Cablecom-Offensive: Reaktionen der Kunden
In einschlägigen Foren machte die Nachricht von Cablecoms neuen Breitbandangeboten schon vor der Lancierung am Montag die Runde. Eine Auswertung der Postings bis Dienstagabend zeigt: Die Reaktionen der Besucher von Symlink, Superspeed und anderen Foren – zumeist nicht für die Gesamtkundschaft repräsentative Power User - gehen vor allem in zwei Richtungen: Eine grosse Mehrheit der ADSL-Kunden fordert ein rasches Nachziehen ihrer Provider und droht mit Wechsel, falls nichts geschehe, wohl wissend, dass ein Nachziehen der Swisscom hohe technische Investitionen erfordern würde. Einige Forumsteilnehmer berichten bereits, dass sie gestellte Anträge auf neue ADSL-Abos wieder rückgängig gemacht haben. ADSL-Provider sagten auf Anfrage der Netzwoche, dass sie von einigen Kunden gefragt worden seien, wie es nun weiter gehe. Viele Forumsteilnehmer werfen Swisscom mehr oder weniger höflich zu grosse Trägheit vor. Klar wird aber auch, dass der kleinere Footprint von Cablecom ein Handicap ist: Viele User sagen, sie würden wechseln, wohnten aber nicht im Einzugsgebiet von Cablecom. Enttäuscht zeigt man sich in Basel, wo die Kunden der Cablecom-Tochter Balcab vorläufig nicht von den neuen Abos profitieren können. Eine zweite, bisher kleine Gruppe von Forumsteilnehmern zweifelt noch daran, ob Cablecom im Falle eines Massenansturms tatsächlich ihre Versprechen in allen Fällen einlösen kann. Über 80 Prozent der Teilnehmer der aktuellen Umfrage im NetzwocheTicker glauben übrigens, dass es zu Abwanderungen von ADSL-Kunden kommt, falls Swisscom nicht innert nützlicher Frist reagiert.
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