue Single-Origin-Marke von Beyers Koffie nutzen können. Weitere Unternehmen sollen folgen.

06.01.2020 - PwC Schweiz erwirbt Blockchain-Spin-off der ETH

PWC Schweiz hat ChainSecurity übernommen. Das Zürcher Start-up und ETH-spin-off bietet eine Lösung zur Erkennung von Schwachstellen in Smart Contracts an. Es wurde 2017 gegründet, wie das "ICTjournal" berichtet.

ChainSecurity hat "Securify" entwickelt. Ein Scanner, um Sicherheitslücken in Smart Contracts, die über Ethereum abgewickelt werden, aufzuspüren. Das Team bietet ausserdem "VerX" an. Dieses System ist in der Lage, die Funktionstüchtigkeit von Smart Contracts automatisch zu überprüfen.

Die Gründer des Spin-offs leiteten Sicherheitsarbeitsgruppen für die Crypto Valley Association, die Ethereum Enterprise Alliance und die Swiss Blockchain Federation. Darüber hinaus steht das Team auch hinter der Initiative "Swiss Blockchain Security", die Blockchain-Security-Anbieter in der Schweiz zusammenführt.

"Als Teil von PWC Schweiz wird sich das ChainSecurity-Team auf die Beschleunigung der Blockchain-Audits von PwC Schweiz konzentrieren, darunter technische Prüfungen von Smart Contracts und Blockchain-Plattformen sowie Risikoabsicherungsdienstleistungen für Kunden, die Kryptoanlagen besitzen", schreibt PWC in einer Mitteilung. ChainSecurity habe bereits Banken, Fintech-, IT- und Immobilienunternehmen als Kunden. Diese Tätigkeit könne nun mit der Kompetenz des Beratungsunternehmens ausgebaut werden.

(osc)

19.12.2019 - Swisscom, Six und Sygnum spannen für digitale Asset-Lösung zusammen

Gleich mehrere Schweizer Unternehmen erwerben Anteile des Fintech-Start-ups Daura. Laut einer Mitteilung wollen Swisscom, Daura, Sygnum, Custodigit, MME und Six gemeinsam "technische Standards und Arbeitsabläufe im Schweizer Ökosystem für digitale Vermögenswerte" voranbringen. Konkret beteiligen sich Six und Sygnum nun an Daura, wobei über die Höhe der Beteiligungen Stillschweigen vereinbart worden sei. Laut der Mitteilung bietet Daura Unternehmen, die nicht börsenkotiert sind, eine Plattform für das digitale Aktienbuch und die Emission von Wertschriften-Tokens. Dank der Beteiligung von Six und Sygnum solle längerfristig die Tokenisierung von Schweizer Vermögenswerten standardisiert werden. Nicht mehr von der Partie ist die Deutsche Börse: Nachdem sie den Aufbau des Schweizer Ökosystems unterstützt habe, werde sie sich fortan in Projekte in Deutschland und den EU-27-Ländern einbringen.

(rja)

18.12.2019 - Crowdlitoken bringt Immobilieninvestments aufs Handy

Das Liechtensteiner Fintech-Unternehmen Crowdlitoken optimiert seine Plattform für Smartphones und Tablets. 70 Prozent ihrer potenziellen Kundschaft seien ausschliesslich mit mobilen Geräten unterwegs, heisst es in einer Mitteilung. Um auf diese Entwicklung zu reagieren, lassen sich ab sofort alle Prozesse des Immobilieninvestments auch auf mobilen Geräten abwickeln. Als erstes europäisches Unternehmen bietet Crowdlitoken eine digitale Finanzanlage für ein Immobilien-Portfolio. Dabei will es die Vorteile direkter und indirekter Immobilienanlagen kombinieren. Beim "Crowdlitoken" handelt es sich um einen Blockchain-basierten Security Token, welcher eine digitale Anleihe repräsentiert.

(rja)

16.12.2019 - Bundesrat prüft Einführung von E-Franken

Der Bundesrat hat die Möglichkeiten und Risiken der Einführung eines Kryptofrankens (E-Frankens) untersucht. Aufgrund der steigenden Relevanz von Kryptowährungen hatte der Nationalrat den Bundesrat damit beauftragt, gemäss Mitteilung.

Der Bundesrat kam zu dem Schluss, dass "digitales Zentralbankgeld für die breite Bevölkerung gegenwärtig keinen Zusatznutzen bringt", heisst es im Bericht (PDF). Zur Erklärung nannte der Bundesrat gleich mehrere zentrale Punkte. So werde das Bedürfnis der Bevölkerung nach "sicherem Geld" durch die Verfügbarkeit von Bargeld gedeckt. Zudem biete das digitale Zentralbankgeld keinen Vorteil in Sachen Sicherheit im Zahlungsverkehr. Für die Schweizer Nationalbank (SNB) hätte der "E-Franken" sogar negative Auswirkungen, da der Aufwertungsdruck durch die ausländische Nachfrage stärker ausfallen könnte.

Mehr Potenzial sieht der Bericht im "Wholesale Token", eine auf Finanzmarktakteure beschränkte Variante des digitalen Zentralbankgelds. Projekte wie das vom BIZ Innovation Hub sollen zeigen, ob der Handel durch den Einsatz solcher Währungen wirklich effizienter wird.

(sma)

13.12.2019 - Mehr Transparenz für Kryptowährungen

Die Financial Action Task Force (FATF) will Geldwäscherei durch Kryptowährungen eindämmen, deshalb beschloss sie vor einem Jahr Krypto-Assets künftig zu regulieren. Die "Travel Rule" verlangt, dass Informationen wie Sender und Empfänger einer Transaktion gespeichert werden können, wie finews.ch berichtet.

Zur Umsetzung der Travel Rule haben sich vier Schweizer Virtual Asset Service Provider (VASP) zusammengeschlossen. Die Kryptobanken Seba und Sygnum sowie Bitcoin Suisse und Lykke wollen die OpenVASP-Initiative unterstützen, schreibt Lykke in einer Mitteilung. Zusammen wollen die Krypto-Player eine erste technische Version des Protokolls entwickeln, um die Travel Rule umzusetzen. Den Code wollen die Unternehmen mit anderen Anbietern teilen, wie es in dem entsprechenden White Paper heisst. Das Ziel ist der sichere Austausch von Informationen zwischen Kryptounternehmen.

(sma)

12.12.2019 - Seba Bank expandiert ins Ausland

Die Zuger Krypto-Bank Seba wagt den Schritt ins Ausland. Sie will nun auch Kunden aus weiteren Jurisdiktionen in Europa und Asien adressieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Ab sofort akzeptiere die Seba Bank institutionelle und private Anleger aus Deutschland, Österreich, Singapur, Hongkong, Grossbritannien, Italien, Frankreich, Portugal und den Niederlanden.

 
Erst vor einem Monat startete die Seba Bank offiziell mit ihrem Onboarding, wie die "NZZ" berichtete. Seither wirbt die Krypto-Bank um Kunden, die Vermögensverwaltung, Handel sowie Finanzierungen von und mit digitalen Werten beziehen möchten. 


(jor)
 

11.12.2019 - Trust Square zügelt an den Paradeplatz

Der Zürcher Blockchain-Hub Trust Square hat ab Januar 2020 einen neuen Standort, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Zentrum für die Erforschung, Entwicklung und Umsetzung vertrauensbildender Technologien zieht von der Bahnhofstrasse in die Poststrasse – direkt an den Paradeplatz. Der neue Standort bietet Raum für mehr als 200 Arbeitsplätze, eine Event-Lokal für 170 Gäste und einen Lounge-Bereich.


Zum Start werden 20 Unternehmen aus den Bereichen Blockchain, Cyber Security, Internet of Things und künstliche Intelligenz die neuen Räumlichkeiten beziehen. Zukünftig will Trust Square gezielter Start-ups fördern, speziell im Bereich Business Acceleration.
Der neue Slogan "Beyond Technology" soll den offenen Dialog mit der Gesellschaft repräsentieren.

(sma)
 

6.12.2019 - EU-Länder bremsen Libra aus

Die Finanzminister der Europäischen Union wollen Kryptowährungen wie die geplante Facebook-Währung Libra vorerst nicht erlauben. Bevor eine Digitalwährung in Europa starten könne, sollten erst alle möglichen Risiken abgeklärt sein, berichtet "Spiegel Online". 

Ferner hätten die EU-Minister in Brüssel mitgeteilt, sie könnten sich EU-Vorschriften zur Regulierung von Stablecoins und anderer Kryptowährungen als Teil eines globalen Vorgehens vorstellen. Die EU-Kommission arbeite bereits an einer Regulierung. 

(jor)
 

5.12.2019 - Krypto-Lehrgang für Banker lanciert

Financialmedia und Bravis lancieren eine Weiterbildung für das Krypto-Banking. Wie die beiden Unternehmen mitteilen, soll er Bank- und Finanzfachleute für die aufkommende Welt des Krypto-Bankings fit machen. Der Lehrgang bildet zum "Certified Crypto Finance Expert" (CCFE) aus.

Nebst Grundwissen zu Blockchain, Krypto-Assets, Tokenisierung sowie Handel und Verwahrung dieser digitalen Vermögenswerte behandle der Kurs auch die Themen Regulierung & Compliance. Die Weiterbildung werde durch Firmenbesuche und Sessions mit Experten aus der Schweizer Krypto-Szene abgerundet.

Der Kurs umfasst laut Mitteilung einen Kompetenzausweis gemäss den Standards der Berufszertifizierung "Kundenberater Bank" der Swiss Association for Quality (SAQ). Er könne deshalb als Rezertifizierung für jede SAQ-Grundzertifizierung angerechnet werden.

Die erste Durchführung startet am 11. März 2020 und kostet 1950 Franken pro Teilnehmer. Weitere Informationen und Anmeldung gibt es unter www.ccfe.ch.

(osc)

2.12.2019 - Crypto Valley auf Blockchain-Mission in Mauritius

Eine Delegation aus dem Zuger Crypto Valley ist nach Mauritius gereist – mit dem Ziel, "Tech-Diplomatie" zu betreiben, wie die "Handelszeitung" berichtet. Offiziell sollte die Delegation, angeführt von der Swiss Blockchain Federation, die die Bande zwischen der Schweiz und dem aufstrebenden Finanzzentrum Mauritius stärken und Afrika mittels Technologie voranbringen. Investoren sprechen auch von Geschäftsmöglichkeiten, wie es im Bericht weiter heisst.

Angedacht sei unter anderem die Zusammenarbeit mit einer mauritianischen Universität. Das Aussendepartement habe vorderhand noch wenig damit zu tun, die Federführung liege eindeutig bei der Swiss Blockchain Federation und bei Crypto Valley Venture Capital (CV VC). Die Zuger Investmentgesellschaft bietet Start-ups Infrastruktur, Geld sowie Betreuung an – und bekommt im Gegenzug Aktienanteile an den Jungfirmen. Nun möchte CV VC auch in Mauritius einen Inkubator für afrikanische Start-ups ins Leben rufen. Dahinter steht die Hoffnung, dass eines dieser Start-ups dereinst durchstartet.

(jor)

29.11.2019 - Inacta bringt Krypto in den Möbelhandel

Inacta bringt seine Krypto-Bezahllösung "Inapay" in den Möbelhandel. Das Luzerner Unternehmen Möbel Schaller akzeptiere von seinen Kunden Bitcoin als Zahlungsmittel, heisst es in einer Mitteilung. Möbel Schaller akzeptiere Bitcoin für sein gesamtes Sortiment; sowohl direkt im Geschäft als auch per Online-Invoice.

"Mit Inapay ermöglichen wir nun auch der immer wachsenden Zielgruppe der Bitcoiner, bei uns qualitativ hochwertige Möbel zu kaufen", lässt sich Inhaber Matthias Schaller in der Mitteilung zitieren. Das Unternehmen trage dabei kein Währungsrisiko. "Wir erhalten umgehend Schweizerfranken auf unser Bankkonto", schreibt Schaller.

28.11.2019 - Bundesrat will Blockchain-Regeln erneuern

Der Bundesrat schlägt neue Regeln vor, um den Einsatz von Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien (DLT) in der Finanzbranche zu erleichtern. Die entsprechende Vorlage soll die Rechtssicherheit erhöhen, Hürden für Anwendungen beseitigen und die Missbrauchsrisiken begrenzen, wie der Bundesrat mitteilt. 

Der Vorschlag sieht vor, neun Bundesgesetze punktuell anzupassen – sowohl im Zivilrecht als auch im Finanzmarktrecht. Das Parlament wird die Vorlage voraussichtlich Anfang 2020 erstmals diskutieren. 

Krypto-Branche begrüsst den Vorschlag

Der Interessenverband Swiss Blockchain Federation begrüsst den vom Bundesrat verabschiedeten Entwurf. Er trage dazu bei, vorteilhafte Rahmenbedingungen für Anwendungen der Technik verteilter elektronischer Register zu schaffen, heisst es in einer Mitteilung. 

Neu an der Vorlage sei die Erstreckung der Fintech-Lizenz auf Verwahrer von kryptobasierten Vermögenswerten. Damit unterstünde die Verwahrung von Kryptowerten nun einer direkten staatlichen Aufsicht. Dies trage den Risiken dieser Geschäftsmodelle Rechnung und entspreche dem Bedürfnis nach starkem Kundenschutz, teilt der Interessenverband weiter mit. 
(jor)

21.11.2019 - Onecoin-Betrug: Anleger verlieren mehr als 4 Milliarden US-Dollar

Die Kryptowährung Onecoin war ein einziger Betrug. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, haben hunderttausende Investoren insgesamt wohl mehr als 4 Milliarden US-Dollar verloren. Die Währung wurde von Ruja Ignatova erfunden und als "Bitcoin-Killer" beworben. Doch anders als Bitcoin war Onecoin nie eine
Kryptowährung, sondern ein Schneeballsystem, bei welchem lediglich die ersten Investoren Geld verdienten. Wo das investierte Geld jetzt ist, sei unklar, schreibt die "FAZ", und auch nach Ruja Ignatova sucht das FBI seit Herbst 2017 bislang erfolglos.

(rja)

20.11.2019 - Swisscom führt Wertpapiertransaktion mit Tokens durch

Swisscom, Deutsche Börse und weitere Unternehmen haben eine Wertpapiertransaktion mit Tokens durchgeführt. Laut Mitteilung handelte es sich bei der Transaktion um eine Machbarkeitsstudie; anhand von rechtlich verbindlichen Transaktionen sei aufgezeigt worden, wie eine unmittelbare Wertpapierabwicklung von Aktien von KMUs künftig aussehen könnte.

Tokenisierte Wertpapiere gegen tokenisierte Franken
Für die Studie seien das Aktienregister eines realen Schweizer Unternehmens mit Hilfe des Schweizer Start-ups Daura digitalisiert und die Aktien tokenisiert worden. Ausserdem hätten die beteiligten Banken Geld in Form von Cash-Tokens verfügbar gemacht. Dazu habe die Deutsche Börse über ihre Tochtergesellschaft Eurex Clearing die Cash-Tokens in Schweizer Franken ausgegeben. Die Einzahlungen der beteiligten Banken wurden auf dem Zentralbankkonto von Eurex Clearing bei der Schweizerischen Nationalbank hinterlegt, wie es weiter heisst. 

Bei den folgenden Wertpapiertransaktionen hätten die Banken als Gegenparteien agiert und Wertpapier-Token gegen Cash-Token mittels Distributed Ledger Technologie (DLT) ausgetauscht. Durch einen speziellen Prozess, das "cross-chain-secure-settlement", stellten die Beteiligten sicher, dass keine der Parteien bei der Abwicklung in Vorleistung treten musste, wie Swisscom schreibt.

"Mit DLT hat die Finanzdienstleistungsbranche das Potential, ein neues Niveau an Geschwindigkeit und Effizienz zu erreichen", lässt sich Johs Höhener, Head Fintech bei Swisscom zitieren. "Um die führende Position der Schweiz in Bezug auf Digital Assets wahren zu können, bedarf es Kooperationen und neuer Plattformen. Diese Machbarkeitsstudie ist ein hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Innovationskraft über Firmengrenzen hinweg."

Peter Schnürer, CEO von Daura, schreibt: "Die grössten Gewinner eines funktionierenden Digital Asset-Ökosystems sind am Ende die Anleger und Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen."

Auch Fluggesellschaften entdecken die Blockchain für sich, und China will seine Yuan digitalisieren: Mehr zum Thema Blockchain erfahren Sie im Krypto-Corner. 

(kfi)

19.11.2019 - Utrust verkauft Flüge gegen Kryptogeld

Das Zuger Krypto-Start-up Utrust hat eine Partnerschaft mit Alternative Airlines vereinbart. Kunden des britischen Flugticket-Brokers sollen nun auch in Form von Kryptowährungen bezahlen können. Akzeptiert würden die gängigen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, DASH, DigiByte sowie Utrusts hauseigene Kryptowährung UTK, wie das Unternehmen mitteilt.
Utrust wurde gemäss dem Zuger Handelsregister 2017 gegründet. Die Firma versteht sich als Finanzintermediär und verfolgt laut eigenen Angaben das Ziel, die Verbreitung von Kryptowährungen voranzutreiben. Alternative Airlines sitzt südlich von London, in der Nähe des Flughafens Gatwick. Das Unternehmen bietet Online-Flugtickets von über 600 Fluggesellschaften an, wie es auf der Unternehmenswebsite heisst. 

(jor)
 

14.11.2019 - China will Yuan durch Kryptowährung ersetzen

China soll schon bald eine staatliche Kryptowährung erhalten. Wie "finanzen.net" unter Berufung auf Präsentationen einer Branchenkonferenz schreibt, soll sie "Digitial Currency Electronic Payment" (DCEP) heissen und dereinst den Yuan ablösen. Die Zentralbank der Volksrepublik China wolle die Kryptowährung zunächst an Geschäftsbanken abgeben, die sie dann an die Bürger weiterreichen sollen, heisst es weiter. Die Krypto-Offensive sei vermutlich eine Antwort auf die im Sommer vorgestellte Facebook-Währung Libra, die in China keinen Anklang finde. Wann genau DCEP eingeführt werden soll, gab die Chinesische Volksbank nicht bekannt. 

(rja)

13.11.2019 - Bank Seba eröffnet Konten für Schweizer Blockchain-Unternehmen

Die Schweizer Bank Seba startet das operative Geschäft. Nachdem das Unternehmen im August eine Banklizenz von der Finma erhielt, können Schweizer Kunden nun digitale Assets und traditionelle Anlagen bei Seba hinterlegen. Das Angebot richtet sich laut Seba an Banken, Vermögensverwalter, Pensionskassen, Unternehmen und professionelle Privatinvestoren.

Weiter biete Seba ein limitiertes Angebot speziell für Schweizer Blockchain-Firmen und deren Mitarbeitende an. Besagten Firmen ermögliche die Kryptobank das Eröffnen eines Firmenkontos. Eine Angelegenheit, die für Blockchain-Unternehmen bisher in der Schweiz schwierig war und sie daher häufig nach Liechtenstein trieb.    

Auch die Tokenisierung von Anlageprodukten, realen Werten, Rechten und Primärfinanzierungen gehören laut Seba zum Angebot. Ab Dezember will die Bank auch Konten für Kunden aus dem Ausland verwalten. 

(lha)

 

12.11.2019 - Worldline und Bitcoin Suisse wollen Krypto an der Kasse

Der Zahlungsdienstleister Worldline und Bitcoin Suisse haben eine Partnerschaft geschlossen. Das Ziel: Die Akzeptanz von Zahlungen mit Kryptowährungen am Point of Sale und im Onlinehandel stärken. Die beiden Unternehmen wollen Schweizer Händlern und Konsumenten Dienstleistungen für die Zahlung mit Kryptowährungen in Geschäften und Onlineshops anbieten, heisst es in einer Mitteilung.

Die Zusammenarbeit basiere auf der Zahlungsinfrastruktur von Six Payment Services in der Schweiz. Bitcoin Suisse fungiere als Zahlungsabwickler und steuere Expertise im Umgang mit Kryptowährungen bei. Konkret soll das Zahlungs-System von Worldline durch die Möglichkeit der Bezahlung mit Kryptowährungen ergänzt werden. "Dank der Zusammenarbeit mit Bitcoin Suisse werden die Händler von einem vollständig neuen Angebot ohne jedes Währungsrisiko profitieren können", verspricht Marc Schluep, CEO von Worldline in der Schweiz.

8.11.2019 - Ueli Maurer kommen Zweifel an Libra

Die Unterstützung für Facebooks Kryptowährung Libra bröckelt - auch in der Schweiz. "Facebook-Währung ist in der Schweiz nicht mehr willkommen", schreibt "SRF.ch". Die anfängliche Euphorie in Wirtschafts- und Politkreisen sei Skepsis gewichen. Auch im Bundesrat drehe der Wind. In einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" habe sich Bundespräsident und Finanzminister Ueli Maurer kritisch über das Libra-Projekt geäussert. "In seiner ursprünglichen Form stösst Libra international auf zu viel politischen Widerstand", wird Maurer zitiert.

Noch schärfer urteilt laut SRF Maurers Parteigspänli Thomas Matter. Der SVP-Banker sieht in Libra eine Gefahr für den Schweizer Franken. Der Grund: Libra sei mit herkömmlichen Währungen hinterlegt und könne deshalb den Franken unter Aufwertungsdruck setzen. Der für 2020 geplante Start der Kryptowährung sei im aktuellen politischen Klima fraglich, so das SRF-Fazit.

28.10.2019 - China verabschiedet Blockchain-Gesetz

Das chinesische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den Weg für eine neue Kryptowährung freimachen soll. Das Gesetz werde per 1. Januar in Kraft treten, berichtet das Börsenportal "Cash" unter Berufung auf die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. 

Chinas Digitalgeld stehe kurz vor seiner Premiere, schreibt „Cash“ weiter. Mit der neuen Kryptowährung verfolge die chinesische Regierung ähnliche Pläne wie Facebook mit Libra. 

Die chinesische Notenbank PBOC möchte die neue Währung unter anderem über Zahlungsplattformen des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba sowie des ebenfalls einheimischen Internetgiganten Tencent verbreiten.

(jor)

16:07 Uhr

25.10.2019 - Razzia beim Ex-CEO von Envion

Das gestrauchelte Krypto-Start-up Envion macht weiter von sich reden. Wie "Gruenderszene.de" schreibt, liess die Berliner Staatsanwaltschaft die Räume des ehemaligen Envion-CEOs Matthias Woestmann und die Kanzlei seines Beraters Thomas van Aubel durchsuchen. Es seien Beweismittel gesichert worden. Konkreter habe sich die Behörde aber nicht geäussert.

Hintergrund der Durchsuchung sei ein Ermittlungsverfahren gegen Woestmann und van Aubel. Das Envion-Gründerteam um Michael Luckow habe Strafanzeige gegen die beiden gestellt. Sie beschuldigten sie, eine illegale Kapitalerhöhung durchgeführt und den Gründern ihr Unternehmen entrissen zu haben. In einer im Auftrag der Gründer versendeten Mitteilung bezeichneten sie Woestmann und van Aubel als "Firmenräuber".

Das in Zug ansässige Blockchain-Unternehmen Envion soll seine Anleger betrogen haben. Auf dem Spiel stehen 100 Millionen US-Dollar. Das Geld sammelte die Firma im Januar 2018 im Rahmen eines ICO ein, wie Sie hier lesen können.

20.09.2019 - Samsung bringt die Blockchain aufs Galaxy Note 10

Besitzer eines Samsung Galaxy Note 10 können künftig via Smartphone mit Kryptowährungen handeln. Möglich mache es die kostenlose Anwendung "Samsung Blockchain Keystore". In dieser könnten Nutzer ausserdem ihre privaten Informationen einfach verwalten. Wie Samsung schreibt, ist der Blockchain Keystore durch die hauseigene Sicherheitslösung Knox geschützt. Des Weitern würden die im Blockchain Keystore hinterlegten Daten nie in einer externen Cloud gespeichert. Auch das Android-Betriebssystem des Geräts könne sie nicht lesen. Laut Samsung kann der Blockchain Keystore alternativ als Cold Wallet genutzt werden.    

18.10.2019 - UBS bietet Zugang zu Blockchain-Handelsplattform

UBS bietet seinen Firmenkunden nun Zugang zur Blockchain-basierten Handelsplattform we-trade. Dort sei es möglich, Handelsgeschäfte digital abzuwickeln, abzusichern und zu finanzieren, teilt das Börsenportal "Cash" mit. Hinter we.trade steht ein internationales Banken-Konsortium, zu dem ausser der UBS 13 weitere europäische Banken gehören. Das Konsortium will sein Netzwerk in den kommenden Monaten um weitere Banken erweitern und ausserhalb Europas expandieren. 

Die UBS will mit dem Zugang zu we.trade insbesondere KMUs ansprechen, für die internationale Handelsgeschäfte einen hohen administrativen Aufwand darstellen, wie "Finews" berichtet. Der Prozess sei via we.trade deutlich günstiger, teilte die UBS bereits im vergangenen Jahr gegenüber „Finews“ mit. Bis zu 90 Prozent der Kosten könnten künftig wegfallen, habe es damals geheissen. 

(jor)
 

16.10.

Energie Wasser Bern (EWB) und Postfinance haben ein Blockchain-Start-up für die Strombranche gegründet. "Ormera" biete eine Plattform für Energieversorger, Dienstleister, Hauseigentümer und Liegenschaftsverwaltungen, welche die Verrechnung von selbstproduzierter Energie automatisch für sie abwickle, heisst es in einer Mitteilung. Sie verknüpfe intelligente Stromzähler mit der Blockchain.

Mit der Lösung wollen die beiden Unternehmen dem Trend Rechnung tragen, dass immer mehr Strom in dezentralen Produktionsanlagen erzeugt und direkt vor Ort verbraucht wird. Die Plattform erleichtere es beispielsweise Besitzern von Solaranlagen, den selbst produzierten Strom direkt an die Bewohner einer Liegenschaft zu verkaufen.

Die Blockchain werde benötigt, um die Stromproduktions- und Verbrauchsdaten zu speichern, für die automatische Abrechnung aufzubereiten sowie zur Verrechnung zu nutzen, heisst es in der Mitteilung weiter. Als Partner sind die Energiedienstleister Eniwa, Società Elettrica Sopracenerina und IB Langenthal sowie ABB mit an Bord.

EWB und Postfinance arbeiten seit 2018 an dem Projekt. Erfahren Sie hier, was es dabei für Herausforderungen gab.

(osc)

Libra startet offiziell und bestimmt Vorstand

Die Libra Association ist offiziell gestartet. Die in Genf ansässige, von Facebook gegründete Stiftung, hat ihre Struktur bestimmt und ihren Vorstand ernannt. Die Mitglieder unterzeichneten eine Charta, welche die Zusammenarbeit im Verein regeln soll. Libra gab denn auch seine 21 Gründungsmitglieder bekannt, darunter Unternehmen wie Spotify oder Uber, wie die "NZZ" berichtet. 

Der Vorstand besteht aus fünf Personen. Eine Schlüsselrolle dürfte wohl David Marcus zukommen, schreibt die "NZZ" weiter. Der ehemalige Paypal-Chef fungiert derzeit als Leiter des Libra-Projekts bei Facebook. Weitere Mitglieder des Vorstands sind gemäss "Handelsblatt": Vertreter des Zahlungsdienstleisters PayU, der Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz, der Blockchain-Firma Xapo Holdings und der gemeinnützigen Organisation Kiva Microfunds. Kommissarischer Leiter der Association sei der ehemalige Paypal-Manager Bertrand Perez, der früher eng mit Marcus zusammenarbeitete.


Regulierer und Politiker aus den USA und Europa hatten das Libra-Projekt scharf kritisiert. Sie warnen davor, dass die Libra Association in die globale Geldpolitik eingreifen könnte und sensible Daten seiner Nutzer nicht ausreichend schützt, wie das „Handelsblatt“ weiter schreibt. 

(jor)
 

Facebook verliert weitere Libra-Partner

Eine weitere Schlappe für die von Facebook geplante Kryptowährung Libra: Nachdem der Bezahldienst Paypal seinen Rückzug aus dem Projekt angekündigt hat, verlassen nun weitere Unternehmen das Libra-Aufsichtsgremium. Die beiden Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard, der Onlinehändler Ebay und der US-Bezahldienstleister Stripe steigen aus dem Gremium aus, wie das Börsenportal "Cash" berichtet. 

Grund seien Bedenken wegen des regulatorischen Widerstands. Politiker und Zentralbanken befürchteten, dass Facebooks Digitalwährung in die Hoheit von Notenbanken eingreifen könnte, was der Social-Media-Konzern bestreitet. Facebook betont: Libra gebe kein neues Geld aus – dies bleibe den Staaten vorbehalten. 

Doch die Aufseher befürchten, dass Libra angesichts der enormen Zahl an Facebook-Nutzern zu Verwerfungen auf den Geldmärkten führen könnte. Als mögliche Gefahren bei der Einführung von Kryptowährungen wie Libra gelten gemäss "Cash" Lücken im Datenschutz, mangelnder Investorenschutz, Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll am 23. Oktober vor dem US-Repräsentantenhaus zur geplanten Einführung der Digitalwährung aussagen.

(jor)
 

Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht warnt vor Schweizer Kryptobörse

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein hat auf ihrer Website darauf hingewiesen, dass die Kryptobörse Smart Valor AG mit Sitz in Vaduz über keine aufsichtsrechtliche Bewilligung der FMA verfüge. Das Fintech-Unternehmen, das seinen Hauptsitz im Cryptovalley in Zug hat, sei demnach "nicht berechtigt, bewilligungspflichtige Finanzdienstleistungen zu erbringen". Entgegen der Angabe auf der Website von Smart Valor sei das Unternehmen keine "Licensed Exchange". 

Die FMA "empfiehlt daher dringend, bewilligungspflichtige Finanzgeschäfte nur durch Finanzinstitute ausführen zu lassen, die von der FMA oder anderen Aufsichtsbehörden zugelassen sind". Sämtliche in Liechtenstein bewilligten Finanzdienstleister sind im offiziellen Register der FMA aufgeführt. 

Das Start-up Smart Valor um die umtriebige Gründerin und CEO Olga Feldmeier startete den Betrieb offiziell diesen Sommer und behauptete in einem Communiqué zum Launch, dass die Liechtensteiner Niederlassung von den lokalen Behörden die Bewilligung erhalten habe, eine Kryptobörse zu betreiben. Dem widerspricht die FMA nun offiziell.

(mla)

Die Blockchain rutscht ins "Tal der Enttäuschungen"

Die Blockchain-Revolution lässt auf sich warten. Gemäss dem neuen Hype-Cycle von Gartner rutscht die Blockchain geradewegs ins "Tal der Enttäuschungen". Das heisst, der "Gipfel der überhöhten Erwartungen" ist erreicht, sprich: der Hype ist vorbei. Und die bisherigen Anwendungen führten nicht zu den gewünschten Ergebnissen, wie der Marktforscher mitteilt. "Die meisten unternehmerischen Blockchain-Projekte sind im experimentellen Stadium steckengeblieben", lässt sich Gartner-Analyst Avivah Litan zitieren. 

Erst 2021 soll es wieder bergauf gehen, wenn die Technologie Fortschritte macht und die ersten sinnvollen Use Cases ausgerollt werden. Doch die vielversprochene "Business-Revolution" lässt noch länger auf sich warten. Die Blockchain könnte ihr disruptives Potenzial frühestens 2028 entfalten, schätzt Gartner. 
 

(Source: Gartner)
(Source: Gartner)

(jor)

07.10.2019 - Paypal steigt aus Libra-Projekt aus

Libra, die geplante Kryptowährung des sozialen Netzwerks Facebook, verliert einen namhaften Partner. Wie "Spiegel Online" unter Berufung auf Unternehmensmitteilungen berichtet, beendet Paypal seine Beteiligung am Projekt. Man wolle sich auf die bisherigen Aufgaben und geschäftlichen Prioritäten fokussieren, begründete der Zahlungsdienstleister seinen Schritt und fügte an, man werde Libra trotz des Ausstieges weiter unterstützend begleiten. Wie "Spiegel Online" weiter berichtet, überdenken auch andere Libra-Partner ihr Engagement, darunter Visa, Mastercard oder Stripe. Grund für die Skepsis dürfte der politische Widerstand sein, der Libra von diversen Seiten entgegenschlägt. Was Libra für die Finanzbranche, die Krypto-Community und die Schweiz bedeutet, verrät Georges Grivas, Dozent und Studienleiter des CAS Blockchain an der Hochschule Luzern im Interview.

(rja)

 

11:12 Uhr

Das Liechtensteiner Blockchain-Gesetz ist Tatsache. Wie "Money Today" berichtet, stimmte der Landtag des Fürstentums dem sogenannten Token- und VT-Dienstleister-Gesetz (TVTG) am Donnerstag in zweiter Lesung zu. "VT" stehe für "auf vertrauenswürdigen Technologien beruhende Transaktionssysteme" - eine breite Formulierung für Blockchain-Netzwerke.

Mit dem Gesetz sollen die rechtlichen Grundlagen für die Token-Ökonomie sowie für VT-Systeme und VT-Dienstleister geschaffen werden. Es soll Rechtssicherheit für die Krypto-Branche schaffen. Besonders im Fokus stehen dabei Dienstleistungen auf dem Finanzmarkt. Der Landtag habe das Gesetz ohne Gegenstimme verabschiedet. Es soll voraussichtlich Anfang 2020 in Kraft treten.

(osc)

11:24 Uhr

Die Bank Vontobel hat ein strukturiertes Produkt zum Handel auf der Blockchain lanciert. Es handelt sich um ein Tracker-Zertifikat, das in einem Smart Contract abgebildet wird, wie die Zürcher Privatbank mitteilt. Mit diesem Schritt reagiere Vontobel auf das "Marktbedürfnis, traditionelle Finanzprodukte auf der Blockchain zur Verfügung zu stellen."

Vontobels "Asset Token" basiert gemäss dem Börsen-Onlineportal "Cash" auf der Blockchain der Zuger Ethereum-Stiftung. Privatkunden könnten das Produkt über ihre Hausbank beziehen. Diese bestimmt schliesslich, welche Kosten beim Kunden anfallen, wie Marco Hegglin, Leiter Business Management bei Vontobel, gegenüber "Cash" sagte.

(jor)

10:34 Uhr

Der Bitcoin verbraucht viel Energie und ist damit auch für CO2-Emissionen verantwortlich. Forscher der ETH Lausanne arbeiten deshalb an einer Alternative, wie die "Werbewoche" berichtet. Ein Forschungsteam um Rachid Guerraoui schlage einen neuen Ansatz als Ersatz für das gebräuchliche Mining der Kryptowährung vor, der weniger Energie verbrauche.

"Wenn es nur um die Frage geht, ob Person A eine Bitcoin-Einheit an Person B überweisen darf, oder ob sie diese Einheit schon Person C, D und E gegeben hat, braucht man keine zentrale Autorität, die das komplette Netzwerk kontrolliert", zitiert die Werbewoche Guerraoui. Anstatt alle Akteure unter Generalverdacht zu stellen, setze der an der ETH Lausanne entwickelte Algorithmus namens "Byzantine Reliable Broadcast" auf die Unschuldsvermutung.

Die Idee dahinter: Die Sicherheit des Netzwerks lasse sich durch Kommunikation zwischen den Beteiligten sicherstellen. Anstatt sich als zentraler Kontrolleur mit allen zu verbinden, reiche der Austausch mit einer Stichprobe anderer Netzwerk-Teilnehmer. Der Energieverbrauch bei dieser Herangehensweise entspreche wenigen Gramm CO2. Zum Vergleich: Bei einer klassischen Bitcoin-Transaktion würden 300 Kilogramm CO2 produziert.

Was die Sicherheit der Transaktionen anbelangt, stehe das neue System dem klassischen Mining in nichts nach, schreibt die Werbewoche weiter. Allerdings sei es nicht für alle Anwendungen geeignet. So seien Transaktionen, wie es sie für Smart Contracts braucht, nicht möglich. Vergleichsweise einfache Use Cases wie etwa ein Bezahlsystem für Bike-Sharing-Angebote seien aber im Bereich des Möglichen. Guerraoui und seine Mitstreiter wollten den "Byzantine Reliable Broadcast" bis Ende 2020 als Open-Source-Code veröffentlichen.

(osc)

14:01 Uhr

Die Bürger Schaffhausens können im Rahmen eines Pilotprojekts den Betreibungsregisterauszug nun als PDF via Smartphone bestellen - auf Blockchain-Basis. Möglich macht dies laut einer Mitteilung die "eID+"-App des Start-ups Procivis auf Grundlage der Blockchain-Infrastruktur von Swisscom und der Schweizerischen Post.

Nach dem Download der App und der persönlichen Identifikation bei der Gemeinde, erhalten Nutzer Zugang zu Verwaltungsdiensten, beispielsweise denjenigen des Einwohneramtes. Um das Behörden-Zertifikat digital und fälschungssicher zu erstellen, komme eine Private-Blockchain-Infrastruktur – die sogenannte "Consensus as a Service"-Infrastruktur – zum Einsatz. Diese funktioniere wie ein digitales Geschäftsbuch: Die Transaktionen sind für alle Partner unter Wahrung der Vertraulichkeit in Echtzeit einseh- und überprüfbar. Die Daten blieben vollständig in der Schweiz, versprechen die Entwickler.

(osc)

14:27 Uhr

Die HSG will mit einer Blockchain-Lösung die Echtheit von Abschlüssen überprüfen. Die Universität reagiere damit auf die Zunahme gefälschter Zeugnisse in den vergangenen Jahren, sagte CIO Harald Rotter in einem Interview mit "CNN Money Switzerland". Ein entsprechendes Pilotprojekt soll die Überprüfung der Echtheit von Diplomen stark beschleunigen. Ein Vorgang, der zuvor mit einigem administrativem Aufwand verbunden war und mehrere Tage in Anspruch nahm. Die Umsetzung des Projekts geschieht in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Start-up Blockfactory.

Harald Rotter ist seit Oktober 2017 Herr über die IT an der Universität St. Gallen. Im Interview spricht er über die ­Herausforderungen der ersten Monate, die Digitalisierung der Hochschulen und darüber, warum er als CIO manchmal hartnäckig sein muss.

(osc)

20.09.2019 - Österreicher sind gegenüber Kryptowährungen am kritischsten

Die meisten Konsumenten haben noch kein vertieftes Wissen über Kryptowährungen, sind den neuen Zahlungsmethoden gegenüber aber positiv eingestellt. Zu diesem Schluss kommt der niederländische Finanzdienstleister ING in einer Studie. Gemäss Umfrage sind die türkischen Konsumenten die grössten Krypto-Fans. 62 Prozent gaben an, dass sie an die Zukunftsfähigkeit von Kryptowährungen glauben. Mit 44 Prozent landet Rumänien hier auf Platz zwei. Dahinter folgt Polen mit 43 Prozent. Das Schlusslicht bildet Österreich. Hier glauben nur 13 Prozent, dass Kryptowährungen sich als Zahlungsmittel durchsetzen werden. Zur Schweiz macht ING keine Angaben.

Source: ING

Laut ING zeigten sich Personen, die ein weniger breites Wissen über Bitcoin und Co. hatten, positiver eingestellt, was die Zukunft von Kryptowährungen angeht, als jene mit vertieftem Wissen. Die meisten Studienteilnehmer (33 Prozent) informieren sich über die Nachrichten oder via Onlinerecherche über Kryptowährungen. 13 Prozent gaben an, ihr Krypto-Wissen von Social-Media-Plattformen zu beziehen. 12 Prozent wissen dank Familie und Freunden Bescheid und 8 Prozent gaben an, nicht zu wissen, wo sie ihre Infos über Kryptowährungen her haben.

Auf die Frage, ob Banken Konten für Kryptowährungen wie Bitcoin anbieten sollten, antworteten 40 Prozent der Teilnehmer mit Nein. 27 Prozent sprachen sich für Krypto-Konten aus und 33 Prozent waren unentschlossen. Ausserdem sprachen sich die meisten Konsumenten für die Existenz von Bargeld aus. 54 Prozent würden es bevorzugen, wenn Bargeld auch zukünftig existieren würde. 22 Prozent hingegen wären froh, wenn es nur noch bargeldlose Zahlungsmethoden gäbe. Die restlichen 24 Prozent enthielten sich.

(lha)      

17.09.2019 - Facebook wehrt sich gegen Kritik an Libra

Facebook hat sich zur Kritik an seiner Digitalwährung geäussert. Libra greife nicht in die Hoheit der Notenbanken ein, sagte David Marcus. Das soziale Netzwerk könne die Geldmenge nicht einfach erhöhen, so wie es die Notenbanken tun. Libra sei zudem mit einem Korb stabiler Währungen und Staatsanleihen gedeckt, schreibt derstandard.at.

Marcus betonte, dass er die Verwaltung der Digitalwährung der in der Schweiz ansässigen Libra Association überlassen wolle. Da die Schweizer Finanzmarktaufsicht Libra reguliere, seien die Hürden für eine regulatorische Zulassung hoch, sagte Marcus.

(mur)

11.09.2019 - USA empfiehlt strenge Regulierung von Krypto-Währungen

Die Skepsis rund um die Regulierung von Krypto-Währungen wie Libra besteht nach wie vor. An einer Medienkonferenz der US-Botschaft in Bern äusserte sich die oberste Verantwortliche für Terror und Finanzaufklärung zu dem Thema, wie das SRF berichtet. Die Schweiz bewerbe sich als innovativer Platz im Finanzbereich, so Sigal Mandelker. Daher liege es auch in ihrem Interesse, strenge Regulierungen zur Vermeidung von Risiken wie Geldwäscherei einzuführen.

Sigal Mandelker
Bild: Screenshot von srf.ch


Die Vertreter der USA betonten, dass Facebook ein US-Konzern sei. Libra unterstehe somit nicht nur dem schweizerischen, sondern auch dem US-Recht. Daher müssten die Regulierungen für Krypto-Währungen diesen Umstand widerspiegeln.

Die Schweizer Regierung sehe den Libra-Standort Genf als positives Zeichen für den Wirtschaftsstandort. Im Parlament äusserten sich vor allem linke Ratsmitglieder kritisch zu Libra, während die Ratsrechten die Entwicklung befürworteten.

(cwa)

27.08.2019 - US-Delegation besucht Bern, Libra-Skepsis bleibt

Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses haben am Freitag das Bundeshaus besucht, um mehr über Libra zu erfahren. Die Demokratin Maxine Waters führte die US-Delegation an. Sie sprach mit Vertretern des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen, der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma sowie mit dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten. Offenbar gelang es der Schweizer Seite nicht, die Skepsis der USA gegenüber Libra abzubauen. "Ich bin immer noch besorgt darüber, einem grossen Tech-Unternehmen zu erlauben, eine alternative und privat kontrollierte globale Währung zu schaffen", schreibt Maxine Waters auf financialservices.house.gov.

Der Bundesrat ist Libra gegenüber grundsätzlich offen. Er reagierte am 21. August auf eine Interpellation der SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo. Sie fragte, welche Bewilligungen die Libra Association braucht. Der Bundesrat verwies auf das Bankengesetz, das Finanzmarktinfrastrukturgesetz, das Geldwäschereigesetz und das Bundesgesetz über den Datenschutz. Noch sei aber nicht klar, welche Tätigkeiten Libra in der Schweiz ausüben wolle. Die Finma werde darüber entscheiden, sobald ein Gesuch vorliege. Der Bundesrat sagte zudem, dass es für Libra keine Revision der rechtlichen Leitplanken brauche.

(mur)

26.08.2019 - Finma lizenziert erstmals Schweizer Krypto-Banken

In der Schweiz gibt es neu zwei lizenzierte Krypto-Banken: Seba Crypto und Sygnum. Die Finma hat ihnen eine Bewilligung erteilt. Sie dürfen jetzt Finanzdienstleistungen rund um Kryptowährungen und digitale Assets starten, wie finews.ch schreibt.

Screenshot von seba.swiss

Bild: Screenshot von seba.swiss

Seba will Firmen in der Blockchain-Branche nicht nur Konten anbieten, sondern auch die Aufbewahrung von Kryptowährungen und deren Handel ermöglichen. Die Bank will zudem Kreditgeschäfte mit digitalen Vermögenswerten in ihr Angebot aufnehmen.

Bild: Screenshot von sygnum.com

Bild: Screenshot von sygnum.com

Sygnum hat ähnliche Pläne. Die Bank unterhält Partnerschaften mit Swisscom und der Deutschen Börse und will neue Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte lancieren.

(mur)

24.08.2019 - Das Interesse an der Blockchain-Branche steigt

Die Zürcher Privatbank Maerki Baumann & Co. kämpft gemäss Swissinfo mit der verstärkten Regulierung des Bankensystems und dem erhöhten Margendruck. Laut CEO Stephan Zwahlen sucht das Unternehmen darum alternative Einkommensquellen - unter anderem in der Blockchain-Branche. Als die Öffentlichkeit von diesem Vorhaben erfahren habe, sei die Bank mit Anfragen überhäuft worden, so Zwahlen.

"Plötzlich wollten 400 Leute mit uns reden", sagte Zwahlen gegenüber Swissinfo. "Und es waren genau die Leute, um deren Aufmerksamkeit wir seit 10 Jahren kämpften, mit traditionellen Private-Banking-Angeboten." Die Interessenten seien typischerweise zwischen 30 und 40 Jahre alt, sehr gut gebildet und hätten eine unternehmerische Denkweise. Auch die Falcon Private Bank, Vontobel, Julius Bär, Zarattini, Swissquote und die Hypothekarbank Lenzburg buhlen vermehrt um Kunden aus der Blockchain-Branche.

(mur)

23.08.2019 - 10 Jahre Bitcoin im Zeitraffer

So entwickelte sich der Bitcoin-Kurs in den letzten zehn Jahren:

(mur)

22.08.2019 - EDÖB wartet auf Infos zu Libra

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat mit der Libra Association vereinbart, bis Ende August mehr Informationen zum geplanten Stablecoin von Facebook zu erhalten. Die Association habe versprochen, diese zu liefern, schreibt Inside-IT unter Berufung auf eine Sprecherin des EDÖB. Die Libra Association hat ihren Geschäftssitz in Genf. Sie will einen Stablecoin herausbringen, der an einen Korb von Währungen gebunden ist. Mehr über Libra erfahren Sie in diesem Artikel.

Facebook musste im Juli vor dem US-Kongress zu Libra aussagen. Der Konzern werde für die Einführung der Währung mit den Behörden und der Finma zusammenarbeiten, versprach Facebook damals. EDÖB Adrian Lobsiger hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt noch keine solche Anfrage erhalten, wie Sie in diesem Artikel lesen können.

(mur)

21.08.2019 - So klappt es mit dem Firmenkonto für Blockchain-Unternehmen

Die Schweizerische Bankiervereinigung veröffentlichte im September 2018 einen Leitfaden, der Banken helfen soll, Firmenkonten für Kryptofirmen zu eröffnen. Mehr dazu können sie hier lesen. Nun hat der Verband die Publikation aktualisiert. Die Crypto Valley Association habe zur Weiterentwicklung des Leitfadens beigetragen und unterstütze dessen Umsetzung in der Praxis, schreibt die Bankiervereinigung in einer Mitteilung.

Den Leitfaden können Sie hier herunterladen. Der Verband will ihn in den nächsten Wochen auch in italienischer, französischer und englischer Sprache veröffentlichen.

(mur)

20.08.2019 - Binance will mehr Stablecoins

Binance hat das Projekt "Venus" angekündigt, um die Entwicklung von Stablecoins zu vereinfachen. Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Preis zum Beispiel an den Euro oder den US-Dollar gekoppelt ist. Venus basiert auf Binance Chain, einer öffentlichen Blockchain, die Binance im April startete. Das Projekt soll es Firmen ermöglichen, lokale Stablecoins und Anlagen, die an nationale Währungen gebunden sind, zu entwickeln.

Ist Venus eine Konkurrenz zu Facebooks Libra? Nein, sagt Changpeng Zhao, Gründer und CEO von Binance, auf Twitter. "Gerne beide gleichzeitig. Das Projekt sollte Libra sogar helfen, wenn man darüber nachdenkt. Dabei möchte ich es bewenden lassen."

(mur)

19.08.2019 - Wer ist Satoshi Nakamoto?

Die Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto ist nach wie vor unbekannt. Laut einer Mitteilung der Agentur Ivy McLemore & Associates wird sich das bald ändern. Satoshi werde seine Identität in drei Blogartikeln enthüllen, und der erste ist bereits online.

Der Artikel ist in der Krypto-Community auf grosse Skepsis gestossen. Dass Satoshi seine Identität über eine PR-Agentur aufdeckt, scheint äusserst unwahrscheinlich. Stattdessen könnte er einfach eine Message auf der Bitcoin-Blockchain mit dem Genesis Key verifizieren, schreibt etwa Litecoin-Erfinder Charlie Lee auf Twitter.

(mur)

16.08.2019 - Chinas Kryptowährung

Die Chinesische Volksbank steht laut Bloomberg kurz davor, eine eigene Kryptowährung zu lancieren. Angekündigt habe das Mu Changchun, der stellvertretende Direktor der Abteilung für Zahlungsverkehr. Wann es so weit sein wird, verriet Changchun nicht.

(mur)

15.08.2019 - Six verliert Chef seiner Kryptobörse

Martin Halblaub wollte bei Six als CEO die Kryptobörse SDX lancieren. Der Plan ist schiefgegangen. Halblaub wird das Unternehmen Ende August verlassen - nach nur 8 Monaten im Amt. Die Hintergründe zum Abgang lesen Sie in diesem Artikel.

(mur)

14.08.2019 - Samsung integriert Bitcoin in SDK

Samsung hat es für Entwickler vereinfacht, Bitcoin in seine Smartphones zu integrieren. Der südkoreanische Konzern ergänzte seinen "Blockchain Keystore" um Unterstützung für Bitcoin. So können Android-Anwendungen besser mit dem Keystore kommunizieren, den Samsung auf den Geräten Galaxy S10e, S10, S10+, S10 5G, Note10 und Note10+ einsetzt.

Quelle: Screenshot von developer.samsung.com/blockchain/keystore/sdk

Quelle: https://developer.samsung.com/blockchain/keystore/sdk

Der Samsung Blockchain SDK unterstützte bisher nur Ethereum und Klaytn. Er funktioniert in Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Spanien, Südkorea, den USA - und der Schweiz. Mehr über den Blockchain Keystore SDK erfahren Sie auf dieser Website von Samsung.

(mur)

13.08.2019 - IBM tüftelt an Blockchain-Browser

IBM hat ein neues Patent eingereicht. Es sieht laut coindesk.com vor, Webbrowser-Daten wie Bookmarks, Standortinfos und die Historie besuchter Websites in der Blockchain zu speichern. Unklar ist, wie IBM dabei die Privatsphäre der Nutzer schützen will.

Auch andere Firmen kombinieren die Distributed-Ledger-Technologie mit einem Webbrowser. Zum Beispiel das norwegische Unternehmen Opera, das in seinem Browser Opera Touch für Apples iOS eine Wallet für Kryptowährungen integriert hat.

(mur)

12.08.2019 - Binance.us ohne Tron?

Binance.com wird in einem Monat Nutzer aus den USA blockieren. Dafür soll noch dieses Jahr eine US-Version der Börse online gehen. Welche Kryptowährungen werden auf Binance.us handelbar sein? Laut einem Blogeintrag prüft das in Malta ansässige Unternehmen, folgende Coins anzubieten:

Diese Kryptowährungen könnten auf Binance.us handelbar sein (Quelle: medium.com/binance-us/exciting-developments-coming-soon-for-binance-us-f79f86bdd9c6)

Tron - laut Coinmarketcap die zwölftgrösste Kryptowährung der Welt - fehlt auf der Liste. Warum? Das ist unklar, aber Tron-Gründer Justin Sun versucht nun auf Twitter, besorgte Investoren zu beruhigen. Ob der Tweet reicht, um sie ruhig zu stellen? Wir werden wohl bald mehr wissen - Binance.us soll bereits diesen September starten.

(mur)

Webcode
5rLjPaf8

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