Bund lanciert Geodaten-Initiative

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Der Bund möchte den Geodaten-Markt ankurbeln und hat heute die Initiative e-geo.ch vorgestellt. Unter Federführung des interdepartementalen Koordinationsorgans für Geoinformationen und geografische Informationssysteme (GIS) des Bundes KOGIS sollen unter anderem Standards für Metadaten, Modellierung und Datentausch erarbeitet werden. Dies mit dem Ziel, alle vorhandenen Daten von Bund, Kantonen und Gemeinden zu vernetzen und für alle interessierten Kreise verfügbar zu machen. Denn heute gibt es allein in der Bundesverwaltung in digitaler Form Hunderte von verschiedenen Geodatensätzen, die jedoch grossenteils nicht kompatibel sind und nur mangelhaft aktualisiert werden. Auch für Unternehmen sollen die Daten leichter zugänglich werden, betont Rolf Buser vom Bundesamt für Landestopographie Swisstopo. Die Daten sollten viel günstiger als bisher angeboten werden, um den Geodatenmarkt anzukurbeln. Davon könnten auch Anwendungen fürs Internet und mobile Geräte profitieren. Buser betont, dass durch e-geo.ch keineswegs private Geodaten-Spezialisten konkurrenziert werden sollen. Ziel sei es, den Markt zu beleben. Durch die Preissenkungen könnten auch Anbieter auf den Markt dringen, die über keine eigenen Roh-Geodaten verfügen, sondern diese vom Bund beziehen und mit zusätzlichem Nutzen wie etwa Points of Interest anreichern. Bis die Massnahmen von e-geo.ch allerdings greifen, wird noch viel Zeit vergehen. Mitte 2003 erst wird das Konzept dem Bundesrat vorgestellt, die Umsetzung inklusiver der Schaffung einheitlicher Tarifstrukturen soll laut Buser bis 2007 erfolgt sein.