Durchbruch bei der Glasfaser-Technologie

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Wissenschaftlern der Universität Paderborn ist es gelungen, die Übertragungskapazität von Glasfasern zu verdoppeln. Die Ergebnisse dieser Forschungen könnten von grosser Tragweite sein, glaubt der Leiter der Arbeitsgruppe, Prof. Dr.-Ing. Reinhold Noé, denn das Rückgrat des gesamten Internet und Telefonnetzes seien Glasfasern. Während Telekom-Anbieter ihre Netze mit immer mehr optischen Wellenlängen ausstatteten, um die Übertragungskapazität dem explosionsartig anwachsenden Bedarf anzupassen, gehe man in den Forschungslabors einen Schritt weiter: Durch jeweils zwei Lichtsignale mit aufeinander senkrecht stehenden Schwingungsrichtungen lasse sich die Übertragungskapazität von Glasfasern verdoppeln, diese Technik habe man jetzt praxistauglich gemacht, so Noé. Der Schlüssel für den Erfolg sei ein automatischer Kompensator für Polarisationsdispersion. Diese bezeichnet die geringfügigen Unterschiede der Signallaufzeit auf der Glasfaser für verschiedene Polarisationsrichtungen der Lichtwellen. Das realisierte System überträgt Daten zweier Polarisationskanäle mit je 40Gbit/s, zusammen also 80Gbit/s oder 80.000.000.000 Bit pro Sekunde, über einen Lichtwellenleiter von 212 km Länge. Das Experiment wurde erstmals auf der Europäischen Tagung über Optische Nachrichtentechnik in Amsterdam veröffentlicht.