Bund: Open Source, wo es sich lohnt
Die Bundesverwaltung setzt freie Software (Open Source-Software) ein, sofern das Verhältnis Kosten - Nutzen - Risiken über die gesamte Nutzungsdauer eines Systems günstiger ist als bei kommerzieller Software. Kommerzielle Software werde jedoch nicht als grundsätzlich negativ bewertet, schreibt der Bundesrat in seiner heutigen Antwort auf die Postulate von Ständerat Pierre-Alain Gentil (SP/JU) und Nationalrat Josef Zisyadis (PdA/VD). Die Ständeräte hatten den Bundesrat ersucht die Vor- und Nachteile einer schrittweisen Einführung von freier Software für die Bundesverwaltung zu prüfen. Open Source-Software werde bereits in einigen Bereichen eingesetzt, so der Bundesrat, oft sei es aber sinnvoller auf kommerzielle Software zu setzen, da diese von den Anbietern weiterentwickelt und gepflegt werde. Der Bundesrat stimmt den Postulaten jedoch zu, dass einseitige Abhängigkeiten von Software-Anbietern nach Möglichkeit zu vermeiden seien. 2003 werde ausserdem eine Strategie zum Einsatz freier Software erarbeitet.
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