Die Schweizer gehören zu den weltweit eifrigsten Online-Shoppern
Mehr als 85 Prozent der Online-Bevölkerung weltweit hat schon einmal über das Internet eingekauft. Zu diesem Resultat kommt eine Untersuchung des Medienunternehmens Nielsen. Als Nielsen vor zwei Jahren die erste Studie zum Thema Online-Shopping durchführte, waren es erst rund 10 Prozent.
„Die ehemalige Nischentechnologie Internet hat sich zum Massenmedium entwickelt und ist damit ein fester Bestandteil des modernen Lebens geworden. Kaum ein Aspekt unseres Alltags bleibt davon unberührt“, kommentiert Marco Bischof, Director Marketing & Communications, ACNielsen Schweiz.
Am höchsten ist der Anteil der Online-Shopper derzeit in Südkorea: Dort gaben 99 Prozent aller Internetnutzer an, bereits auf diesem Weg eingekauft zu haben. Auf Rang zwei folgen Grossbritannien, Deutschland und Japan mit jeweils 97 Prozent. Mit 95 Prozent liegen die Schweizer in den Top Ten.
Die meistbestellten Artikel weltweit sind nach wie vor Bücher, Tendenz steigend: Immerhin 41 Prozent aller Befragten haben in den letzten drei Monaten Bücher übers Netz gekauft – sieben Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Sehr beliebt ist auch der Onlinekauf von Kleidung/Accessoires/Schuhen, die mit einer Steigerung von 20 auf 36 Prozent die wachstumsstärkste Kategorie bildet (Schweiz: 34 Prozent). Weitere wichtige Internetmärkte sind Videos/DVDs/Spiele und Flugbuchungen/-reservierungen mit jeweils 24 Prozent (Schweiz: 29 Prozent und 33 Prozent) und elektronische Geräte mit 23 Prozent (Schweiz: 20 Prozent). Schweizer kaufen auch häufig Musik übers Internet (32 Prozent). Lebensmittel werden noch weniger übers Internet gekauft. Mit 14 Prozent liegt die Schweiz in dieser Kategorie hinter England (22 Prozent) an zweiter Stelle.
Die Auswahl der Online-Stores erfolgt derzeit bei einem Drittel der Internetnutzer über Suchmaschinen (Schweiz: 37 Prozent) oder Surfen (Schweiz: 31 Prozent), ein Viertel verlässt sich auf persönliche Empfehlungen (Schweiz: 27 Prozent).
60 Prozent aller Online-Shopper weltweit haben bei einem ihrer jüngsten Web-Käufe eine Kreditkarte eingesetzt; 53 Prozent nutzte Visa. Damit bleiben die Kreditkarten mit grossem Abstand das weltweit gängigste Zahlungsmittel, gefolgt von Paypal mit 25 Prozent. Die Schweizer mögen neben der Kreditkarte (69 Prozent) auch die traditionelle Banküberweisung. 38 Prozent haben bei ihren letzten Onlineeinkäufen per Banküberweisung bezahlt.
60 Prozent (Schweiz: 61 Prozent) der Befragten erledigen ihre Einkäufe beim gleichen Anbieter. „Das zeigt, wie wichtig es in diesem Markt ist, jeden der zahlreichen neuen Online-Shopper möglichst sofort an eine bestimmte Website zu binden. Wer bereits beim ersten Mal eine positive Erfahrung vermitteln kann, hat gute Chancen auf eine langfristige Geschäftsbeziehung“, so Bischof.
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