Das Internet-Governance-Forum tagt in Athen – das heikle Thema ICANN wird nicht behandelt

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Heute beginnt in Athen das erste Internet-Governance-Forum, das die Regelungen des Internets durch Staat und Private behandeln soll. Ausgeklammert wird allerdings die wichtigste Frage, nämlich wer das Internet verwalten soll. Weil die ICANN, die heute mit der Verwaltung der Domain-Namen und der Rootserver beauftragt ist, von der US-Regierung subventioniert wird, wünschen sich diverse Länder schon länger eine unabhängige Verwaltungsstelle für diese Kernstücke des Internets.
Wie der Schweizer Diplomant Markus Kummer, Chef des Sekretariats für Internet Governance in Genf, gegenüber Swissinfo diplomatisch sagte, wird das Thema ICANN aber während dieses Treffens nicht behandelt, weil die meisten Länder der Meinung gewesen seien, im Sinne eines fruchtbaren Dialogs dieses umstrittene Thema erst zu einem späteren Zeitpunkt zu behandeln.
Themen des Forums, das am zweiten UNO-Weltinformationsgipfeln in Tunis vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde, sind nun Spam, Cybercrime, Multilingualismus sowie IT und Entwicklung. Das Forum wird bis zum 2. November tagen. Aus der Schweiz vertreten sind Frédéric Riehl, Vizedirektor des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) sowie ein Vertreter der DEZA, der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des EDA.