E-Gov: Schweiz hinkt noch immer hinterher

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Europas E-Government kommt langsam aber sicher voran, lautet das Fazit der dritten Studie zum Online-Angebot öffentlicher Dienste in Europa. Die Schweiz, welche in der letzten Studie unter den 18 untersuchten Ländern (15 EU-Staaten plus Island, Norwegen und die Schweiz) den unrühmlichen 16. Platz eingenommen hatte, konnte sich um einen Rang verbessern. Schlechter schnitten Deutschland, Belgien und Luxemburg ab. Die Rangliste führt derweil Schweden vor Irland an. Das schweizerische Onlineangebot rangierte bei den untersuchten Diensten meistens im hintersten Drittel oder im hinteren Mittelfeld. In die obere Hälfte der Rangliste kam die Schweiz nur in den Kategorien „Öffentliche Beschaffung“, „Immatrikulation an Hochschulen“, „Öffentliche Bibliotheken“, „Erklärungen gegenüber der Polizei“ und „Antrag auf Baugenehmigungen“ ab. Unter den 15 Ländern, die Fortschritte aufweisen können, liegt die Schweiz allerdings an der Spitze. Während die Geschwindigkeit der Weiterentwicklung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2002 ganz allgemein abgenommen habe, werde der grösste Fortschritt bei der Bereitstellung von Onlinediensten für Unternehmen erzielt, lautet ein Fazit der Autoren der Studie. Es überrasche kaum, dass die Dienste, welche Staatseinnahmen sichern, am weitesten entwickelt seien und auch die grössten Fortschritte machten. Durchgeführt wurde die Untersuchung an 10569 Behörden von Cap Gemini Ernst & Young im Auftrag der Europäischen Kommission.