Dossier Usability: Wagnis Online-Autoversicherung

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Im Auftrag der Netzwoche hat der Zürcher Usability-Dienstleister Zeix die Websites der grössten Schweizer Autoversicherungsanbieter unter die Lupe genommen. Acht Testpersonen erhielten die Aufgabe, für den eigenen oder einen fiktiv neu erworbenen BMW X3 2.0d online mehrere Offerten bei Versicherungen einzuholen und sich dann für die günstigste zu entscheiden.
"Online-Offerte" bedeutet aber nicht für alle Versicherungen das gleiche, wie der Test aufzeigte. Am unteren Ende der Skala befinden sich Mobiliar und Allianz Suisse mit einem eher simplen Formular, bei dem schnell klar ist, dass noch einige Nachbesserungen nötig sein werden und man online sicher keine Prämie zu sehen bekommt. Am oberen Ende der Skala hingegen findet der User komplett abgebildete interaktive Prozesse zur Erfassung aller Angaben vor, die tatsächlich nicht nur die Prämie ausgegeben, sondern auch den direkten Abschluss der Versicherung ermöglichen. Dies ist der Fall bei Zürich oder Winterthur Versicherungen.
„Der Test hat klar aufgezeigt, dass viele Anbieter einfach die Vorlagen ihrer Papierdokumente ins Netz gestellt haben. Damit werden natürlich die interaktiven Möglichkeiten, die das Internet bietet, nicht ausgeschöpft“, erklärt Peter Hogenkamp, CEO von Zeix. „Der Einsatz von Papier und Bleistift ist leider fast unumgänglich – ein sicheres Indiz dafür, dass mit dem Prozess etwas nicht stimmt.“
Von den acht Testpersonen wäre am Ende keine bereit gewesen, online mehr als eine grobe Erstorientierung über die Höhe der Prämien einzuholen. Online eine Autoversicherung abzuschliessen war nach dieser Erfahrung für alle Probanden kein Thema mehr. Mehr dazu lesen Sie in der Netzwoche 9 von heute Mittwoch.