CIO des EJPD wechselt in Privatwirtschaft

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Urs Bürge, eine treibende Kraft für Informatik-Innovation im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement, hat die Bundesverwaltung verlassen und firmiert seit September 2006 als selbständiger Informatikberater. "Da das EJPD zurzeit keine ehrgeizigen Vorhaben in Sachen Verwaltungsinformatik plant, habe ich eine neue Herausforderung gesucht", sagt Bürge. In seiner neuen Funktion berät und unterstützt er öffentliche Verwaltungen im Bereich Informatik und Geschäftsprozess-Management.
Bürge begann seine Verwaltungslaufbahn 1983 in der Informatik des damaligen Bundesamts für Justiz, wo er zum Chef Informatik aufstieg. Seit 2003 war er CIO im Generalsekretariat des EJPD. Als Chef Informatik im BJ war Bürge federführend an Informatikprojekten wie dem Handelsregister-EDI-Verbund mit dem Zentralen Firmenindex (Zefix), der schweizweiten Informatisierung der Zivilstandsregister oder Govlink/Juslink (elektronischer Geschäftsverkehr zwischen Gerichten und Behörden) beteiligt. Als CIO des EJPD leitete er die die Neuausrichtung der EJPD-internen Informatik, die zur Auslagerung der Büroautomation geführt hat.
Ein anderes wichtiges Projekt von Bürge, die Einführung einer eidgenössischen eID-Karte, wurde aus ordnungspolitischen und finanziellen Überlegungen immer wieder schubladisiert. "Man könnte auch heute noch die ganze eID-Sache nur wieder aus der Schublade nehmen und realisieren", meint Bürge. "In der Zwischenzeit wurde im Umfeld von E-Voting, E-Government und E-Commerce schon mehr Geld in Authentisierungs-Versuche verpulvert, als das ganze Vorhaben gekostet hätte."