Capgemini-Bericht belastet Bund in Sachen Unisys
Ein interner Untersuchungsbericht des Beratungsunternehmens Capgemini kritisiert die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) für ihre Verhandlungsführung mit Unisys für das IT-Projekts Insieme. Die Studie war vom ESTV bei Capgemini in Auftrag gegeben worden, als die Verhandlungen zwischen Bund und Unisys zu scheitern drohten. Capgemini hat in seinem Bericht, den die Sonntagszeitung in Teilen veröffentlichte, der ESTV durchwegs schlechte Noten erteilt: Die Verhandlungsdelegation des Bundes habe „keine eindeutige Verhandlungsführung“, „keine Verhandlungserfahrung in IT-Grossprojekten“ und „keine stringente, einfache und nachvollziehbare Verhandlungsstrategie“, schreibt Capgemini gemäss Sonntagszeitung in dem Bericht. Der Notendurchschnitt in den einzelnen Punkten betrage auf eine Skala von 1 bis 6 lediglich 2,8 Punkte.
Unisys hatte im März 2006 den Zuschlag für das Projekt Insieme erhalten, mit dem die eidgenössische Steuerverwaltung ihre IT komplett erneuern wollte. Der Bund entzog diesen im August Unisys den Zuschlag mit der Begründung, dass in der Zwischenzeit kein alle Leistungsbestandteile umfassender Beschaffungsvertrag abgeschlossen werden konnte. Unisys hat darauf beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde eingereicht.
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